Fußball | 2. Bundesliga Corona-Krise: FCE-Boss Leonhardt sieht Fußball am Scheideweg

Der Coronavirus hat die Sportwelt weiter fest im Griff. Helge Leonhardt, Präsident von Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue, beobachtet die Entwicklung mit Argusaugen und sieht den Fußball am Scheideweg, verrät der Clubchef im MDR-Interview.

Helge Leonhardt, Präsident FC Erzgebirge Aue
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Sein Verein im Erzgebirge ist aktuell selbst von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. So wurden für das Heimspiel gegen Heidenheim (2:1) lediglich 500 Zuschauer zugelassen, obwohl der FCE ein Hygienekonzept für 4.411 Fans erarbeitet hatte. Weitere Entwicklungen der Pandemie sind nicht vorhersehbar. Entsprechende Sorgen macht sich Leonhardt um den Fußball.

"Wir müssen nachdenken, was wir zukünftig machen. Ich sehe den Profifußball, der nicht in eine Nische abrutschen darf, wo man sagt, es interessiert uns vielleicht nicht mehr oder noch wichtiger, er ist dann nicht mehr bezahlbar", erklärt Leonhardt, der Erzgebirge Aue im Gegensatz zum globalen Fußball gut aufgestellt sieht.

Vorschaubild Helge Leonhardt 2 min
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"Stehen vor gewaltigen Aufgaben"

"Wir sind ja eh gestählt vom Verein her und von der Herkunft her und auch von der Ausrichtung her, aber wenn ich mir Europa anschaue, wenn ich mir die FIFA anschaue, die UEFA, die Landesverbände. Also da muss was passieren, da müssen Lösungen her, die mit Intelligenz und Weitsicht gepaart sind und nicht von Spontanität. Das muss politisch durchgefochten werden und natürlich auch wirtschaftlich, wir stehen vor gewaltigen Aufgaben, denke ich."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 18. Oktober 2020 | 21:45 Uhr