Fußball | 2. Bundesliga Aue-Trainer Shpileuski entlassen

Nach sieben Spielen ohne Sieg ist Aliaksei Shpileuski als Trainer von Erzgebirge Aue entlassen worden. Das gab Aue-Präsident Helge Leonhardt am Sonntag nach der 1:4-Niederlage gegen Paderborn bekannt.

"Mein Projekt ist gescheitert", sagte Leonhardt auf der Pressekonferenz nach der deutlichen Heimniederlage gegen den neuen Zweitliga-Spitzenreiter Paderborn. Der Aue-Präsident hatte Shpileuski im Sommer aus Kasachstan ins Erzgebirge geholt. Der 31-Jährige hatte attraktiven Offensivfußball versprochen. In der 2. Bundesliga kassierte der FC Erzgebirge in sieben Saisonspielen vier Niederlagen, holte drei Remis und ist aktuell mit einer Tordifferenz von 3:12 Toren Tabellenletzter.

Leonhardt: "Es bringt so nichts"

"Ich hatte mich kurz mit Aufsichtsrat und Vorstand konsultiert. Nach einem Gespräch mit Aliaksei im Anschluss des Spieles sind wir zur Auffassung gekommen, dass wir getrennte Wege gehen", erklärte Leonhardt und sagte weiter: "Ich hatte mich mit Aliaksei ausgesprochen. Wir sind zur Meinung gekommen, dass er die Mannschaft nicht mehr erreicht - oder die Mannschaft ihn nicht. Das ist so im Profifußball. Aber so ist es nicht umsetzbar. Wir beide hatten das Gefühl, dass es so nichts bringt." Die Trainersuche beginne in der kommenden Woche, sagte Leonhardt, der für Fragen nach der PK nicht zur Verfügung stand. "Wir müssen jetzt ein neues Projekt starten. In der Hoffnung und Zuversicht, dass wir wieder auf Kurs kommen", so Leonhardt.

Dirk Hofmeister

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Sebastian Mai kam gegen den 1. FC Nürnberg von der Bank und spielte dann in eriner eher ungewohnten Rolle. Nun gehe es darum, gegen die aktuelle Tendenz zu arbeiten.

So 17.10.2021 16:58Uhr 02:09 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 19. September 2021 | 15:30 Uhr

67 Kommentare

Gernot vor 4 Wochen

Nur weil der eine oder andere , hier im Forum , seine Symphatie einem unterklassigen Verein schenkt, muss er nicht ahnungslos in Sachen Fußball sein. Außerdem sind sie auch nicht für Geschick und Missgeschick ihres Vereins verantwortlich.
Im Großen und Ganzen läuft die Diskussion hier im akzeptabelen Rahmen. Das beim FCE nun mal etwas schief läuft, ist nicht abzustreiten- selbst eingefleischte Wismut Fans sehen das. Alle andere Meinungen zum Thema einfach abzuwerten , ist wohl zu billig. Und glaube mir, immer zu denken, Leo und Co werden es auch im 17. Jahr wieder hinbekommen, scheint im Moment naiv. Ein neuer Trainer, selbst ein Neuhaus, steht mit diesem " Restkader" in dieser bärenstarken Liga vor einer kaum lösbaren Aufgabe. Ich wünsche euch viel Glück .

Barrackler vor 4 Wochen

Ganz ehrlich...Paco kann im Rückblick froh über dieses Ende mit Schrecken sein. Auch und gerade er wäre im 'System' Spilevski hoffnungslos verbrannt worden. Der eigentliche Effekt dieses Abgangs war eher, dass der Trainer durch diese Personalie frühzeitig jeglichen Rückhalt bei den verbliebenen Etablierten verloren hat.
Der Skandal daran ist, einen Trainer mit derartigen Ansagen eines Paradigmenwechsels in der Art und Weise Fußball zu spielen zu Vorbereitungsbeginn ohne Sturm beginnen zu lassen.
Schließlich wusste man auch frühzeitig, dass Krüger gehen wird. Gerade nach diesem Spielertyp hätte man längst vor Beginn der Vorbereitung Ausschau halten müssen.
Aber so ist das, wenn man in den viel gepriesenen Gremien keine sportliche Kompetenz sitzen hat.
Das geht immer mal paar Jahre gut, ist aber genauso gut alle paar Jahre zum Scheitern verurteilt...

Nur Wismut Aue vor 4 Wochen

Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich Nasen aus den unterklassigen 3. und 4. Ligen so Gedanken über Aue machen. Haben selbst jahrelang nichts auf die Reihe bekommen und geben Aue Ratschläge. Bei Rußchamsern muss man direkt schmunzeln.