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Bildrechte: IMAGO / Dennis Hetzschold

Fußball | 2. BundesligaDynamo-Sportchef Becker: "Am Ende musst Du versetzt werden"

Stand: 03. Mai 2022, 20:12 Uhr

Vor den beiden letzten Liga-Partien und der anstehenden Relegation hat Ralf Becker, Sportchef von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden, über seine Zukunft und die entscheidenden Partien gesprochen. Wichtig sei nur eines.

Trotz der seit 15 Spielen anhaltenden Sieglos-Serie will Dynamo Dresdens Sportchef Ralf Becker seinen Job behalten. "Ich bin nach wie vor sehr gerne hier und die Arbeit macht mir Spaß", erklärte der 51-Jährige am Dienstag. An jenem Vorhaben würde auch ein Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga nichts ändern.

Beckers Vertrag würde bei Abstieg auslaufen

Als Becker die sportliche Führung des sächsischen Traditionsvereins im Sommer 2020 übernommen hatte, war die SGD gerade aus der 2. Liga abgestiegen. Nach dem direkten Wiederaufstieg einigten sich beide Seiten auf ein Vertragsverlängerung bis 2025. Diese gilt - Stand heute - jedoch nur in der 1. und 2. Bundesliga. Er selbst habe diesen Weg vorgeschlagen um den ambitionierten Zielen des Vereins gerecht zu werden, sagte Becker.

Im MDR präzisierte er: "Grundsätzlich wollte ich das hier optimistisch angehen, um auch dem Verein die Möglichkeit zu geben, meine Arbeit zu bewerten. Was ist mit Ralf Becker? Es kommt ja auch öfters vor bei einem Abstieg, dass der Trainer oder Sportdirektor entlassen wird, und dann hat man einen Vertrag an der Backe. Wir sind hier einen anderen Weg gegangen. Wir hatten einen Austausch, der Verein will grundsätzlich mit mir weitermachen, ich fühle mich hier wohl, und jetzt schauen wir mal, was die nächsten Tage passiert."

Becker: Eineinhalb Jahre lief es gut

Der Aufsichtsrat, das höchste Gremium im Club, habe im Falle des Scheiterns die Möglichkeit "zu entscheiden, wie er damit umgehen möchte", so Becker, der zuvor beim Hamburger SV und Holstein Kiel gearbeitet hatte. "Ich bin jetzt knapp zwei Jahre hier. Im ersten Jahr hatten wir das große Ziel aufzusteigen. Das haben wir geschafft. Am Ende der Vorrunde dieser Saison haben den elften Tabellenplatz belegt, alle sehr zufrieden", bilanzierte er die ersten eineinhalb Jahre.

Sportgeschäftsführer Ralf Becker (re.) und Trainer Guerino Capretti Bildrechte: IMAGO / Hentschel

Mit Trainer Capretti soll es in die Zukunft gehen

Doch dann kam der Einbruch, es folgten sechs Monate ohne Sieg. Das große Vorhaben, auch in der kommenden Saison noch in der 2. Liga zu spielen, habe man immer noch in der eigenen Hand. "Wenn wir dieses Ziel in drei Wochen erreicht haben, waren es zwei erfolgreiche Jahre. Und dann sehen wir weiter", erklärte Dresdens Sportgeschäftsführer.

Mit Trainer Guerino Capretti, dessen Arbeit er sehr schätzt, möchte Becker im kommenden Jahr zusammenarbeiten. Aber auch dessen Vertrag bis 2024 gilt nur für die 2. Liga. "Jetzt wird erst einmal das eine geklärt, dann das andere", sagte der Sportchef. In der bevorstehenden Abstiegsrelegation geht es am 20. und 24. Mai gegen den Drittplatzierten der 3. Liga. Mit Eintracht Braunschweig, dem 1. FC Kaiserslautern oder 1860 München warten, wie Dynamo selbst, große Traditionsklubs.

"Keine Sensation, wo wir stehen"

Aktionismus verbiete sich vor diesen K.o.-Duellen, dazu sei die Zeit zwischen dem letzten Zweitliga-Spieltag und der Relegation zu kurz: "Wichtig ist, jetzt nicht in Panik zu verfallen, weil es auch keine Super-Sensation ist, dass wir da stehen, wo wir stehen. Am Ende musst Du versetzt werden."

Dynamo-Verletztenliste lichtet sich

Besserung verspricht die personelle Situation: Ersatzkeeper Anton Mitryushkin kann nach Corona ebenso wieder mittrainieren wie Offensivmann Panagiotis Vlachodimos (Kreuzbandriss). Rechtsverteidiger Robin Becker ist von einer Verletzung am Oberschenkel genesen, Winterneuzugang Adrian Fein hat seine Beschwerden in der Oberschenkelmuskulator überwunden. Noch offen ist die Rückkehr von Ex-Kapitän Sebastian Mai, der an einer Muskelverletzung an der Wade laboriert.

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dpa/cke

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 07. Mai 2022 | 14:00 Uhr

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