Fußball | 2. Bundesliga FCE-Präsident Leonhardt: "Historisches" Ereignis für Aue

Große Erleichterung beim FC Erzgebirge Aue. Der Zweitligist darf dank eines Hygienekonzepts ab sofort wieder vor Zuschauern spielen. Ein "historischer" Tag für den Verein, wie Aues Präsident Helge Leonhardt hervorhob. Gleichzeitig setzen die "Veilchen" ein bedeutendes Signal für die Öffentlichkeit.

Zwei Männer bei einer Pressekonferenz 26 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sichtlich bewegt verkündete Aues Boss Helge Leonhardt am Mittwoch (2. September) die positiven Nachrichten. "Wir haben heute die Genehmigung bekommen, wieder mit Teilzuschauern zu spielen." Bereits zum ersten Saisonspiel am 25. September gegen die SpVgg Greuther Fürth kann der Zweitligist somit 4.411 Zuschauer im Erzgebirgsstadion begrüßen. Ein entsprechendes Hygienekonzept hatte das zuständige Landratsamt zuvor bestätigt.

"Haben den Mut, die Kreisläufe weiter zu öffnen"

Die Entscheidung sei ein starkes Signal für die Öffentlichkeit, betonte Leonhardt: "Wir gehen als Sachsen in dieser schwierigen Zeit voran und haben den Mut, die Kreisläufe weiter zu öffnen." Von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie war und ist auch der FCE nicht verschont geblieben. Nicht umsonst bezeichnete der 61-jährige Unternehmer die Nachricht als ein "historisches" Ereignis für den Klub, einen "moralischer Sieg mit positiven materiellen Auswirkungen."

Präsident Helge Leonhardt (FC Erzgebirge Aue) gibt Anweisungen
Erzgebirge Aues Präsident Helge Leonhardt gibt die Richtung vor. (Archiv) Bildrechte: IMAGO

Aues Geschäftsführer Michael Voigt schloss sich dem Urteil an. "Das ist ein bedeutender Tag für uns alle, Licht am Ende des Tunnels. Wir wollten gemeinsam Lösungen finden, um gesund durch die Situation zu kommen. Die letzten Wochen waren stressig. Aber nach so einem Ergebnis heute, weiß man, wofür man die Arbeit macht."

Spezielle Auflagen - Probedurchlauf am Samstag

Das Hygienekonzept beinhaltet spezielle Auflagen. Demnach dürfen nur Sitzplätze im Erzgebirgsstadion genutzt werden. Weiterhin wurde dem Verein die Sicherstellung der Einhaltung der Mindestabstände von 1,50 Metern, separate Ein- und Ausgänge zu den Fanblöcken, ein generelles Alkoholverbot und die datenschutzkonforme Kontaktnachverfolgung auferlegt. Die Bestätigung des Hygienekonzeptes gilt laut dem Landratsamt bis auf Widerruf. Im Vorfeld wird es zudem eine Art Probedurchlauf geben. Am Samstag (5. September) spielt die Staatskapelle Sachsen anlässlich des 30. Jahrestags der Wiedergründung des Freistaats im Erzgebirgsstadion.

---
red/dpa

Videos und Audios zur 2. Fußball-Bundesliga

Brücke mit der Schrift Willkommen im Schacht
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alle anzeigen (76)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Sportblock | 02. September 2020 | 18:00 Uhr

2 Kommentare

Nur Wismut Aue vor 6 Wochen

Sehr gute Entscheidung und längst überfällig. Die Infektionszahlen von "Corona" sind im ERZ-Kreis/Sachsen nicht der Rede wert. Man könnte auch mindestens 8000 reinlassen. Und Wettbewerbsverzerrung sehe ich überhaupt nicht. In NRW und Bayern gibt es nunmal eine andere Bevölkerungsstruktur und andere Zahlen. Dafür können wir ja nun nichts. Dort sitzen doch auch die großen Firmen mit viel Geld und bei uns nicht. Da spricht doch auch keiner von Wettbewerbsverzerrung. Also alles gut und der absolut richtige Schritt. Ich freu mich, dass es endlich wieder los geht.

Heinz K. vor 6 Wochen

Finde es gut, dass man vernünftige Versuche unternimmt , auch bei Sportveranstaltungen langsam wieder zur Normalität zurückzukehren. Ich hoffe für alle, dass es nicht bei diesem einen Versuch bleibt. Nur, befürchte ich , werden die bereits leise zu hörenden Klagen wegen angeblicher Wettbewerbsverzerrung lauter und dann wahrscheinlich auch beim DFB/ DFL Gehör finden. Die Herren Watzke und Lautenbach ( SPD Gesundheitsguru) haben ja schon Bedenken geäußert. Und es werden nicht die letzten sein.
Interessant ist nur, dass sich diese Herren beim Re - Start im Frühjahr über unterschiedliche Voraussetzungen innerhalb der Ligen ( welche von der Politik beschert worden ) nicht geäußert haben.