Maximilian Thalhammer (SSV Jahn Regensburg,li.) und Andreas Geipl (re.)) gegen Jannis Nikolaou
Viel Kampf, kein Glanz - SGD-Mittelfeldspieler Jannis Nikolaou umringt von Maximilian Thalhammer (l.) und Andreas Geipl. Bildrechte: imago/Sascha Janne

Fußball | 2. Bundesliga Dynamo kommt gegen Regensburg nicht über torloses Remis hinaus

22. Spieltag

Dynamo Dresden hat auch im vierten Spiel des Jahres einen Sieg verpasst. Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie kamen die Schwarz-Gelben vor 25.303 Zuschauern im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion nicht über ein torloses Remis gegen Jahn Regensburg hinaus. Die Gastgeber agierten über weite Strecken der Partie zu ideenlos in der Offensive - und in der besten Phase unmittelbar vor der Pause stand ihnen ein ehemaliger Dresdner im Weg.

von Maximilian Hendel und Ekki Garten (Dresden)

Maximilian Thalhammer (SSV Jahn Regensburg,li.) und Andreas Geipl (re.)) gegen Jannis Nikolaou
Viel Kampf, kein Glanz - SGD-Mittelfeldspieler Jannis Nikolaou umringt von Maximilian Thalhammer (l.) und Andreas Geipl. Bildrechte: imago/Sascha Janne

Schubert verhindert den Rückstand - Pentke in Glanzform

Einen personellen Wechsel nahm Cheftrainer Maik Walpurgis im Vergleich zur bitteren Montagabendniederlage in Hamburg vor. Florian Ballas ersetzte Sören Gonther in der Innenverteidigung der Viererkette. Der Dresdner Abwehr fehlte es anfangs jedoch an Stabilität. Sargis Adamyans eiliger Pfostenschuss - wenn auch aus geahndeter Abseitsposition - setzte früh das erste Ausrufezeichen (2.). Achim Beierlorzers griffigere, bissigere Regensburger liefen wiederholt hoch an, verhinderten dadurch ein geordnetes Dresdner Aufbauspiel. In die nächste Lücke stach Jahn-Kapitän Marco Grüttner, verzog von halbrechts aber um zwei Meter am langen Pfosten vorbei (9.).

Regensburgs Sargis Adamyan gegen mehrere Dresdner
Frühes Ausrufezeichen - Regensburgs Sargis Adamyan traf aus Abseitsposition den Pfosten. Bildrechte: imago/Matthias Rietschel

Immerhin, nachdem SGD-Keeper Markus Schubert Asger Sörensens scharfen Freistoß gut pariert hatte (14.), zeigten sich die Hausherren in Person des auffälligen, sprintgewaltigen Moussa Koné erstmals vor dem Kasten des per Fußparade abwehrenden ehemaligen Dynamo-Jugendspielers Philipp Pentke (15.). Dennoch blieb Dynamos Darbietung zunächst weiter äußerst dezent, ehe Walpurgis' Mannschaft nach Schuberts großartiger Tat gegen Adamyan (33.) endlich konsequent in die Offensive umschaltete. Allen voran Koné riss seine Kollegen mit. Der Angreifer bediente sowohl Haris Duljevic als auch Patrick Ebert mustergültig - aber beide scheiterten aus besten Positionen an Pentke (37./39.). Wie der 33-Jährige kurz darauf noch Eberts auf das rechte obere Eck gezogenen Freistoß beim Übergreifen wegfingerte, war schon gehobene Klasse (44.).

Dynamo Dresden gegen Jahn Regensburg in Bildern

Philipp Pentke (SSV Jahn Regensburg) beim Einlaufen
SSV-Keeper Philipp Pentke, ein gebürtiger Freiberger und ehemaliger SGD-Jugendspieler, begrüßt die mitgereisten Regensburger Anhänger. Er sollte noch eine bedeutende Rolle an diesm Nachmittag spielen. Bildrechte: imago/Sascha Janne
Philipp Pentke (SSV Jahn Regensburg) beim Einlaufen
SSV-Keeper Philipp Pentke, ein gebürtiger Freiberger und ehemaliger SGD-Jugendspieler, begrüßt die mitgereisten Regensburger Anhänger. Er sollte noch eine bedeutende Rolle an diesm Nachmittag spielen. Bildrechte: imago/Sascha Janne
Trainer Achim Beierlorzer
Der in Leipzig bestens bekannte Achim Beierlorzer ist seit 2017 - nach zuvor drei Jahren auf unterschiedlichen Trainerposten bei Rasenballsport - Chefcoach in Regensburg. Bildrechte: imago/Sascha Janne
K-Block kurz vor Anpfiff
Dynamos K-Block war wie immer allerbestens gefüllt - viele Höhepunkte sollten sie von ihrer Mannschaft jedoch nicht geboten bekommen. Bildrechte: imago/Dennis Hetzschold
Regensburgs Sargis Adamyan gegen mehrere Dresdner
Kaum zwei Minuten waren von der Spieluhr, als Sargis Adamyan den rechten Pfosten traf - allerdings stand der Jahn-Angreifer im Abseits. Bildrechte: imago/Matthias Rietschel
Maik Walpurgis (Trainer Dynamo Dresden)
Dennoch musste SGD-Cheftrainer Maik Walpurgis auch in der Folge skeptisch dreinblicken - Regensburg war zunächst die bessere Mannschaft. Bildrechte: imago/Sascha Janne
Maximilian Thalhammer (SSV Jahn Regensburg,li.) und Andreas Geipl (re.)) gegen Jannis Nikolaou
Aber Dynamo - hier Jannis Nikolaou umringt von den Regensburgern Maximilian Thalhammer und Andreas Geipl - biss sich hartnäckig in die Partie. Bildrechte: imago/Sascha Janne
Dresdens Moussa Kone (links) neben Asger Sörensen (rechts)
Angreifer Moussa Koné setzte sich wiederholt in Szene und leitete mustergültig zwei große Gelegenheiten der Gastgeber vor ... Bildrechte: mago/Dennis Hetzschold
Dresdens Patrick Ebert scheitert an Keeper Philipp Pentke
... aber sowohl haris Duljevic scheiterte aus bester Position an Penkte (37.) als auch - in jenem Moment - Kapitän Patrick Ebert (39.). Bildrechte: imago/Dennis Hetzschold
Dynamo Dresden - SSV Jahn Regensburg Marco Gruettner (SSV Jahn Regensburg) beim Torshuss. Niklas Kreuzer (re.) grätscht dazwischen.
Nicht nur Philipp Pentke konnte sich auszeichnen - genauso war sein Gegenüber Markus Schubert auf dem Posten. Auch wenn er hier bei Marco Grüttners Abschluss nicht eingreifen musste - vor allem Adamyans Großchance vereitelte er glänzend. Bildrechte: mago/Dennis Hetzschold
Kurz nach Abpfiff: Dresdens Jannis Nikolaou liegt am Boden, Lucas Röser blickt auf ihn herab, Jannik Müller schlägt die Hände ins Gesicht
Die zweite Halbzeit bot viel Leerlauf - beide Strafräume blieben mehrheitlich verwaist. Erst Augenblicke vor dem Ende wurde es noch einmal gefährlich. Allerdings köpfte Nikolaou knapp links vorbei und sank mit dem anschließenden Schlusspfiff verärgert zu Boden. Bildrechte: imago/Dennis Hetzschold
Das Endergebnis auf der Anzeigetafel; SG Dynamo Dresden - SSV Jahn Regensburg
Es blieb also torlos - viel mehr hatte die Partie aufgrund des biederen zweiten Durchgangs aber irgendwie nicht verdient. Bildrechte: mago/Dennis Hetzschold
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Offensive Magerkost nach der Pause

Die zweite Halbzeit begann hoffnungsvoll aus Dresdner Sicht. Jannik Müllers knapp drüber zischender Hechtkopfball nach Brian Hamalainens Ecke sollte eigentlich nur ein Anfang sein (49.) - was da noch niemand ahnen konnte, diese Chance entuppte sich als letzter Torabschluss der SGD für ganz lange Zeit. Zwar kam Rico Benatelli dank des guten Einsatzes von Koné und Duljevic im Strafraum noch einmal in Position, wurde aber entscheidend geblockt (58.). Zuvor war das Glück auf Dynamos Seite gewesen. Sebastian Stolze hatte im direkten Anschluss der Müller-Gelegenheit frei aus sechs Metern an den Außenpfosten geköpft (49.).

In der Folge erlahmte die Szenerie zusehends - einen wirklichen Spielfluss oder gar konsequent zu Ende kombinierte Angriffszüge brachten beide Kontrahenten nicht auf den Rasen. Der Ball erreichte zumeist nur noch aus Standardsituationen die Strafräume, stellte die Defensivakteure aber vor keine unüberwindbaren Herausforderungen. Und dennoch - im allerletzten Augenblick der Nachspielzeit fand Niklas Kreuzers Ecke von der rechten Seite am langen Pfosten Jannis Nikolaou, dessen Kopfball jedoch links vorbei flog (90.+4).

Dresdens Patrick Ebert scheitert an Keeper Philipp Pentke
Dynamos ehemaliger Junioren-Keeper Philipp Pentke machte gegen die SGD eine gute Partie. Bildrechte: imago/Dennis Hetzschold

Das sagten die Trainer

Achim Beierlorzer (Regensburg): "Wir sind hierher gefahren, um Punkte mitzunehmen. Uns war aber auch von Anfang an klar, dass Dresden mit einer massiven Defensive und schnellen Kontern spielt. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir uns gut aus der Affäre gezogen, sind gut ins Spiel gekommen und hatten auch einige gute Torgelegenheiten. Bei einigen Umschaltmomenten hat meine Mannschaft aber auch gewackelt. In diesen Momenten hatten wir es unserem Torwart zu verdanken, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Nach der relativ ausgeglichenen zweiten Halbzeit bin ich letztendlich nicht unzufrieden mit der Punkteteilung - die haben wir uns aber auch verdient."

Maik Walpurgis (Dresden): "Wir hatten uns ebenfalls sehr viel vorgenommen, wollten unbedingt diesen Heimsieg. In der ersten Halbzeit war ich vom Spiel her zufrieden - mit dem Resultat aber nicht. Wir hatten gerade nach schnellen Kontern hervorragende Möglichkeiten, die wir aber nicht genutzt haben. Ich bin mir sicher, dass das Spiel in andere Bahnen gelaufen wäre, wenn wir da ein Tor erzielt hätten. Aber wir haben auch gesehen, dass die Mannschaft nicht vor Selbstvertrauen strotzt. Unter dem Strich steht ein Punkt gegen ein Team, das sehr intensiv agiert hat. Ich hoffe, dass die Mannschaft die wenigen positiven Aspekte aus dieser Begegnung mit in die nächsten Spiele nimmt und dass diejenigen, die noch nicht bei 100 Prozent sind, ihre alte Leistungsstärke wieder erreichen."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. Februar 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2019, 18:00 Uhr

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78 Kommentare

19.02.2019 15:58 FanHans 78

wer ist denn der weicher von vorhandenem Potenzial
sprach und spricht, auch vor und in der Winterpause.
Für mich ist die jetzige Mannschaft überfordert, nicht Fit, nicht Leistungsbereit und nicht in der Lage 2. Liga zu spielen.
RM hat hier seinen, nicht kleinen Anteil.
So geht es Richtung 3. Liga.
Vorbei der Traum von "Wir haben einen Trau"

19.02.2019 11:59 ein Fan 77

Leider muss ich den Optimisten wie Pombär oder SGDHarzer66 widersprechen. Respekt für euer Denken, aber wenn man die Entwicklung der Mannschaft seit Amtsübernahme von Walpurgis nimmt, dann geht der Trand nach unten. Anfangs konnte MW noch mit 3 Siegen brillieren, aber seit Dezember geht die Kurve nach unten. Seit dem gab es nur 1 Sieg, 2 Remis und 5 Niederlagen! Seit Jahresbeginn 3 Niederlagen am Stück und das Remis jetzt gegen Jahn. Und für welche Ausbeute wurde UN entlassen? 3 Niederlagen am Stück! Sehr viel leichtere Gegner kommen nicht mehr, ganz im Gegenteil. Die leichteren Gegner hat man alle auswärts und die schweren Brocken kommen nach DD. Eine ungünstige Konstellation. Trainer gibt es genug, man muss dann nur den richtigen finden. zB Herrlich, Breitenreiter, Hollerbach, Zorniger, Nouri, Slomka, Schuster, Krämer, Frontzeck usw., die Liste ist lang, sehr lang. Ich weiß auch, dass neue Trainer keine Garantie für Siege sind, aber so kann es auch nicht weiter gehen...

19.02.2019 11:37 Jens 76

Ach Leute, was meckert Ihr so rum? Der HSV hat in der Hinrunde im Volksparkstadion gegen Regensburg 0:5 verloren und ist jetzt Tabellenführer. Stuttgart hat vorletzte Saison auch 5:0 in Dresden verloren und spielt jetzt in der Bundesliga. Also nicht immer so meckern, das wird schon noch.

19.02.2019 09:17 jochen 75

Bei einen Trainerwechsel unbedingt drauf achten das der Neue mit Vornamen "Willy" heißt!
Viele Grüße aus Salzburg Nord!

19.02.2019 07:10 SGDHarzer66 74

Mein werter Pombär, ich kann nur hoffen, das die breite Masse auch so denkt wie wir beide und Dynamokralle!
Ich grüße Euch aus dem Harz - gegen Bochum gilt es wieder alles rauszuhauen!

19.02.2019 06:53 Voice 73

@70 Pombär
Sie sind auch einer von Denen, die es nicht lassen können, oder? Siehe Ihr letzter Satz. Da trifft Ihr erster Satz den Nagel auf den Kopf, denn es ist Gesabber.
In diesem Faden geht es ausschließlich ums Dynamospiel. Nicht darum, dass Andere, die Sie nicht mögen angeblich keine Fans haben, weil "Konstrukt" und so.
Anstatt fokussiert auf den eigenen Lieblingsverein zu schauen....
Für DD geht es so langsam um die Wurscht. Die paar Punkte nach hinten sind bei gleichbleibenden Ergebnissen ratzfatz aufgebraucht....

Freundschaftliche Grüße aus der Messestadt!!

19.02.2019 00:42 Wolle1 72

@68 Dynamokralle, du sprichst mir aus dem Herzen. Zum einen Trainer raus rufen ist einfach und meist auch nur kurz gedacht. Zum anderen sollten die mal nachdenken. Wir sind mitten in der Saison, da stehen die guten Trainer auch meist unter Vertrag. Ausserdem muss man erst mal einen Trainer finden der nach Dresden will. Man kann niemanden zwingen. Und im Uebrigen wie lange hat denn Oenning in MD gebraucht bis seine Arbeit fruchtet? Ging auch nicht innerhalb von heut auf morgen. Und jede Mannschaft ist anders. Aber egal, wir werden es packen, bleiben drin und in der Sommerpause werden die Karten neu gemischt

18.02.2019 19:58 Xy 71

Thiez wäre eine Option

18.02.2019 19:24 Pombär 70

Mit bissl Abstand nun doch mein Gesabber zu MEINEM Verein!
Ich muss dem SGD Harzer - wiedermal- Recht geben. Es war mehr als dünne. Klar. da gibt's auch nix dran zu rütteln. Dynamo muss sich strecken und immer mehr nach unten schauen ( alles andere war und ist Utopie). Aber es geht nur ZUSAMMEN!!!

Fan ist man nicht, wenn man 5:0 gewinnt, sondern wenn es Sch...e läuft. Dann braucht die Mannschaft doppelte Unterstützung!!! Und Dynamo hat dafür die Fans!!!

Ansonsten wären wir ja in Salzburg-Nord....

18.02.2019 19:22 Schiedsrichter 69

Kurz und bündig es fehlt an einem Knipser koné scheint technisch auch begrenzt zu sein Schelligkeit alleine schießt keine Tore und Duljevic sorgt zwar für Unruhe aber was zählbares kommt auch nicht raus, gut ist das sich die Abwehrkette gefestigt hat , Das sah vor paar Wochen noch katastrophal aus deshalb sehe ich dem Spiel gegen Darmstadt mit Zuversicht entgegen ,irgendwann landet der Ball im Tor, so jetzt noch Grüße an den 67iger