Fußball | 2. Bundesliga Erzgebirge Aue beantragt vorerst keine Erstliga-Lizenz

Trotz der sportlich guten Ausgangsposition verzichtet der Zweitligist FC Erzgebirge Aue vorerst auf einen Lizenzantrag für die Bundesliga. Das erklärte Präsident Helge Leonhardt am Donnerstag (05.03.2020).

Vereinspräsident Helge Leonhardt (Erzgebirge Aue).
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Leonhardt setzt im Erfolgsfall auf Fristverlängerung

Erzgebirge Aue hat als Siebter sieben Punkte Rückstand auf Relegationsplatz drei. Bezüglich einer Lizenz für die höchste deutsche Spielklasse wurde Präsident Helge Leonhardt in der "Freien Presse" (Donnerstag) zitiert: "Wir haben keine Unterlagen dafür eingereicht oder bisher noch nicht daran gearbeitet." Die Unterlagen für die 2. Bundesliga und auch die 3. Liga stünden hingegen, so Leonhardt. Der Aue-Präsident erklärte: "Denn du musst nach unten ein Netz bauen. Nach oben, das können wir dann immer noch am 14. März entscheiden. Die Lizenzunterlagen müssen bis zum 15. März eingereicht werden. Da könnte man dann bestimmt noch Fristverlängerung beantragen."

Leonhardt: "Da würden einige Angst kriegen"

Leonhardt gehe es darum, schnellstmöglich den Verbleib in der 2. Bundesliga zu sichern. Ein Abstieg hätte durch geringere TV-Einnahmen schwere Folgen. Zuletzt spielte der Kumpelverein 2015/16 in der 3. Liga, davor von 2008 bis 2010. Der 61-Jährige beschrieb: "Du steigst vom ICE in einen Güterzug um. Ich müsste einige Leute aus dem Verein sofort entlassen." Der Abstieg sei wie eine Seuche - und das könne bis zur Insolvenz führen. Das sehe man in Erfurt oder Chemnitz. Leonhardt sagte: "Die Dritte Liga wäre eine Katastrophe. Das würde Einschnitte bedeuten, die kann ich gar nicht in der Zeitung äußern, da würden einige Angst kriegen. Und dennoch würde ich mich der Aufgabe stellen, da verschwinde ich nicht einfach von der Kommandobrücke." Die nächsten Spiele bestreitete Aue in Dresden, gegen Sandhausen und in Nürnberg.

Pavel Dotchev (Aue) feiert den Aufstieg, SC Fortuna Koeln - FC Erzgebirge Aue, Koeln Copyright: Horn/xEibner-Pressefoto EP_bhorn
2016 kehrte Aue nach einem Jahr in der 3. Liga in die 2. Bundesliga zurück Bildrechte: IMAGO

mkö/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 05. März 2020 | 17:45 Uhr

6 Kommentare

Dynamo vor 13 Wochen

Nach unten, also Richtung 3.Liga, braucht ihr Schachter euch keine Gedanken machen. Die paar Punkte, die euch zum sicheren Verbleib in der 2.BL fehlen, holt ihr ganz schnell. Ihr müsst ja nun nicht unbedingt am Sonntag gegen Dynamo mit dem "Restpunktesammeln" anfangen. Dynamische Grüße 05.03.2020 21:24

normaler Zeitgenosse vor 13 Wochen

D.h.Aue tritt nur mit 6 Spieler an und schießt 4 mal ins eigene Tor,dein Beitrag ist bestimmt Satire oder Aufforderung zum Betrug

Mustermann vor 13 Wochen

nur mit dem Unterschied, dass die Leonhardts - bisher - keine Erfahrungen mit Vorstrafen und schwedischen Gardinen sammeln durften..