Fußball | 2. Bundesliga FCM-Sportchef Schork: "Sind finanziell in der 2. Bundesliga eine kleine Nummer"

Das Transferfenster ist geschlossen, personell hat sich beim 1. FC Magdeburg aber nichts getan. Wir sprachen mit FCM-Sportdirektor Otmar Schork über die Schwierigkeiten, passende Spieler an die Elbe zu lotsen.

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Fr 02.09.2022 13:26Uhr 07:51 min

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Dem 1. FC Magdeburg weht in der 2. Bundesliga ein scharfer Wind entgegen. Nach sechs Punktspielen hängen die Elbestädter mit vier Punkten im Keller, und am Sonnabend (3. September) geht die Reise zum Spitzenreiter SC Paderborn. Neues Personal ist bei den Magdeburgern auch nicht in Sicht, der Transfermarkt hat seit Donnerstag (1. September) geschlossen. Wir sprachen mit FCM-Sportdirektor Otmar Schork über die Schwierigkeiten, passende Spieler an die Elbe zu lotsen.

"Es ist schwierig, diese Spieler für den FCM zu gewinnen"

Bis Ende Januar kommenden Jahres besteht noch die Möglichkeit, vertragslose Spieler zu holen. Diese Option halten sich die Magdeburger offen, obwohl es nach Aussage von Otmar Schork dennoch schwierig bleibt, auch da fündig zu werden. "Wir haben Vorstellungen von Spielern, die zu uns passen. Es ist aber schwierig, diese Spieler für den FCM zu gewinnen", sagte der 65-Jährige.

"Wir können nicht mit ausländischen Vereinen mithalten"

Als Grund, dass das Personalkarussell bis zum Transferschluss nicht ins Rollen kam, sieht Schork in den begrenzten Möglichkeiten des Vereins: "Wir haben mit den Spielern gesprochen, die in Frage kommen, um unsere Philosophie rüber zu bringen. Die wirtschaftliche Seite ist ausschlaggebend. Wir können nicht mit ausländischen Vereinen mithalten, sind in der 2. Bundesliga auch eine kleine Nummer – finanziell gesehen." Dessen ungeachtet werden die Magdeburger alles tun, so Schork, doch noch Verstärkung für die Abwehr (Innenverteidiger, Rechtsverteidiger) zu finden.

"Bin weiter guten Mutes, dass wir uns steigern und unsere Ziele erreichen werden"

Schorks Einschätzung zu den bisherigen Neuverpflichtungen fällt zurückhaltend aus: "Das ist ein Entwicklungsprozess, zwei Spieler in der Stammformation. Andere benötigen noch ein bisschen Zeit. Man muss bedenken, wir haben neun Spieler, die aus der vierten Liga kommen. Wir geben allen die Zeit." Resümierend schätzte Schork ein, "dass individuelle Fehler Tore und Punkte gekostet" haben. "In der Lufthoheit bei Standards haben wir Probleme. Ich bin aber weiter guten Mutes, dass wir uns steigern und unsere Ziele erreichen werden."

red

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 02. September 2022 | 12:00 Uhr

18 Kommentare

Altmagdeburger vor 20 Wochen

Wenn das Geld knapp ist, dann sollte man mal junge Talente in Afrika oder Südamerika suchen, da wird man bestimmt fündig. Ja wir haben gut gegen Paderborn gehalten, aber 3 Punkte sind drei Punkte die uns da wieder fehlen. Schauen wir mal wie es weiter geht.

Ein Dorfjunge vor 20 Wochen

Natürlich fehlen aktuell ein bis zwei erfahrene Spieler die auch sofort weiterhelfen. Nur woher sollen sie kommen? Soll der FCM den Weg vom FCK und Co. einschlagen und mehr ausgeben als überhaupt zur Verfügung steht. Perspektivisch gesehen kann der FCM finanziell vielleicht in drei bis vier Jahren halbwegs konkurrenzfähig sein.
Es bringt zudem auch nix jetzt noch mehr Spieler zu holen, man muss auch mal den vorhandenen Kräften Vertrauen schenken, sie sind jung, sie sind entwicklungsfähig, sie werden auch immer mal Fehler machen, doch daraus müssen sie lernen und das werden sie. Wenn ihnen aber kein Vertrauen geschenkt wird und sie einen anderen Spieler vor die Nase gesetzt bekommen, was passiert dann? Der Neue fällt aus und der "Alte" ist total verunsichert.

Und was heißt schon gestandener Spieler? Die wirklich weiterhelfen sind nicht bezahlbar und die bezahlbar sind, helfen nicht weiter, weil einfach satt oder stark verletzungsanfällig. So wie mit Baris klappt es nicht immer.

Llewellyn vor 20 Wochen

Ganz realistisch betrachtet wird es ein Unentschieden. 2:2.
Paderborn liegt dem FCM. Eine Klatsche sehe ich nicht.
Ich bleibe aber dabei, das das größte Problem die Spielidee ist. Von Reimann bis „haben wir noch nicht gesehen“ ist völlige Hilflosigkeit zu sehen. Jeder der angespielt wird hat keine Ahnung wie er fortsetzen soll. Das sieht bei den Gegnern besser aus.
Paderborn ist dasselbe Kaliber wie Holstein Kiel.
Fehlerminimierung, dann ist sogar ein Sieg drin.
Einfach wird es nicht, aber ich sehe die Chance. Auf ein gutes Spiel.

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