Fußball | 2. Bundesliga Erzgebirge Aue mit Saisonauftakt nach Maß in Würzburg

1. Spieltag

So hat man sich das im Erzgebirge vorgestellt. Nach der bitteren Pleite im DFB-Pokal hat die Mannschaft von Dirk Schuster beim Zweitliga-Auftakt in Würzburg die erhoffte Reaktion gezeigt. Und die war so gut, dass man zumindest bis Sonntag Tabellenführer ist.

Der FC Erzgebirge Aue hat am 1. Spieltag der neuen Zweitligasaison einen Auftakt nach Maß gefeiert. Beim deutlichen 3:0-(0:0)-Erfolg bei den Würzburger Kickers brauchte die Elf von Trainer Dirk Schuster allerdings 45 Minuten um im Spiel anzukommen. In Halbzeit eins waren die Hausherren spielbestimmend und hatten zudem mehrere Großchancen, die sie allerdings nicht nutzen konnten.

Würzburger Kickers- Erzgebirge Aue in Bildern

Trainer Dirk Schuster, Erzgebirge Aue
Erzgebirge Aue wollte nach dem blamablen Pokal-Aus eine Reaktion zeigen. Beim Personal justierte Dirk Schuster zweimal. Bildrechte: PICTURE POINT / Sven Sonntag
Trainer Dirk Schuster, Erzgebirge Aue
Erzgebirge Aue wollte nach dem blamablen Pokal-Aus eine Reaktion zeigen. Beim Personal justierte Dirk Schuster zweimal. Bildrechte: PICTURE POINT / Sven Sonntag
Im Bild von vorn;  Louis Samson (13, Aue) und Dominic Baumann (9, Wuerzburg).
Louis Samson (li.) rückte für Philipp Zulechner in die Startelf. Außerdem ersetzte Jan Hochscheidt Tom Baumgart. Bildrechte: PICTURE POINT / Sven Sonntag
Philipp Riese (17, Aue) und Patrick Sontheimer (12, Wuerzburg)
In der ersten Halbzeit liefen die Veilchen zunächst hinterher. Würzburg erspielte sich teils beste Torchancen, Aue versucht rabiat dagegenzuhalten. Bildrechte: PICTURE POINT / Sven Sonntag
Torwart Martin Männel (1, Aue).
Martin Männel konnten seinen Kasten in Halbzeit eins sauber halten - wenn auch etwas glücklich für Aue. Bildrechte: PICTURE POINT / Sven Sonntag
Ognjen Gnjatic (33, Aue) und Dominic Baumann (9, Wuerzburg)
Nach dem Seitenwechsel legte Aue den Schalter um und war viel präsenter auf dem Feld. Bildrechte: PICTURE POINT / Sven Sonntag
Würzburg - Aue
Vor allem Florian Krüger (li.) drehte jetzt richtig auf. Seinen Flankenläufen hatte Würzburg nichts entgegenzusetzen. Bildrechte: Picture Point
Tor für Erzgebirge Aue. John Patrick Strauß / Strauss (24, Aue) trifft zum 0:1. Auer Jubel.
John Patrick Strauß (Nummer 24) nutzte eine Krüger-Eingabe zum 1:0. Bildrechte: PICTURE POINT / Sven Sonntag
Tor für Erzgebirge Aue. John Patrick Strauß / Strauss (24, Aue) trifft zum 0:1. Auer Jubel
Der Bann war gebrochen, fortan waren die Veilchen dominant. Bildrechte: PICTURE POINT / Sven Sonntag
Pascal Testroet
Pascal Testroet (re.) freut sich über seinen Treffer zum 2:0. Wieder hieß der Vorlagengeber Florian Krüger (li.). Bildrechte: Picture Point
Aues Tom Baumgart trifft zum 0:3
Den Deckel packte Tom Baumgart (li.) auf die Partie. Sein Tor zum 3:0 markierte den Endstand. Bildrechte: Picture Point
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Florian Krüger: Spieler des Spiels

Nach dem Seitenwechsel war dann Aue am Zug. Angeführt vom agilen Florian Krüger, der das 1:0 von John Patrick Strauß (60.) und das 2:0 von Pascal Testroet (63.) nach starken Sprints über links auflegte, kamen die Veilchen verdient auf die Siegerstraße. Das 3:0 von Tom Baumgart setzte schließlich das i-Tüpfelchen auf den äußerst gelungen Veilchen-Nachmittag.

Tabellenführer bis Sonntag

Das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können, doch bei einem Testroet-Tor wurde im Nachhinein auf Abseits entschieden, was mehr als zweifelhaft war. Zudem setzte Krüger einen schönen Abschluss kurz vor Schluss nur an die Latte. In der Tabelle haben die Veilchen durch den Sieg den Spitzenplatz erklommen - zumindest bis zu den Sonntagsspielen. Würzburg steht am Tabellenende. Am nächsten Freitag hat Aue Greuther Fürth zu Gast. Anpfiff ist 18:30 Uhr.

Trainerstimmen

Dirk Schuster (Aue): "Ich denke, dass wir in der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes und verbissenes Spiel gesehen haben. Nach 30 Minuten haben wir nicht mehr so aktiv verteidigt wie zu Beginn, sodass die Kickers besser ins Spiel gekommen sind und wir bei tief gespielten Bällen Probleme hatten. Da hätten die Kickers durchaus die Möglichkeit gehabt, in Führung zu gehen. In der Pause haben wir uns noch mal neu sortiert und ein bisschen umgestellt. Es freut mich natürlich, dass wir nach einer sehr unruhigen Woche den Punktspielstart positiv gestalten und auch noch das dritte Tor nachlegen konnten. Und das gegen eine Würzburger Mannschaft, die uns trotzdem alles abverlangt hat und ein ebenbürtiger Gegner war. Wir mussten alles in die Partie investieren, um hier siegreich nach Hause fahren zu können."

Michael Schiele (Würzburg): "Ich hatte das Gefühl in der ersten Halbzeit, dass ich eine Mannschaft auf dem Platz hatte, die ein Tor machen kann. Wir haben gut hinten rausgespielt und hatten gute Möglichkeiten. So wollten wir auch in der zweiten Halbzeit weitermachen, aber da haben wir einen Schritt weniger gemacht und standen nicht mehr so kompakt wie in der ersten Halbzeit. Aue ist dann viel besser ins Spiel gekommen und war vorne sehr präsent. Das erste Tor war gut rausgespielt, das zweite und dritte aber naiv verteidigt. Da müssen wir lernen, über 90 Minuten wach zu sein."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 19. September 2020 | 16:30 Uhr

29 Kommentare

Schachter vor 5 Wochen

Unerwartete Auswärtssiege sind besonders schön. Die Mannschaft ist ligatauglich, wenn sie alles, was sie kann, auf den Platz bringt. Fehlen ein paar (Kopf-)Prozente können wir auch gegen jeden verlieren.
Ein guter Anfang - es sind aber mindestens noch 37 Punkte notwendig.
Ich hoffe, dass Jan H. noch in Form kommt. Er ist auf JEDER offensiven Position (in Topform) ein Leistungsträger. Man sah aber schon gegen Ulm und Dresden, dass das noch nicht der Fall ist. Wird noch!
Schönes WE noch an alle Anhänger hiesiger Vereine.
Glück auf!

Hubert vor 5 Wochen

Hallo Reisender, ich sehe das genauso wie Du, ich hatte mich auch gefreut, als Aue gewonnen hatte, siehe meinen Kommentar.
Aus Wut stampfen ???, vollkommen unklar!
Dynamische Grüße und noch einen stampffreien Sonntag.

Reisender vor 5 Wochen

Du , ich glaube, die 2 meinen das wirklich ernst, aber denen kann man eben doch nicht mehr helfen.
Ich hab mich für den Schacht gefreut.
Ohne Stampfen uä, da tun einem im Alter immer so die Knie danach weh.
Dynamische Grüße