Fußball | 2. Bundesliga Aue-Präsident Leonhardt: "Es gibt keine Kader-Streichliste"

Der Abgang von Pascal Testroet aus Aue hat bei den Fans des FC Erzgebirge große Wellen geschlagen. Nun äußerte sich Präsident Leonhardt im MDR zum Wechsel, zu Neuverpflichtungen - und zum neuen Trainer.

Sport

Helge Leonhardt, FC Erzgebirge Aue 11 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Präsident von Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue, Helge Leonhardt, hat nach dem Abgang von Angreifer Pascal Testroet Gerüchte zurückgewiesen, es könnten weitere prominente Spieler den Verein verlassen. "Es gibt keine Kader-Streichliste", sagte Leonhardt am Samstag (10.07.2021) auf die Frage, ob Spieler wie Martin Männel, Philipp Zulechner, Jan Hochscheidt oder Dimitri Nazarov vor einem Weggang aus dem Erzgebirge stünden. "Das steht überhaupt nicht zur Debatte", erklärte Leonhardt bei "Sport im Osten" am Rande des mit 1:2 verlorenen Testspiels gegen den 1. FC Magdeburg.

Neuer Stürmer schon in der kommenden Woche?

Zudem kündigte der FCE-Präsident Neuverpflichtungen auf der Stürmerposition an. "Das ist jetzt meine Aufgabe. Jetzt müssen wir adäquat so schnell wie möglich den Kader erweitern", erklärte Leonhardt auf die Frage nach einer Kompensation der beiden Top-Torjäger Pascal Testroet und Florian Krüger, die den Verein beide verlassen hatten. "Ich muss jetzt nicht rumheulen, wir müssen auf der Position des Stürmers nachlegen", sagte Leonhardt. Derzeit laufen Gespräche, mit Vertragsunterschrift könne bereits in der kommenden Woche gerechnet werden.

Helge Leonhardt, FC Erzgebirge Aue
Leonhardt: "Ich muss jetzt nicht rumheulen" Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

"Die Mannschaft war ausgebrannt, war satt, war tot"

Zudem verteidigte Leonhardt die Verpflichtung von Trainer Aliaksei Shpileuski und dessen Kaderpolitik. "Wir müssen zum Trainer stehen. Wir machen einen Neubeginn. Wir müssen den Kader verjüngen. Es ist schwierig, einen Generationswechsel vollziehen", so Leonhardt. Indirekt nahm der FCE-Präsident auch Stellung zur Trennung von Ex-Coach Dirk Schuster: "Mit der Rückrunde wärst Du abgestiegen. Die Mannschaft war ausgebrannt, war satt, war tot."

Mit Testroet "als Freunde auseinandergegangen"

Leonhardt äußerte sich auch zum Abgang von "Paco" Testroet: "Wir haben heute früh noch einmal telefoniert. Ich hatte ihn vor drei Jahren von der Bank bei Dynamo Dresden geholt. Er hat hier super drei Jahre hier gemacht", sagte Leonhardt. "Er hat sich bei mir bedankt, ich habe mich bei ihm bedankt. Wir sind als Freunde auseinandergegangen." Zu den Beweggründen für den Wechsel erklärte Leonhardt: "Er kam sich nach dem Gespräch mit dem Trainer über die Philosophie nicht so gebraucht vor."

Sport

Erzgebire Aue, Trainer Aliaksei Shpileuski 4 min
Erzgebire Aue, Trainer Aliaksei Shpileuski Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dirk Hofmeister

Videos und Audios zur 2. Fußball-Bundesliga

Vorschaubild Heinz Mörschel
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Vorschaubild Sebastian Mai
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sebastian Mai kam gegen den 1. FC Nürnberg von der Bank und spielte dann in eriner eher ungewohnten Rolle. Nun gehe es darum, gegen die aktuelle Tendenz zu arbeiten.

So 17.10.2021 16:58Uhr 02:09 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-interview-dynamo-dresden-fc-nuernberg-sebastian-mai-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video
Vorschaubild Alexander Schmidt
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alle anzeigen (67)

Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 10. Juli 2021 | 14:00 Uhr

48 Kommentare

Ich bins vor 13 Wochen

Glück Auf.
Laubach??? Wer ist denn Laubach??? Habe ich noch nie gehört. Und der soll Paco adäquat ersetzen??? Auch wenn's richtig weh tut das Paco uns verlassen hat, wünsche ich Paco für die Zukunft alles Sportlich gute beim neuen Verein.

Muzzi vor 13 Wochen

Servus Aufpasserchen
Das eine ist eine gut aufgelegte 3. Liga Truppe, die andere ein 1. Ligist aus Polen. Da sehen ich schon diverse Unterschiede. Und nur so nebenbei, ich war keinesfalls negativ, sondern nur ehrlich.

Wenn der Russe meint, dass sein Ticki-Tacka mit schnellen Umschalten in einer kampfbetonten 2. Liga zum Erfolg führen soll, wird er sich spätestens nach 10 Spieltagen auf dem Boden der Tatsachen wiederfinden. Bei der SGD hat man dieses "Experiment" mit der Art Fussball unter Fièl auch probiert, das Ergebnis ist bekannt.

Dynamische Grüsse
Muzzi

holzer65 vor 13 Wochen

Flo hat man wegen einer Ausstiegsklausel abgegeben, ohne diese wäre er ablösefrei weg.
Das Projekt 2023 hat Helge im Interview erklärt, und wer ein bisschen was von Unternehmensbilanzen versteht kann das nachvollziehen.
Das sich Paco einer Systemumstellung nicht gewachsen sieht ist schade, ich glaube es ging aber mehr um die "W€rtschätzung" die ihm Sandhausen bot. Komisch das Minuten nach einem Gespräch schon ein neuer Vertrag unterschriftsreif vorlag, wahrscheinlich totaler Zufall!
Hätte D.Schuster zum Saisonende allen Anschlusskadern Spielzeit gegeben - er wäre noch da.
So hat er sich selber abgeschossen.
Natürlich gehen wir mit dem neuen Trainer und System ein Risiko, es ist eine Wette auf die Zukunft. Ein weiter so wäre aber mit Sicherheit schief gegangen.
Von daher gebe ich Mannschaft und den Trainern Vorschuss und Hoffe das sie sich finden.
Glück Auf!