Fußball | 2. Bundesliga Dynamo Dresden: Probespieler Mickels erleidet Muskelfaserriss

Dynamo Dresdens Probespieler Joy-Lance Mickels hat sich beim Testspiel in Zwickau einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Der Ex-Nordhäuser hat damit keine Chance mehr auf eine kurzfristige SGD-Verpflichtung.

Joy-Lance Mickels
Bildrechte: Roger Petzsche/Picture Point

Bittere Nachricht für Joy-Lance Mickels: Der Probespieler von Zweitligist Dynamo Dresden hat sich während des Dresdner 1:0-Testspielsieges am Donnerstagabend beim FSV Zwickau einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen. Das hatte zunächst Dynamos Co-Trainer Heiko Scholz am Freitnachmittag (10. Januar) auf Nachfrage von "MDR Sport im Osten" bestätigt.

Scholz: "Tut mir total leid für ihn"

Mickels verpasst nicht nur das Trainingslager der SGD im spanischen Mijas (12. bis 20. Januar), sondern hat einstweilen keine Zukunft in der sächsischen Landeshauptstadt. "Aufgrund der Verletzung brauchen wir vorerst nicht ernsthaft über eine Verpflichtung des Spielers nachdenken. Für seinen Heilungsprozess und den weiteren Weg wünschen wir ihm aber natürlich alles erdenklich Gute. Wir werden ihn im Auge behalten", ließ sich Cheftrainer Markus Kauczinski wenig später in einer Pressemitteilung des Klubs zitieren.

Trainer Heiko Scholz (Wacker) und Joy Lance Mickels (10, Wacker)
Joy-Lance Mickels mit seinem ehemaligen Wacker-Trainer Heiko Scholz, der nun Co-Trainer bei Dynamo Dresden ist. Bildrechte: imago images / Picture Point LE

"Das ist für den Jungen echt das Beschissenste, was passieren konnte. Das tut mir total leid für ihn. Er hat im Training einen wirklich ordentlichen Eindruck hinterlassen", sagte Scholz. Der 25-jährige Angreifer hatte zuletzt seinen Vertrag beim insolventen Regionalligisten Wacker Nordhausen aufgelöst und trainierte in dieser Woche bei den Schwarz-Gelben auf Probe mit. Die Verletzung geschah "in seiner letzten Aktion" (O-Ton Scholz) ohne Fremdeinwirkung. Mickels, der in Zwickau die gesamte zweite Halbzeit auflief, wird nun mindestens zwei bis drei Wochen ausfallen.

Fünf Saisontore in zehn Liga-Spielen

Heiko Scholz kennt Mickels bestens. Der Fußballlehrer war bis Anfang Dezember 2019 noch Cheftrainer in Nordhausen, wechselte dann aber nach der Entlassung von Cristian Fiel in Dresden zunächst als Interimstrainer zu den Schwarz-Gelben und wurde nach Kauczinskis Verpflichtung dessen Co-Trainer.

Mickels kam in der aktuellen Saison bei Nordhausen in zehn Ligaspielen (fünf Tore) und in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Erzgebirge Aue (1:4) zum Einsatz. Vor seinem Wechsel zu den Tühringern war er bei Alemannia Aachen, FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach aktiv.

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mhe

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 10. Januar 2020 | 16:40 Uhr

8 Kommentare

Bockwurst-Willi vor 25 Wochen

War gestern noch nicht ganz fertig mit meiner Ausführung. Dynamo hat nun "Hut ab" zwei Co-Trainer. Warum eigentlich nicht gleich 20, für jeden Spieler einen, dazu noch einmal 20 Dolmetscher. Wäre für alle Beteiligten immer ein schöner Trainigsabschluß wenn man sich nach "Feierabend" zum Bierchen treffen würde, gegen Entgeld liefere ich sogar noch Bockwurst zum Verzehr. Aber Spaß beiseite.
War es richtig Heiko Scholz als Interimstrainer überhaupt wieder nach Dresden zu holen, obwohl man wusste, das der neue Trainer meißtens seinen Ex-Co mitbringt. Da wird wieder einmal soviel Geld verpulvert für nichts, aber für ordentliche Spieler ist wieder Geiz ist geil angesagt. Minge, es reicht, bitte geh und deinen Scholz kannste gleich mitnehmen.

Bockwurst-Willi vor 25 Wochen

Es ist schon erstaunlich was Dynamo da wieder mit Mickels gezaubert hat.
Es hieß am Ende der verkorksten 1. Hinrunde, wir brauchen Spieler die uns SOFORT weiterhelfen können. Und dann holt man sich Probespieler aus dem Niemandsland.

seikilos vor 25 Wochen

Der einzige Deutsche Meister in Dresden war der DSC. Da sollte sich Dünamo mal ein Beispiel nehmen

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