Fußball | 2. Bundesliga Aue-Geschäftsführer Voigt: "Wenn möglich, werden wir zum ersten Heimspiel die Tore für Zuschauer öffnen"

Zurzeit holt sich Erzgebirge Aue im Trainingslager den ersten Schliff. Im "SpiO"-Talk standen Trainer Dirk Schuster und Geschäftsführer Michael Voigt Rede und Antwort. Die wichtigste Erkenntnis: Aue möchte beim ersten Heimspiel vor vielen Zuschauern spielen.

Die Vorbereitung bei Erzgebirge Aue kommt auf Touren. Aktuell befindet sich das Team im Trainingslager im polnischen Opalenica. Am Samstag (15. August) begrüßte MDR-Reporter Jörg Röhrig im "SpiO"-Talk Trainer Dirk Schuster und Geschäftsführer Michael Voigt.

Die Zeit war begrenzt, Trainer Dirk Schuster musste schnell wieder zur Mannschaft zurück. So schätzte er ein, dass die 0:1-Niederlage im Test gegen Kickers Offenbach nicht so hochgehangen wird: "Wir nehmen aber unsere Erkenntnisse mit". Auch am Kader werde noch gefeilt. Wichtig ist für Schuster, "dass die Akteure sportlich und menschlich zu uns passen."

Hoffen auf eine ordentliche Kulisse beim ersten Heimauftritt

Zum ersten Mal konnte Präsident Helge Leonhardt nicht mit ins Trainingslager reisen, weil er sich zuhause um seine Firma kümmern muss. Deshalb lastet diesmal die Hauptverantwortung auf den Schultern von Geschäftsführer Michael Voigt. Er blickte schon voraus und brachte die erste Heimpartie der "Veilchen" Ende September gegen Greuther Fürth ins Spiel: "Wenn es bei der Empfehlung der Gesundheitsminister bleibt, dann werden wir versuchen, beim ersten Heimspiel die Tore für die Zuschauer zu öffnen." Bis dahin ist es jedoch noch ein Weilchen hin.

Michael Voigt (Geschäftsführer Erzgebirge Aue)
Aues Geschäftsführer Michael Voigt. (Archiv) Bildrechte: imago/Picture Point

"Wir können nicht mehr solche Gehälter anbieten wie vor ein, zwei Jahren"

Die wirtschaftliche Lage ist wegen der Corona-Krise eine andere, das wirkt sich auch auf den FC Erzgebirge aus. "Wir können nicht mehr solche Gehälter anbieten wie vor ein, zwei Jahren. Das ist eine Situation, dafür kann keiner was. Sponsoren kämpfen auch ums Überleben. Wir kommen aber hoffentlich mit einem blauen Auge davon", sagte Voigt. Das wirkt sich auch auf Neuverpflichtungen aus: "Der Kader ist zurzeit relativ klein. Jetzt geht die Wechselperiode aber länger, sodass wir noch nachlegen können. Die wirtschaftliche Situation muss einfach passen."

jmd

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Steve Breitkreuz
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Über eineinhalb Jahre Leidenszeit mit einer Knieverletzung liegen hinter Steve Breitkreuz. Auswärts beim Hamburger SV gab Erzgebirge Aues Verteidiger nun endlich sein Comeback. Wie hat er die 90 Minuten erlebt?

Do 22.10.2020 15:06Uhr 02:36 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-erzgebirge-aue-steve-breitkreuz-unbeschreiblich-und-absolut-platt-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 15. August 2020 | 13:00 Uhr

11 Kommentare

Blauer Hund vor 10 Wochen

Bezogen auf den von dir angesprochenen Holzmichl und den Wismut-Fan allgemein, kann ich dazu nur sagen: "Jaaaaa er lebt noch, stirbt nicht!"
Sorry der musste jetzt einfach sein.

Nur Wismut Aue vor 10 Wochen

@Thommy Tulpe Ist der richtige Name Lauterbach ? Ja, in Sachsen, speziell Kreis ERZ, ist es nunmal anders. Wir haben eine andere Bevölkerungsstruktur wie in NRW oder Bayern. Warum sollen wir nicht langsam zur Normalität zurückkehren ? Wir sind auch robuster. Dafür spricht jetzt das 15. Jahr zweite Liga. Einmalig im Osten. Hinter Union zweitbestes Ostteam. Man sollte täglich auf einen Stuhl steigen, damit die Verbeugung noch tiefer wird. Andere wollen viel mit der Gusch, aber es steckt nichts dahinter. Und darum haben wir die Fans wieder verdient.

Thommi Tulpe vor 10 Wochen

Ich kann "Nur Wismut Aue"s Haltung nicht völlig nachvollziehen. Das verdammte Virus ist eben da - weltweit und ganz sicher auch im Erzgebirge. Fast 21,5 Millionen Infizierte (etwas mehr als 5.700 in Sachsen) lassen sich nicht "einfach" durch Wegdiskutieren verharmlosen! Wir sprechen von nachgewisenen Fällen. Die tatsächliche Zahl kann 10 Mal höher sein. Anerkannte Virologen sagen: Der beste Schutz wäre: Einfach zu Hause bleiben. Ok, geht nicht. Wir alle müssen zu einer gewissen "Normalität" zurückkehren. Richtig. Aber es gibt Infizierte, welche gar nicht wissen, das Virus in sich zu tragen. Andererseits gibt es genauso zahlreiche Angehörige der sogenannten Risikogruppe, die das ebenso wenig wissen. In der ganzen Diskussion um eine gewisse "Normalität" - und das denke nicht nur ich! - sollte der Fußball nicht schon wieder einen Sonderstatus beanspruchen! Auch dann nicht, wenn der "Holzmichl" vielleicht "robuster" strukturiert ist als der Fan in NRW oder Bayern.