Fußball | 2. Bundesliga Aue-Präsident Leonhardt ruft "Alarmstufe Rot" aus

Vereinspräsident Helge Leonhardt (Erzgebirge Aue)
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Helge Leonhardt sieht Zweitligisten FC Erzgebirge Aue in der Corona-Krise in der Existenz bedroht. "Wenn Bundesminister Spahn sagt, dass der jetzige Zustand die Ruhe vor dem Sturm ist, dann machen wir uns alle Sorgen in nie gekannter Weise", schrieb FCE-Präsident Leonhardt an diesem Wochenende in einem emotionalen Statement auf seiner offiziellen Facebook-Seite.

Leonhardt: Es geht ums Überleben

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte vergangenen Donnerstag (26. März) steigende Belastungen für Ärzte und Pfleger sowie eine weiter anhaltende Einschränkung von Wirtschaft und öffentlichem Leben prognostiziert. Angesichts dessen rief Leonhardt "in Sachen Gesundheit und wirtschaftlicher Überlebensfähigkeit" die "Alarmstufe Rot für alle unsere Firmen, die ich mit meinem Bruder besitze und auch für unseren geliebten Fußballclub" aus.

Was der 61-Jährige damit konkret meinte, ließ er offen. Der Unternehmer notierte lediglich, es gehe "ums Überleben mit einer erneuten Basis des Neuanfangs, wenn wir den Feind besiegt haben". Mit der Bezeichnung "Feind" zielt Leonhardt auf das weltweit grassierende Coronavirus. Der FC Erzebirge Aue hatte Angestellte, Spieler und Trainer zuletzt bereits in Kurzarbeit geschickt. Darüber hinaus hatten die Veilchen jüngst mitgeteilt, dass das Profiteam den Verein "finanziell unterstützen" werde.

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dpa/red

Vereinspräsident Helge Leonhardt (Erzgebirge Aue). 7 min
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Sa 14.03.2020 14:39Uhr 06:55 min

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 29. März 2020 | 13:40 Uhr

12 Kommentare

Dynamo vor 34 Wochen

Das Herr Leonhardt daran erinnern will, dass es mit dem Fußball ganz schnell abwärtsgehen kann, ist sein Recht. Dass dem aber nicht so sein wird, sind die Beteuerungen vieler Sponsoren, dass Geld gezahlt wird erstmal bis zum Saisonende, wann das auch sein wird. So bleibt aber der Name des Sponsors im Kopf vieler Menschen hängen. "Die sind aber großzügig", aber wegen dieses Spruches macht es kein einziger Sponsor. Ich schließe mich der Meinung des "Zwickauer1" an, dass sich am System, an der Bezahlung der Fußballer (Wenn irgendeiner von den Kickern in der Saison über fünf Millionen Euro kriegt, läuft irgendetwas falsch in diesem System), nichts, aber auch gar nichts ändern wird. Wenn man dann noch gelegentlich die Reden der Größen im Sport allgemein hört, weiß man, vom realen Leben haben diese Damen und Herren keine Ahnung. 29.03.2020, 21:37

Arbeitende Rentnerin vor 34 Wochen

vor wenigen Wochen saßen ca 40000 Zuschauer beim CL- Spiel in Leipzig, ich will damit ausdrücken, dass auch von anderer Seite, selbst von der hohen Politik die Zeichen nicht so ernst genommen wurden, Grenzen und Flughäfen offen usw., jetzt ist es sowieso zu spät, die Maßnahmen halbherzig und treffen die falschen, im Fußball und kleinen Unternehmen (oft auch Sponsoren hiesiger Vereine)

Loko 66 vor 34 Wochen

So klang es noch vor wenigen Wochen "Trotz Corona: Beim FC Erzgebirge werden weiter die Hände geschüttelt" (O-Ton von E.Aue)
Ja schnell ändern sich die Zeiten

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