Fußball | 2. Bundesliga 0:4! Aue geht an der Weser unter

16. Spieltag

Ein Freitagabend zum Vergessen! Erzgebirge Aue ist im Gastspiel bei Werder Bremen mit 0:4 unter die Räder gekommen. Dabei waren die "Veilchen", die ohne ihren Chefcoach auf der Trainerbank auskommen mussten, den Hanseaten in allen Belangen unterlegen. Nach der zweiten Niederlage in Folge bleibt der FCE vorerst auf dem 15. Tabellenplatz.

Anthony Jung und Nicolas-Gerrit Kühn
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Werder mit Sonntagsschuss und Hackentor

Aue geriet von Beginn an unter Druck. Die Gäste, die wegen der Gelbsperre von Chefcoach Marc Hensel von Sportdirektor Pavel Dotchev an der Seitenlinie betreut wurden, sahen in der Anfangsphase keinen Stich. Die Bremer wirbelten vor allem über die rechte Seite, wo Felix Agu immer wieder ungestört flanken konnte. Gegen die bissigen und technisch beschlagenen Hanseaten, die beim Debüt von Chefcoach Ole Werner taktisch bestens eingestellt waren, wirkten die Gäste aus dem Erzgebirge erstmal überfordert. Die Quittung ließ nicht lange auf sich warten. In der 7. Minute traf Romano Schmid per Sonntagsschuss aus 18 Metern zur Bremer Führung. Vorausgegangen war ein Durcheinander in der Auer Abwehr, die nach einer Ecke nicht konsequent genug klärte.

Tor für Werder Bremen. Romano Schmid 20, Bremen trifft zum 1:0
Das 1:0 für Werder Bremen. Beim Schuss von Romano Schmid war Aue-Keeper Martin Männel machtlos. Bildrechte: imago images/Picture Point

Auch danach drückte Werder die Auer immer wieder in deren eigene Hälfte. Kurz darauf klingelte es nach einer vorerst abgewehrten Ecke erneut im Kasten von Keeper Martin Männel. Diesmal legte Niclas Füllkrug per Kopf für Milos Veljkovic ab, der die Kugel im Fallen mit der Hacke aus Nahdistanz in die Maschen setzte (19.). Aue fand auch danach nicht statt und blieb blass. Die Sachsen hatten keinen Zugriff und kamen kaum vor das gegnerische Tor. In der 32. Minute lag das 0:3 in der Luft, als Leonardo Bittencourt freistehend aus gut zwölf Metern nur den Pfosten traf.

Aue auch nach der Pause blass - Nazarov im doppelten Pech

Nach dem Seitenwechsel sahen die rund 15.000 Zuschauer eine Fortsetzung der ersten Hälfte. Aue konnte nur reagieren und war zumeist mit Defensivarbeit beschäftigt. Die FCE-Abwehr musste jedoch in der 53. Minute zusehen, wie Marvin Ducksch (53.) nach starker Vorarbeit von Füllkrug dann doch auf 3:0 erhöhte. Der Passgeber durfte sich vier Minuten später selbst über seinen Treffer aus Nahdistanz freuen.

Torschütze/Torschuetze Niclas Füllkrug/Fuellkrug Werder Bremen 11 jubelt ueber das Tor zum 4:0
Bremens Niclas Füllkrug (11) jubelt über sein Tor zum 4:0. Bildrechte: imago images/Nordphoto

Im Anschluss hatte Aue zwar etwas mehr Ballbesitz, doch Werder kontrollierte die Partie ohne Probleme. In der 62. Minute landete der Ball plötzlich im Bremer Kasten, aber der Treffer von Dimitrij Nazarov wurde wegen einer Abseitsstellung von Jan Hochscheidt korrekterweise nicht gegeben. Nazarov hatte in der 75. Minute erneut den Ehrentreffer auf dem Fuß, als er sah, dass SVW-Keeper Jiri Pavlenka viel zu weit vor seinem Tor stand und der Auer aus 40 Metern nur die Latte traf.

Stimmen zum Spiel

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Pavel Dotchev (Aue): "Werder Bremen war bärenstark. Wenn du in Bremen etwas mitnehmen willst, musst du einen super Tag erwischen. Das haben wir nicht geschafft. Was heute auch nicht funktioniert hat, war der Zeitpunkt, als die Tore gefallen sind. Das war sehr unglücklich. (...) Wir haben uns in der Kabine einiges vorgenommen, wir wollten den Anschlusstreffer erzielen und haben gehofft, danach noch ein Tor zu machen. Dann ist aber genau das passiert, dass wir unmittelbar nach dem Seitenwechsel das dritte Tor kassieren und dann fehlt natürlich der Glaube für mehr."

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Aues Sportdirektor Pavel Dotchev, der für den gelbgesperrten Chefcoach Marc Hensel auf der Trainerbank saß, analysiert die klare Niederlage in Bremen.

Fr 03.12.2021 21:22Uhr 01:24 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-dotchev-nach-der-auer-niederlage-in-bremen-100.html

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Ole Werner (Bremen): "Der Spielverlauf war für Aue ungünstig, für uns nicht. Das war für uns wichtig nach den letzten Wochen. Wir sind durch ein schönes Tor in Führung gegangen. Das war eine wichtige Komponente. Wir hatten aber auch Luft nach oben, es gab einige Fehler im Spielaufbau. Wir haben heute aber eine sehr gute Leistung gezeigt. Wir standen als Einheit auf dem Platz, auch die Spieler, die später rein kamen. Es war ein sehr guter Abend für uns."

lta

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Alexander Schmidt
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Nach dem 0:0 bei Hannover 96 gab Dynamo Dresdens Trainer Alexander Schmidt zu, dass man mit einem "blauen Auge" davon gekommen sei. Am besten sei das Ergebnis. Hier gibt es das komplette Interview

So 23.01.2022 17:51Uhr 02:46 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-trainer-alexander-schmidt-nach-hannover-dynamo-dresden-100.html

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Yannick Stark
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Mit dem Ergebnis, einem 0:0 bei Hannover 96, war Dynamo Dresdens Kapitän Yannick Stark zufrieden, mit dem Spiel seines nicht so ganz.

So 23.01.2022 17:21Uhr 00:22 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-yannick-stark-nach-hannover-dynamo-dresden-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 04. Dezember 2021 | 14:00 Uhr

55 Kommentare

normaler Zeitgenosse vor 7 Wochen

So reicht es natürlich nicht,da haste recht lieber Schachter.

Hensel hatte versprochen.... jedes Spiel ein Endspiel....Fehl -das müsste doch auch bei der Mannschaft brutal angekommen sein.

PRÄSIDENT,Sportdirektor,Trainerteam schweigen oder arbeiten sich an Schiri,DFB,Tore fallen zu zeitig,Schuhe zu rutschig....ab

Es ist brutaler Abstiegskampf und dazu kommt noch eine brutale Führungsschwäche mit Handlungsunfähigkeit.

Zu hart von mir, nein.... es geht um die Existenz vom FCE.

Wünsche Dir und deiner Familie Gesundheit und schönen 2.Advent ....bleibt gesund
P.S
Wenn man gegen DD verliert starten wir in die 2.HS mit Abstiegsplatz.

Schachter vor 7 Wochen

So reicht es natürlich nicht!
Die ersten beiden Tore waren einfach genial von Werder gemacht - der Schütze des 2:0 wird in seinem profi-Leben nie wieder so ein Tor erzielen - , trotzdem fehlte mir der Mut und Biss, das echte Gegenhalten und die Zweikampfhärte, die man in einem solchen Spiel braucht.
Unsere Truppe wußte sicherlich, dass wir fußballerisch unterlegen sein werden. Da heißt es dann aber BEISSEN UND KÄMPFEN und das war leider so nicht zu sehen.
Mund abputzen und die Dynamischen schlagen. NUR SO!
Glück auf und schönen 2.Advent.

normaler Zeitgenosse vor 7 Wochen

Hallo Jako, Gonther Interview nach dem Bremer Spiel bestätigt deine Aussage zu Alibi im Abstiegskampf von Aue und da wird die Aussage von Hensel,,jedes Spiel von Aue bis Saisonende muss ein Endspiel sein,,zum ad absurdum !

u.a.die PK von P.D. machen auch deutlich...... Alibifunktion ohne klare Ansagen im Abstiegskampf.