Fußball | 2. Bundesliga Laut Medienbericht: Erzgebirge Aue soll neuen Cheftrainer gefunden haben

Die Chancen von Erzgebirge Aue auf den Verbleib in der 2. Bundesliga sind verschwindend gering, die Planungen für die 3. Liga laufen auf Hochtouren. Dafür soll nun ein wichtiges Puzzleteil gefunden worden sein. Das berichtet zumindest ein Nachrichtenportal aus Nordrhein-Westfalen. Für den aktuellen Klub des Zukünftigen ist die Meldung ein Störfeuer im Kampf um den eigenen Aufstieg in die 3. Liga. Aue selbst hat sich dazu noch nicht geäußert.

Trainer Timo Rost (Bayreuth)
Timo Rost Bildrechte: IMAGO / foto2press

Laut einem Bericht von "RevierSport" soll Timo Rost ins Erzgebirge wechseln und dort auf Pavel Dotchev folgen, der die Mannschaft nur noch bis zum Saisonende als Cheftrainer betreuen wird. Der 43-Jährige kämpft aktuell mit der SpVgg Bayreuth selbst um den Aufstieg in die 3. Liga.

Bayreuth vermutet gezielte Unruhe

In Oberfranken hat man die Meldung aus dem etwas entfernten Bundesland mit Verwunderung aufgenommen. Dass sie vor zwei wegweisenden Partien gegen Unterhaching und die Reserve des FC Bayern erscheint, sei "wenig überraschend". Den Ursprung des Gerüchtes vermutet man in der kürzlich durch Aue bekanntgegebenen Verpflichtung von Abwehrspieler Felix Göttlicher (Unterhaching), bei dessen Vorstellung erklärt wurde, dass der neue Trainer ihn aus der Regionalliga Bayern kenne.

"Wir haben zwei große Ziele. Die Qualifikation für den DFB-Pokal und den Aufstieg in die 3. Liga. Und da lassen wir uns von so etwas nicht aus der Ruhe bringen", erklärte Rost in einem Vereinsstatement, der sich dennoch freut, "dass Spieler und auch das Trainerteam durch ihre gute Arbeit hier Begehrlichkeiten geweckt haben."

Rost im Osten kein Unbekannter

Rost kennt sich im Fußball-Osten bestens aus. Von 2002 bis 2010 war er bei Energie Cottbus aktiv und eine feste Stütze im Team. Danach ließ er seine Karriere beim neugegründeten RB Leipzig ausklingen mit denen er in die Regionalliga aufstieg.

Bayreuth aktuell auf dem Weg in Liga 3

Seine Trainerlaufbahn begann Rost als Spielertrainer beim Regionalligisten FC Amberg (2013 - 2016), bevor er für ein knappes Jahr die zweite Mannschaft von Greuther Fürth coachte. Seit September 2018 ist er bei seinem aktuellen Arbeitgeber SpVgg Bayreuth, die er von einem Abstiegs- zu einem Aufstiegskandidaten formte. Zudem gewann er mit den Gelb-Schwarzen den Ligapokal und schaffte den Einzug in den DFB-Pokal.

Aktuell belegt er mit seinem Klub den ersten Rang. Acht Spieltage vor Schluss hat die Spielvereinigung zehn Zähler Vorsprung auf Verfolger Bayern München II (bei einem mehr absolvierten Spiel). Der Meister der Regionalliga Bayern steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf und muss nicht den Weg über die Aufstiegsspiele (Nordost vs. Nord) nehmen. Sollte dies gelingen, könne sich Rost gut vorstellen, in Bayreuth zu bleiben: "Wir sind in Gesprächen."

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red

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio | 13. April 2022 | 07:40 Uhr

3 Kommentare

Gerald vor 33 Wochen

Ich weiß nicht, ob Leonhardt es gut gefunden hätte, wenn man wie in diesem Fall Bayreuth, kämpfen momentan für den direktem Drittligaaufstieg, bei seinen Verein diese Trainerdiskussion in der entscheidenden Saisonphase aufgekommen wäre?! Möchte gern mal wissen, was er dann gesagt hätte!?

jochen vor 33 Wochen

Ein Bulle wird es richten 👃

Arbeitende Rentnerin vor 33 Wochen

Würde es besser finden, wenn solche Meldungen erst kursieren, wenn alles in Sack und Tüten ist, bringt sonst nur Unruhe und das in beide Vereine.

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