Fußball | 2. Bundesliga Heimsieg gegen Düsseldorf - Dynamo schafft den Befreiungsschlag

14. Spieltag

 Christoph Daferner Dresden, 33 Jubel
Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Fußball-Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden ist nach zuletzt schweren Wochen der Befreiungsschlag geglückt. Am Sonntag bezwang das Team von Alexander Schmidt Fortuna Düsseldorf mit 1:0. Mit dem ersten Erfolg nach zuvor fünf Niederlagen wird damit auch die Luft für Schmidt wieder dicker. Insgesamt war es der zweite Sieg in den vergangenen elf Pflichtspielen. In der Tabelle kletterte Dynamo an Aue wieder vorbei von Relegationsplatz 16 auf Rang 13.

Emmanuel Iyoha Duesseldorf, 19, Michael Sollbauer Dresden, 21 Zweikampf
Dynamo-Verteidiger Michael Sollbauer vor dem Ex-Auer Emmanuel Iyoha Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Dresden tat sich zunächst lange schwer. Der Ball lief kaum einmal flüssig und schnell durch die eigenen Reihen. Dynamo fand kaum Räume. Düsseldorf hatte mehr vom Spiel, blieb offensiv aber bei Andeutungen. Ao Tanaka jagte den Ball aus 18 Metern drüber. Nach einer halben Stunde wurde es hitziger. Zweikämpfe schienen eher für die Gäste gepfiffen zu werden, als Luca Herrmann am langen Pfosten Christoph Daferner anspielte, und es anschließend die berechtige Ecke nicht gab, tobten die Dynamo-Anhänger unter den 8.912 Zuschauern im Stadion. Kurze Zeit später holte sich sogar Trainer Alexander Schmidt Gelb ab. Mit den Emotionen legte Dresden aber dann auch seinen mentalen Rucksack ab.

Daferner nutzt Strafstoß

Auch Fortuna-Schlussmann Florian Kastenmeier trug dazu bei, als er sich einen bösen Fehlpass leistete - bei Daferners Zuspiel stand Morris Schröter aber im Abseits (32.). Kurz vor der Pause dann endlich ein gelungener Dynamo-Angriff, an deren Ende Verteidiger Christoph Klarer Königsdörffer zu Fall brachte. Daferner nutzte den Elfmeter zum 1:0 - das sechste Saisontor von Dresdens Top-Torjäger (43.).

Spieler auf dem Feld
Das Goldene Tor von Christoph Daferner Bildrechte: imago images/Picture Point

Daferner lässt 2:0 liegen - Bangen bis zum Schluss

Der zweite Durchgang begann mit griffigen Hausherren. Die Rheinländer taten sich zunächst schwer. Im Laufe der zweiten 45 Minuten setzten die Sachsen immer wieder auf Konter. Düsseldorf kam nur vereinzelt durch. Nach einem schweren Fehler des jungen Verteidigers Tim Oberdorf hatte erneut Daferner die Vorentscheidung auf dem Fuß, aber da fehlte dem Mittelstürmer die Entschlossenheit. Sein gut gemeinter Querpass wurde dann noch abgefangen (71.) Zweimal musste Dresden bangen: Beim Versuch von halbrechts von Khaled Narey war Schlussmann Kevin Broll auf dem Posten (79.). Beim Abschluss des eingewechselten Slowaken Robert Bozenik hatte man Glück, dass dessen Schuss aus elf Metern knapp drüber flog (89.). Am Ende kämpfte sich Dynamo zu einem wertvollen Arbeitssieg.

Das sagten die Beteiligten

Fortuna-Trainer Christian Preußer 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Fortuna-Trainer Christian Preußer 2 min
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Christian Preußer (Düsseldorf): "Der Strafstoß war die entscheidende Szene. Wir haben 1:0 verloren - durch die Strafstoßsituaion. Wenn ich es chronologisch mache, finde ich, dass wir 30 Minuten spielbestimment waren, hatten auch Torchancen, die wir leider nicht genutzt haben. Dann kam Dynamo auf. Mit dem Tor hat man gemerkt, dass hier Stimmung war. Danach hatten wir nicht mehr so viele Torchancen. Von daher müssen wir mit der Niederlage leider leben. Man kann es auf die eine Strafstoßsituation runterbrechen."

Alexander Schmidt (Dresden): "In der jetzigen Phase war es für uns schon schwer. Wir haben gezeigt, dass die Mannschaft intakt ist, was wir für einen Siegeswillen haben. Endlich hat es heute einmal geklappt, dass wir in den 50/50-Situationen konsequent verteidigt haben. Natürlich war es kein spielerisches Glanzlicht, aber in unserer Situation kann jeder verstehen, dass jetzt Einsatz und Zweikampf vonnöten sind."

Dynamo-Spieler Christoph Daferner 3 min
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Dynamo-Spieler Christoph Daferner 3 min
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cke

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 21. November 2021 | 14:00 Uhr

36 Kommentare

harald Notzel vor 1 Wochen

Nach der endlich langen Erfolglosigkeitsserie war der Sieg Balsam für die Nerven.Vieles Richtige wurde in den Kommentaren aufgezeigt wobei durch den Sieg noch nicht geklärt ist ob Dynamo wie von vielen eigeschätzt das spielerisch schlechteste Team in der 2.Liga ist.Eine der Gründe hierfür wäre,dass nach dem Aufstieg viele Spieler noch einen Einjahresvertrag hatten und nur über Abfindungen den Verein verlassen wollten.Denn fünf bis sechs Spieler haben einfach nicht die spielerischen und körperlichen Voraussetzungen für die 2.Liga.Aus meiner Sicht müssen bis zum Ende der 1.HS noch fünf Punkte geholt werden um den den Anschluß zum Mittelfeld nicht zu verlieren.Anschließend die bestimmt schon vorbereitete Kaderauffrischung mit erfahrenen Leistungsträgern(Spielmacher) realisieren(die Gelbkartenpausen stehen vor der Tür)..Auch A.S.muss trotz des Sieges weiter auf den Prüfstand.Ein Abstieg hätte verheerende Folgen für die nächsten Jahre.Nicht kleckern sondern klotzen Dynamo

Ostfussballfan73 vor 1 Wochen

Er war eigentlich als Ersatz für Löwe gedacht und jetzt haben auf seiner angestammten Position immer andere gespielt und dass nicht mal gut. Das ist halt auffällig.

Ostfussballfan73 vor 1 Wochen

Ich habe nicht gemeint, dass er schlecht ist, im Gegenteil. Ich denke, was andere können, kann er mindestens auch oder vielleicht besser (z.B. Diawusie). Ich hätte ihn schon längst als Flügelflitzer ausprobiert (schlechter als Diawusie geht`s nimmer). Auf youtube sah es zumindest nicht schlecht aus was er gezeigt hat, schnell isser ja. Vielleicht setzt gerade ein Umdenken ein, da das Wasser langsam Richtung Unterkante Oberlippe steigt.