Fußball | 2. Bundesliga Dynamo Dresden wartet weiterhin auf ersten Sieg am Millerntor

15. Spieltag

Dynamo Dresden hat sich am Samstag (01.12.2018) im Auswärtsspiel mit 1:1 vom FC St. Pauli getrennt. Das Team von SGD-Trainer Maik Walpurgis meldete sich nach einem Rückstand noch zurück. Allerdings warten die Sachsen weiterhin auf eine Premiere. Auch im achten Anlauf gelang kein Sieg am Millerntor.

von Maria Köhler

Wenige Chancen in der ersten Hälfte - Sobota im Abseits

Dresden, das mit vier Veränderungen in der Startelf angetreten war, zeigte in der ersten Hälfte mehr Offensivaktionen. Mehr als zwei Torschüsse sprangen nicht heraus. Oft landeten lange Bälle im Tor- oder Seitenaus. In einem insgesamt schwachen ersten Abschnitt war Baris Atik quirlig und an vielen Aktionen beteiligt.

Vom FC St. Pauli kam im ersten Durchgang zu wenig. Wenn die Hausherren einmal angriffen, dann oft über Ryo Miyaichi. Der FC St. Pauli brachte Dynamo-Schlussmann Markus Schubert allerdings nicht in Bedrängnis. Einmal lag der Ball trotzdem im SGD-Tor, doch Waldemar Sobota stand beim Zuspiel knapp im Abseits.

FC St. Pauli gegen Dynamo Dresden in Bildern

Jeremy Dudziak (Nr. 8, FC St. Pauli) gegen Moussa Koné (Nr. 14, SG Dynamo Dresden)
Dynamo Dresden startet beim FC St. Pauli mit vier Veränderungen in der Startelf. Gesetzt ist Moussa Koné (li.), der bei zwölf der 19 Dresdner Tore direkt beteiligt war. Bildrechte: imago/Beautiful Sports
St. Pauli - Dynamo Dresden
Neu dabei ist Aias Aosman, der für Patrick Ebert in die Startformation rückt. Eine Überraschung, den Ebert traf gegen Ingolstadt vom Punkt und bereitete das 2:0 mit einem Traumpass vor. Bildrechte: imago/Nordphoto
Christopher Avevor (Nr. 6, FC St. Pauli) gegen Moussa Konä (Nr. 14, SG Dynamo Dresden
Koné (hier gegen Christopher Avevor) und Co. können mit einem Sieg sogar am Gegner vorbeiziehen. Allerdings lässt der FC St. Pauli nur wenig zu. Bildrechte: imago/Beautiful Sports
Ersin Zehir (Nr. 31, FC St. Pauli) gegen Baris Atik (Nr. 28, SG Dynamo Dresden)
Dynamos Baris Atik (re.) ist quirlig. Ersin Zehir und seine Kollegen versuchen ihn mit Zweikampfhärte zu stoppen. Bildrechte: imago/Beautiful Sports
Jeremy Dudziak (Nr. 8, FC St. Pauli) bejubelt das 1:0
Nach der Pause schießt Jeremy Dudziak den FC St. Pauli in Führung. Nach einem abgeprallten Schuss landet der Ball beim gebürtigen Hamburger, der übrigens 2014 mit der deutschen U19 Europameister wurde. Bildrechte: imago/Beautiful Sports
Philip Heise im Zweikampf gegen Sami Allagui.
Weitere gefährliche Torschüsse gibt es durch den FC St. Pauli aber nicht. Sami Allagui (li., hier mit Philip Heise) steht oft im Abseits. Bildrechte: imago/osnapix
Jeremy Dudziak (Nr. 8, FC St. Pauli) gegen Moussa Koné (Nr. 14, SG Dynamo Dresden)
Dynamo Dresden startet beim FC St. Pauli mit vier Veränderungen in der Startelf. Gesetzt ist Moussa Koné (li.), der bei zwölf der 19 Dresdner Tore direkt beteiligt war. Bildrechte: imago/Beautiful Sports
Patrick Ebert im Zweikampf gegen Daniel Buballa (Pauli)
Danach reagiert SGD-Trainer Maik Walpurgis eine Weile nicht. Er bringt Patrick Ebert (Foto) in der 71. Minute. Zuletzt hat sich Ebert stark präsentiert. Bildrechte: imago/osnapix
Hamburgs Torwart Robin Himmelmann (r) kann das Tor zum 1:1 durch Dresdens Jannik Müller (2.v.r.) nicht verhindern
Jannik Müller gelingt nach einer Ecke noch der 1:1-Ausgleich, in der 86. Minute. Bildrechte: dpa
Markus Kauczinski
Für das Team von Markus Kauczinski ist es das dritte 1:1 in Folge. Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. Dezember 2018 | 16:30 Uhr Bildrechte: imago/Nordphoto
Trainer Maik Walpurgis (Dresden)
Für die SGD von Trainer Maik Walpurgis geht es am zweiten Advent gegen Holstein Kiel. Bildrechte: imago/Nordphoto
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FC St. Pauli schlägt durch Dudziak zu - Müller gleicht aus

Die lange recht harmlose Offensive des FC St. Pauli schlug nach der Pause zu. Kapitän Sami Allagui kam zunächst mit seinem Schussversuch nicht durch. Der Ball prallte ab und landete bei Jeremy Dudziak, der aus etwa zwölf Metern das 1:0 erzielte (47.). Danach machte die Dynamo-Abseitsfalle Allagui und Co. weiterhin das Leben schwer.

Jeremy Dudziak (Nr. 8, FC St. Pauli) bejubelt das 1:0
Bildrechte: imago/Beautiful Sports

Die "Schwarz-Gelben" fanden gegen zwei Viererketten beim Gegner zunächst auch nicht die richtigen Mittel. Nach einem Eckball glückte den Sachsen aber der späte Ausgleich. Nach einer Kopfballverlängerung köpfte Jannik Müller die Kugel zum 1:1 ins Tor (86.).

Hamburgs Torwart Robin Himmelmann (r) kann das Tor zum 1:1 durch Dresdens Jannik Müller (2.v.r.) nicht verhindern
Jannik Müller sichert Dynamo einen Punkt. Bildrechte: dpa

Das sagten die Trainer

Maik Walpurgis (Dresden): "Das Spiel fühlte sich aufgrund des Stimmungsboykotts in der ersten Halbzeit komisch an. Beide Teams waren davon irritiert. Ich hoffe, dass wir das nicht allzu oft erleben müssen. Wir können mit dem 1:1 gut leben. In der zweiten Halbzeit wurden wir eiskalt erwischt. Da war es dann schwer zurückzukommen. Aber das hat die Mannschaft hervorragend gemacht."

Markus Kauczinski (Hamburg): "Die erste Halbzeit ist irgendwie an uns vorbeigelaufen. Aber mit der zweiten Halbzeit waren wir sofort da. Nach der Führung haben wir allerdings für zu wenig Entlastung gesorgt. Auch wenn das 1:1 am Ende gerecht war, müssen wir es trotzdem lernen, so etwas durchzuspielen. Das ist der Weg, den wir vor uns haben."

Aktuelle Berichte zur 2. Fußball-Bundesliga

Trainer Maik Walpurgis (SGD)
Bildrechte: imago/DeFodi

In der vergangenen Zweitliga-Saison hat die SG Dynamo Dresden gleich beide Partien gegen Holstein Kiel verloren. SGD-Trainer Maik Walpurgis sagte: "Es ist eine der besten Mannschaften in dieser Liga."

MDR AKTUELL So 09.12.2018 09:41Uhr 01:20 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. Dezember 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. Dezember 2018, 19:57 Uhr

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40 Kommentare

03.12.2018 18:36 Schiedsrichter 40

Wenn bei Ebi die Puste nur für 65 min reicht ok aber da fürn wir vielleicht nach 65 min würde mal sagen das der Trainer da mit einen blauen Auge davon gekommen ist

03.12.2018 14:26 nochsoeiner 39

Nicht nur dass hier mal wieder durch einige User zutiefst asoziales Verhalten relativiert wird, es findet sich auch kein Wort im MDR-Beitrag zu den Vorfällen. Was nicht wirklich überrascht. Schon in der gestrigen Sendung ging der Moderator möglichst schnell und mit leiser Stimme über die Schattenseite des Lieblingsvereins hinweg. Aber vermutlich ist es nicht weiter erwähnenswert, wenn ein Fan, der gerade reanimiert wurde, durch Dresdner noch beworfen wird.

[Guten Tag nochsoeiner. Einen Artikel zum Verhalten der Fans finden Sie hier: https://www.mdr.de/sport/fussball_2bl/dynamo-dresdens-zuschauer-machen-stimmung-gegen-frauen-100.html Freundliche Grüße aus der MDR.de-Redaktion]

03.12.2018 11:13 Rino 38

Auswärts einen Punkt holen und zu Hause gewinnen … so ist man oben mit dabei. Die Aufstellung hat mir gefallen. So der Banner witzig sein sollte, wäre eine Erklärung angebracht gewesen. Die Aussage ist er einfach nur flach. Wie man auf das schmale Brett kommt, Becher zu werfen, bewegt sich weit außerhalb meiner Vorstellung. Das ist einfach asozial. Ein Thema, welches mich auch bei Heimspielen maßlos stört. Wer so etwas tut, sollt sich vorstellen, er sitzt im Büro, oder steht an der Werkbank und aus dem Nichts kommt jemand und bewirft ihn mit Bierbechern und Feuerzeugen. Bei solchen Menschen weiß man gar nicht wo man anfangen soll, da es an so vielem mangelt. Scheinbar wurde die Kinderstube in Überschallgeschwindigkeit überbrückt. Gerade bei Ecken sollte es doch möglich sein, Kameras auf das Publikum zu richten und die Täter direkt rauszugreifen. 500 Euro Strafe und bei Wiederholung das Fünffache usw.. Das Problem wäre schnell gelöst.

03.12.2018 08:54 BSG 37

Da hat die Herde aus Pegida City wieder mal gezeigt für was Sie gut ist.
Passt zu den Kosmonauten aus dem Sojus.

02.12.2018 19:26 Dynamo-Fanarmy 36

ich weiß nicht , warum man sich wieder über die Plakate aufregt und beim MDR gar von ,, Frauenfeindlich ,, schreibt. Aber so sind wir Deutschen , man regt sich über alles auf und wundert sich , wenn man mit 50 stirbt . ich fands geil , weiter so . Grüße an HSV-Absteiger , dem Verein mit den meisten Schulten

02.12.2018 18:37 wicky 67 35

Wenn 3000 leidenschaftliche Fußballfans früh um 4Uhr aufstehen, & mehr als 120€ ausgeben, um ein Auswärts-Spiel ihrer Lieblinge im 600 Km entfernten Hamburg anzuschauen, so zeugt dies von einer unvorstellbaren Liebe zu ihrem Verein! Wenn davon 10-20 Leute dabei sind, die dann dort sanitäre Einrichtungen zerstören, so steht denen das vorher nicht auf der Stirn geschrieben! Sollten solche Leute dingfest gemacht werden, sollten diese natürlich den Schaden bezahlen. Wenn aber eine Hand voll Ultras ein freches Banner basteln, so haben die das bestimmt auch nicht ganz ohne Grund getan.. Die Paulianer könnten evtl früher auch schon mal die Dresdner ähnlich provoziert haben.. So etwas ist nie schön anzusehen. Aber solche Dinge passieren nunmal sehr oft in deutschen Fußball-Stadien! Es wäre also sehr ungerecht, jetzt deshalb gleich wieder alle SGD-Fans als Bösewichte hinzustellen. Prügeleien wären doch sehr viel schlimmer gewesen!!! Seh's genauso wie der SGDHarzer66!!!

02.12.2018 15:22 Stefan 34

Hinter dem Spruchband steckt sicher ne andere Geschichte als wie es den Schein hat. Bei Ultras allgemein werden diverse Vorfälle innerhalb der Szene aufs Korn genommen und sich gegenseitig auf den Arm. Sich wegen sowas zu empören zeigt wie langweilig es manchen ist. Nicht nachvollziehbar diese gekünstelte Empörung.
Was die Becherwürfe auf den Verletzten angeht ist das ne andere Kategorie. Habe aber ehrlich gesagt gar nichts davon mitbekommen. Sollte man jetzt auf sich beruhen lassen.
Sportlich war es eigentlich richtig gut der Auftritt, 1. Halbzeit zwar langweilig, Vorteile Dynamo und 3. Halbzeit auch Vorteile Dynamo und sich völlig verdient den Ausgleich erarbeitet. Man hätte auch als Sieger vom Platz gehen können. Pauli war gestern schwach.

02.12.2018 13:48 Wissender... 33

Ich lese hier nur mimimi..."Böses böses Spruchband" usw.....wem es nicht passt der soll doch zum Turnen oder Schach gehen. Es ist unglaublich was so mancher Zeitgenosse für Problemchen hat.Geht doch Plastikmüll sammeln als hier derartige Bagatellen zu thematisieren, dann tut ihr etwas sinnvolles.......

02.12.2018 12:27 Dynamokralle 32

Leider geht´s wieder mal nicht mehr um den Sport, sondern die unschönen Begleitumstände stehen im Rampenlicht. Es ist grad mal 3 Wochen her, dass im Vorfeld pauschal zu Gewalttätern abgestempelte Auswärtsfahrer einen tollen Auftritt, auch außerhalb des Stadions, gezeigt haben. Dafür gab es viel Lob. Und nun? Sind unter den Chaoten dieselben Leute, haben sie zwei völlig gegensätzliche Gesichter? Wie muss man das verstehen? Ich kann´s nicht und wäre froh, wenn es hierzu eine Aufarbeitung seitens des Vereins gäbe. Es kann nicht mehr angehen, dass solche üblen Personen ( wenn das mit den Becherwürfen stimmt, wird´s ja immer schlimmer ) wieder mal das Image dermaßen schädigen. Ich bin es leid, mich immer wieder neu rechtfertigen zu müssen, dass ich zu Dynamo stehe und habe auch keine Lust mehr, nun wieder republikweit als "Assi" dazustehen, denn dass da kaum differenziert wird, wissen wir ja. Also UD, setzt einen Selbstreinigungsprozess in Gang!

02.12.2018 12:09 SGDHarzer66 31

Mit dem einen Punkt kann und sollte man einfach mal zufrieden sein! Walpurgis macht aus meiner Sicht eine sehr gute Arbeit und er ist die Ruhe in Person, also genau der Richtige in unserem ständig nervösen Umfeld.
Zum Transparent kann man nichts mehr sagen, dennoch danke an die Auswärtsfahrer für ihre Unterstützung der Mannschaft.
Zum Bierbecherwurf auf den kollabierten Pauli-Fan sollten sich nur Personen äußern, welche dabei waren. An dieser Stelle wünsche ich ihm eine schnelle Genesung.
Abschließend kann man mit den 22 Punkten mehr als zufrieden sein, alles deutet auf einen entspannten Jahreswechsel hin...…
Grüße an Pombär, Aldi, wicky67 aus dem Harzer Land.