Fußball | 2. Bundesliga Erzgebirge Aue: Marc Hensel nicht mehr Teamchef – Pavel Dotchev übernimmt Zweitliga-Profis

Marc Hensel ist nicht mehr länger Teamchef beim abstiegsbedrohten FC Erzgebirge Aue. Sportchef Pavel Dotchev, der die Veilchen 2016 zurück in die 2. Liga geführt hatte, übernimmt die Verantwortung für die Profimannschaft. Hensel bleibt den Veilchen als Co-Trainer erhalten.

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Nach der Niederlagenserie zuletzt zieht Erzgebirge Aue die Konsequenzen: Teamchef Marc Hensel tritt ins zweite Glied zurück, Pavel Dotchev übernimmt den Trainerposten.

MDR aktuell 19:30 Uhr Mi 23.02.2022 19:30Uhr 00:58 min

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Sportdirektor Pavel Dotchev und Teamchef Marc Hensel
Pavel Dotchev (li.) übernimmt Erzgebirge Aues Zweitliga-Team vom bisherigen Teamchef Marc Hensel (re.). Bildrechte: IMAGO / Picture Point

Zweitliga-Schlusslicht FC Erzgebirge Aue hat auf die anhaltende sportliche Abwärtsspirale reagiert und Marc Hensel von seinen Aufgaben als Teamchef entbunden. Das teilte FCE-Präsident Helge Leonhardt am Mittwoch (23. Februar) auf der Spieltagspressekonferenz vor der Auswärtspartie in Paderborn mit. Pavel Dotchev, Sportlicher Leiter und aufgrund Hensels noch fehlender Fußballlehrer-Lizenz auf dem Papier seit vergangenem Oktober Interimstrainer, hält ab sofort "bis auf Weiteres" auch auf dem Platz als Cheftrainer wieder das Zepter und führte bereits das Mittwochstraining des Profiteams.

MDR-Reporter Alexander Küpper in Aue 1 min
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Mi 23.02.2022 18:12Uhr 01:02 min

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Dotchev will nicht über Saisonende hinaus Cheftrainer bleiben

Hensel war dabei an Dotchevs Seite: Der 35-jährige, der am kommenden Montag den "Pro Lizenz"-Lehrgang an der neuen DFB-Akademie in Frankfurt/Main beginnt, bleibt den Veilchen jedoch erhalten und rückt wieder "als Co-Trainer in die zweite Reihe", so Leonhardt. Der 63-Jährige unterstrich, dass man den Klassenerhalt "auf keinen Fall" abschreibe. Dieser habe "oberste Priorität – auch wenn wir von außen schon abgeschrieben werden."

Aue-Trainer Pavel Dotchev und Präsident Helge Leonhardt (r.),
Pavel Dotchev und FCE-Präsident Helge Leonhardt Bildrechte: imago/Picture Point

Dotchev sagte: "Wir wollen nichts unversucht lassen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Es ist keine leichte Situation – für niemanden hier." Die Frage, ob er auch über das Saisonende hinaus als Cheftrainer zur Verfügung stehe, verneinte der 56-Jährige. Er "möchte jetzt helfen. Ich stelle mich dieser schwierigen Aufgabe." Das Ziel sei aber, einen neuen Cheftrainer zu finden – "mal sehen, wie lange das dauert." Auch Leonhardt ergänzte später, dass man sich auf dem Trainermarkt umschaue. Es sei "aber eine Unzeit, jetzt eine hyperaktive Aktion zu machen."

Martin Männel
Martin Männel und Co. verloren jüngst in Düsseldorf. Bildrechte: Picture Point

Nur ein Remis aus neun Spielen

Aue hatte am vergangenen Sonntag (20. Februar) nach einer über weite Strecken tristen Leistung mit 1:3 bei Fortuna Düsseldorf verloren und war durch diese achte Niederlage in den letzten neun Partien – es blieb lediglich ein bitteres Remis bei St. Pauli übrig – erstmals seit dem 10. Spieltag wieder ans Tabellenende gerutscht. Der FCE, im sechsten Jahr in Serie in der 2. Liga, stellt dabei momentan sowohl die schlechteste Offensive (20) als auch die anfälligste Abwehr (45) der gesamten Konkurrenz. Elf Spieltage vor Schluss beträgt der Rückstand auf Relegationsplatz 16 (Sandhausen) und das rettende Ufer (Rostock auf Rang 15) jeweils zehn Punkte. Am Freitag (25. Februar) gastiert der FCE beim SC Paderborn.

Hensel, langjährige Auer Profi und vorheriger Co-Trainer unter Dirk Schuster und Aliaksei Shpileuski, war nach der allzu frühen Trennung von Shpileuski im September 2021 zum Teamchef und damit sportlichen Verantwortlichen der Mannschaft um Kapitän Martin Männel befördert worden. Nach einer hoffnungsvollen Herbst-Serie mit immerhin elf Punkten aus sechs Partien gerieten die Veilchen seit Ende November immer tiefer in den Schlamassel.

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red

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FCM-Mittelfeldspieler Baris Atik
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 23. Februar 2022 | 17:45 Uhr

46 Kommentare

Wismut- Barth67 vor 24 Wochen

Das ist kein Schwachsinn Wer schwachsinn raushaut ist die komische Kommentare von kommischen so ernannten Möchte Gern Fans und die sinlose Kommentare von sich geben ich habe alles geschrieben und man kann den sinn raus Lesen aber es gibt eben auch komische Leute die komische Kommentare von sich abgeben um von sich abzulenken und so Perfekt sich hinzustellen keiner ist Perfekt und gut ihr habt alle Probleme und Defizite sonst werd ihr keine Menschen ihr seit auch nicht s besseres es sag einfach immer schöm mund zu machen und sich erst überlegen was man erzählen tut und Raushaut bevor man solche dummen Kommentare von sich gibt ich schreibe das so wie es will und wenn das nicht bast ist mir scheiß egal ich schreibe es verständlich immer wer Homor verständsvoll ist der Kann das rauslessen was dahintersteckt wie ich es meine ich weiß was gemeint normalere Menschen wissen wiesen es auch was gemeint wer Richtig Verstand und Anstand und Sozial ist der weis was gemeint ist

Andy Krisst vor 24 Wochen

Das war ein nachvollziehbarer und längst fälliger Schritt! Ein Trainer, der nur den Schiedsrichter als Schuldigen ausmacht, ist nicht für diesen Job geeignet. Da war es vielleicht auch für die Mannschaft "bequem" sich hinter solchen Äußerungen des Trainers zu verstecken. Diese Ausrede gilt nun nicht mehr.
Vielleicht schafft Wismut ja noch die Kehre, ich wünsche es jedenfalls der Mannschaft. Wie jeder Elf aus dem Osten nur das Beste...mit einer Ausnahme; Dem Konstrukt aus Fuschl!

WismutJenser vor 24 Wochen

Hallo Gernot, deinem Kommentar kann ich nur zustimmen, er trifft voll und ganz den Kern. Man sieht das du dir Gedanken um unseren geliebten Verein machst. Deine Aussagen sind richtig und zeigen deine Weitsicht, Kompliment. Ich hoffe und wünsche mir, das auch die Verantwortlichen von unserem Verein deine Zeilen lesen und auch mal in diese Richtung denken. Einmal Aue Immer Aue. Glück Auf.

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