Rettungstat von Darmstadts Romain Bregerie
Bildrechte: imago/Jan Huebner

Fußball | 2. Bundesliga DFB-Sportgericht weist Aue-Einspruch ab

Der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue ist vor dem Sportgericht des DFB gescheitert. Der Verein hatte gegen eine Niederlage und das Abrutschen auf den Relegationsplatz protestiert.

Rettungstat von Darmstadts Romain Bregerie
Bildrechte: imago/Jan Huebner

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Einspruch des Zweitligisten Erzgebirge Aue gegen die Wertung des Spiels am vergangenen Sonntag bei Darmstadt 98 (0:1) wie erwartet abgewiesen. Aue hatte den Einspruch mit "drei eklatanten Fehlentscheidungen durch das Schiedsrichterteam unter der Leitung von Sören Storks" begründet und zumindest den Verdacht einer Spielmanipulation angedeutet.

"Unanfechtbare Tatsachenentscheidung"

"Die Entscheidungen des Schiedsrichters sind als unanfechtbare Tatsachenentscheidungen zu werten. Zudem ist der Verdacht einer vorsätzlichen Spielmanipulation aus der Luft gegriffen und nicht ansatzweise nachgewiesen", sagte der Sportgerichts-Vorsitzende Hans E. Lorenz.

Keine Auffälligkeiten bei Wetten

Der vom DFB beauftragte Dienstleister "Sportradar" hatte mitgeteilt, dass nach Analyse des nationalen und internationalen Marktes keine Auffälligkeiten bei Wetten auf die Zweitliga-Partie festgestellt werden konnten. Somit muss Aue an diesem Freitag beim KSC und am kommenden Dienstag daheim in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen.

Drei Fehlentsheidungen des Schiedsrichters

Als Grund für den Widerspruch hatten die Erzgebirger drei eklatante Fehlentscheidungen durch das Schiedsrichterteam unter der Leitung von Sören Storks angegeben. Die Sachsen hatten ihren Einspruch damit begründet, dass das Nicht-Anerkennen eines eigentlich regulären Tores in der 4. Minute einen Regelverstoß des Schiedsrichters darstelle. Storks hatte übersehen, dass Calogero Rizzutos Schuss erst deutlich hinter der Torlinie geklärt wurde.

Außerdem verweigerte der Unparteiische den Gästen wohl einen klaren Handelfmeter sowie einen Foulelfmeter. Bei einem Sieg von Aue hätten auch die Darmstädter absteigen oder auf den Relegationsplatz fallen können. Aus Sicht des Vereins drängte sich zumindest der Verdacht einer Spielmanipulation auf.

Ermittlungen gegen Aue-Präsident Leonhardt

Aktuell laufen noch Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses gegen Aues Vereinspräsidenten Helge Leonhardt "wegen verschiedener Äußerungen". Er hatte davon gesprochen, dass sein Verein verschaukelt worden sei und er nicht wisse, "ob fahrlässig oder vorsätzlich". DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich hatte diese Vorwürfe vehement zurückgewiesen. Das Spiel sei aus Schiedsrichtersicht nicht gut gelaufen. Aber Fehler könnten passieren und seien menschlich.

dpa/sid

Zuletzt aktualisiert: 16. Mai 2018, 15:47 Uhr

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39 Kommentare

16.05.2018 22:14 Kontraproduktiv... 39

Die ganze Diskussion wird nur dafür sorgen das Aue die Relegation verliert...

16.05.2018 20:56 Guido 38

Für Meinungen wie "wer es an 34 Spieltagen nicht geschafft hat ..." habe ich kein Verständnis, da es letztendlich egal ist, ob Aue den rettenden 41. Punkt am 29., 32. oder 34. Spieltag holt.

Wenn man bedenkt, dass zwischen dem 10. und dem 17. Tabellenplatz in der Abschlusstabelle lediglich vier Punkte Unterschied liegen, hat der nicht gegebene Treffer schon gravierende Auswirkungen.

16.05.2018 20:29 Glück auf 37

Hier jammert oder nörgelt keiner!! Hier setzt sich einfach David gegen Goliath zur Wehr. Im Gegensatz zu anderen Vereinen wird in Aue mit wenig Geld viel gemacht. Selbstverständlich kann ich die Leute mit blau weißer /rotweißer Unmutsbrille verstehen. Nur Schadenfreude ist hier fehl am Platz... Und den Kollegen die der Meinung sind wir hätten doch einfach mehr Punkte sammeln sollen sei gesagt, 40 Punkte - 4 Spiele mit offensichtlichen Benachteiligungen wäre ja fast der Aufstieg in BL 1. gewesen. Und das wäre dann doch etwas vermessen... Aber ohne Wenn und Aber, wir werden die Reli gegen den KSC bestehen. Und das ist so sicher wie die erlebte Schummelei in Liga 2. Glück auf!!!

16.05.2018 19:46 Isso 36

Urteil war zu erwarten....
wenn man es an 34 Spieltagen nicht schafft, sich von den unteren Rängen zu distanzieren sollte man die Fehler (letzter Spieltag ausgenommen), nicht bei anderen suchen.jetzt heißt es A....backen zusammenkneifen und die Relegation überstehen, fertig.

16.05.2018 18:14 Is egal 35

Dieses Geningel geht ja gar nicht...steigt einfach ab, und alles ist gut. Euch braucht hier eh keiner ;-)

16.05.2018 17:03 Hans 34

Los jetzt, Aue! Es wird schwer, aber ihr könnt das schaffen!! Das Urteil war zu erwarten, denn sonst würden sich die Spielpläne total verschieben.

16.05.2018 17:01 Daniel 33

Ich glaube es geht nicht nur um das Spiel. Aue wurde die letzten Spieltage ( außer gegen Dynamo) betrogen. Ich sage nur Abseitstore. Desweiteren, bei dem letzten Abstieg wurde beim Spiel Aue - Lautern, Aue ein 11 Meter verwehrt. Der erst gepfiffen wurde und dann aufgrund eines Reporters im Stadion, der den Schiri darauf hingewiesen hat das es keiner war, zurück genommen.
Ich Danke allen Fans hier und in anderen Foren die trotz Rivalität eine ehrliche Antwort geben und Aue recht geben. Allein mir fehlt jetzt der glaube das Aue mit diesen „ neutralen „ Schiedsrichtern gegen den KSC gewinnt. Aber vielleicht lassen die Schiris mal Gnade vor Recht ergehen wenn Aue mal das Siegtor gegen den KSC per Hand oder aus einer klaren Abseitsposition schießt. Aber dann rasten wieder die KSC Fans aus. ( zurecht ) wir werden sehen.

16.05.2018 16:33 einfach ein Fußballfan 32

zumindest ist der Osten bei Stadienneubau(Dresden,Aue,Chemnitz,Zwickau.Erfurt,Magdeburg,Halle,Rostocku.s.w.nicht benachteiligt wurden.
Das sieht man im Vergleich zu Essen,Saarbrücken,Darmstadt,Kiel,u.s.w.
Ich glaube auch kein Landkreis in Dt.(außer Erzgebirge) bezahlt ein Stadion. Die heutige PK in Aue war sehr sachlich,auf alle Fälle besser ,wie einige hysterische Beiträge im Forum.Viel Erfolg-- Aue bleibt in Liga 2

16.05.2018 16:32 Unikum"Z" 31

Leute im Schacht, euer Unmut ist verständlich, keine Frage, aber man verliert die eventuelle Ligazugehörigkeit nicht erst am letzten Spieltag. Was glaubt ihr wieviel Mist von den Schiris in Liga 3 gepfiffen wird. Das geht wirklich unter die Gürtellinie. Ein Großteil der SR in der zweiten und dritten Liga sind nicht wegen ihrer Leistung dort, sondern weil sie den SR-Chefs in den A.... gekrochen sind. Aber der DFB wird auch eueren zweiten Einspruch wegen Tatsachenentscheidung des SR wieder abweisen. Freuen wir uns also auf zwei packende aber friedliche Derbys in der neuen Saison in Liga 3.

16.05.2018 16:09 Logo 30

Man hatte die ganze Saison Zeit, um einen besseren Tabellenplatz zu erreichen und um sich die Relegation zu ersparen!
Doch mit dieser Spielweise und Qualität der Mannschaft gehört man nicht in die 2. Bundeslida!!!