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Fußball | 2. BundesligaDynamo Dresden siegt nach Leistungssteigerung gegen Karlsruhe16. Spieltag

Stand: 05. Dezember 2021, 15:35 Uhr

Magerkost in der ersten, Spektakel in der zweiten Halbzeit. Dynamo Dresden hat sich wieder etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Gegen den Karlsruher SC bedurfte es allerdings einer deutlichen Leistungssteigerung nach einer schwachen ersten Hälfte.

Dynamo Dresden hat drei wichtige Punkte im Abstiegskampf gesammelt. Gegen den Karlsruher SC feierte das Team von Alexander Schmidt am Sonntag (05.12.2021) einen 3:1-(0:0)-Erfolg. Durch den sechsten Saisonsieg und nunmehr 19 Punkten springt Dynamo in der Tabelle auf Rang zwölf und baut den Vorsprung vor Erzgebirge Aue auf den Relegationsplatz vor dem direkten Duell am kommenden Sonntag auf fünf Punkte aus.

Schwache erste Halbzeit vor leeren Rängen

Dynamo, im Vergleich zur jüngsten Niederlage gegen Regensburg personell auf vier Positionen verändert, war in den ersten Minuten die aktivere Mannschaft und machte viele Meter. Gefahr strahlten zunächst aber nur die Gäste aus Karlsruhe aus. Philipp Hofmann fiel der Ball nach einer Ecke im Strafraum vor die Füße, doch der Linksaußen traf den Ball nicht richtig (3.). Die Hausherren wirkten dagegen verunsichert, kamen kaum in die Zweikämpfe und hatten mit dem wuseligen Philipp Heise auf der linken Außenbahn alle Hände voll zu tun. Nach 17 Minuten fand ein geschickter Steckpass des Ex-Dresdners Fabian Schleusener im Sechzehner, doch Dynamo-Keeper Kevin Broll klärte aus kurzer Distanz.

Morris Schröter im Zweikampf mit dem Ex-Dresdner Philipp Heise. Bildrechte: IMAGO / Eibner

Danach verflachte die Partie zusehends. Beide Teams neutalisierten sich meist schon im Mittelfeld. Dynamo blieb weiterhin offensiv blass und ohne zündende Ideen. Bezeichnend, dass Broll einen Abstoß aus der eigenen Hälfte direkt ins Aus setzte. Aber auch der KSC hatte mit Ausnahme eines Distanzschusses von Heise (23.) wenig zu melden. Die Geisterkulisse steuerte ihren Anteil zur mauen Vorstellung bei. Erst kurz vor dem Pausenpfiff kam mal wieder ein Hauch Gefahr auf. Michael Akotos Kopfball nach einer Ecke landete aber direkt in den Armen von Gäste-Keeper Marius Gersbeck (43.).

Irrer Start in Hälfte zwei

Die trostlose Vorstellung war nach Wiederanpfiff schnell vergessen. Nach einem Angriff über die rechte Seite stolperte sich Ransford-Yeboah Königsdörffer willensstark im KSC-Sechzehner durch und schloss ins lange Eck ab (47.). Die Antwort der Gäste folgte prompt: Einen hohen Ball von der rechten Seite bekam Dynamo nicht geklärt. Über Umwege landete das Spielgerät bei Schleusener, der aus kurzer Distanz keine Mühe hatte (54.). Doch die Dresdner waren nun im Spiel und setzten direkt nach. Eine Ecke von der linken Seite verlängerte Yannick Stark auf den zweiten Pfosten, wo Königsdörffer ohne Probleme zum Doppelpack einnickte (55.).

Ransford-Yeboah Königsdörffer avancierte mit seinen beiden Treffern zum Matchwinner. Bildrechte: imago images/Picture Point LE

Ein hartes Einsteigen und der folgende Platzverweis für den bereits verwarnten Kyoung-rok Choi brachte Dynamo endgültig auf die Siegerstraße (61.). Akoto traf nach Vorarbeit von Morris Schröter zunächst nur den Pfosten (63.), kurz darauf schweißte Christoph Daferner nach einem schnellen Gegenstoß den Ball aus gut 20 Metern ins linke untere Eck. In Überzahl und mit zwei Toren Vorsprung hatten die Dresdner keine Probleme, die Partie gegen müde Karlsruher zu kontrollieren. Königsdörffer hatte kurz vor Schluss noch seinen dritten Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber an Gersbeck (89.).

Stimmen zum Spiel

Christian Eichner (Karlsruhe): "Vor dem 0:1 haben wir eine überragende Abschlussaktion. Danach lassen wir uns bei einem Freistoß übertölpeln und sind im Hintertreffen. Ab dem Zeitpunkt hat der Gegner eine bessere Zweikampfführung gehabt und gewinnt verdient. Nach dem Platzverweis ist der Spielverlauf auf Seiten des Gegners. Wir hatten die Spielkontrolle in der ersten Halbzeit, aber wenn du keine zwingenden Abschlüsse hast, gewinnst du kein Zweitligaspiel. So ehrlich müssen wir sein."

Alexander Schmidt (Dresden): "Mich freuen die zwei Tore von Ransford Königsdörffer unheimlich. Das hatte sich in den letzten Wochen angedeutet. Er war immer nah dran und ist in aufsteigender Form. Das hat das Spiel gekippt, davor war es eng. Karlsruhe hat geschlossen verteidigt. Das Tor hat uns dann einen Schub gegeben. Am Schluss hätten wir sogar noch das eine oder andere Tor mehr machen müssen. Die Jungs haben sich heute endlich belohnt. Sie kämpfen in jedem Spiel von der ersten bis zur letzten Sekunde. Jetzt wollen wir in Aue über den Kampf noch einmal alles reinwerfen."

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jsc

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 04. Dezember 2021 | 14:00 Uhr

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