Fußball | 2. Bundesliga 1. FC Magdeburg zu Gast beim FC St. Pauli – der Faktencheck

4. Spieltag

Vor vier Jahren wäre die Begegnung mit St. Pauli für Magdeburgs Trainer Christian Titz noch ein Stadtderby gewesen. Der ehemalige HSV-Cheftrainer durfte vor seinem Rauswurf jedoch nur eines dieser besonderen Aufeinandertreffen bestreiten – das prestigeträchtige 100. – und das endete mit einem torlosen 0:0 im Volksparkstadion. Nun wird Titz das erste Mal in seiner Trainerkarriere ans Millerntor reisen und hofft mit dem FCM am Sonntag (14. August, 13:30 Uhr) auf wichtige Punkte.

Leon Bell Bell gegen Jakov Medic
Im letzten Duell gegen St. Pauli musste Magdeburg sich knapp geschlagen geben. Bildrechte: IMAGO / Christian Schroedter

Schwieriger Start für beide

Der Zweitligastart des 1. FC Magdeburg gestaltete sich durchwachsen. Am zweiten Spieltag folgte zwar eine Art Erwachen gegen den Karlsruher SC mit einer 3:0-Führung nach 34 Minuten, letztlich brachen die Sachsen-Anhalter aber ein und retteten einen 3:2-Sieg über die Zeit. Vergangenes Wochenende zeigte sich der FCM dann sichtlich beeindruckt von der Pokalklatsche gegen Frankfurt (0:4) und verlor gegen das bis dahin sieglose Kiel mit 1:2.

Auch beim FC St. Pauli läuft noch nicht alles rund, vor allem in der Defensive. Der Fünfte der Vorsaison quälte sich im DFB-Pokal zu einem 4:3-Sieg beim Regionalligist SV Straelen und verlor danach beim 1. FC Kaiserslautern (1:2). Sein einziges Heimspiel in dieser Saison gewann Pauli immerhin (3:2 gegen Nürnberg) – doch ähnliches gilt für den FCM, der sein einziges Auswärtsspiel der Saison in Karlsruhe gewinnen konnte. Welche der Serien wird am Sonntag reißen?

FCM - SGE 6 min
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Die Tabelle vor dem 4. Spieltag
Verein Spiele Torverhältnis Punkte
11. FC Nürnberg 3 4:3 4
12. FC St. Pauli 3 6:6 4
13. FC Magdeburg 3 5:6 3
14. SpVgg Greuther Fürth 3 3:5 2

Das verflixte Pokalspiel

Besonders finster im Magdeburger Kollektivgedächtnis ist das letzte Aufeinandertreffen mit St. Pauli verankert. Die damals unterklassigen Sachsen-Anhalter lieferten St. Pauli in der ersten Runde des DFB-Pokals 2021/22 einen mindestens ebenbürtigen Fight. Der FCM haderte aber immens mit der Chancenverwertung und musste sich trotz unglaublichen 41 Torschüssen und 20 Eckstößen mit 2:3 geschlagen geben.

Tor zum 2:2 durch Sirlord Conteh FCM, 17 gegen Torwart Dennis Smarsch St. Pauli, 1.
Nach dem Tor zum 2:2 im Pokalspiel gegen Pauli durch Sirlord Conteh hatte der FCM noch große Hoffnung auf ein Weiterkommen. Bildrechte: imago images/Eibner

Vier echte und eine gefühlte Niederlage gegen Pauli

Auch abseits des Pokalspiels hatte Magdeburg noch nie etwas zu lachen gegen die Kiezkicker – aus allen fünf Begegnungen nahm der FCM gerade einmal ein Remis bei vier Niederlagen mit. Besonders bitter: Beim einzigen Unentschieden der beiden Teams (Saison 2006/07) verpasste Magdeburg gegen die bereits aufgestiegenen St. Paulianer Platz zwei der damaligen Regionalliga Nord und damit den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Etwas anders dürfte die Gemütslage bei Baris Atik sein. Der Magdeburger Spielmacher hat in der 2. Bundesliga noch nie gegen die Hamburger verloren.

Ohne Lawrence und Ex-Kiezkicker Franzke ans Millerntor

Abwehr-Hoffnung Jamie Lawrence wird gegen Pauli wegen einer Gelbrotsperre aus der Partie gegen Kiel fehlen. Der 19-jährige Neuzugang des FCM bekam gegen Kiel erst für eine Schwalbe und danach für einen verursachten Elfmeter jeweils Gelb und musste vom Platz. Auch Florian Kath, Luca Schuler und Maximilian Franzke werden voraussichtlich fehlen. Franzke war vor seinem Transfer nach Magdeburg 2020/21 (Leihe mit anschließendem Kauf) beim Hamburger Gegner unter Vertrag.

Gelb-Rot für Jamie Lawrence (FCM, 5) (re.), 1. FC Magdeburg vs. Holstein Kiel
Jamie Lawrence sieht nach einem Foul im Strafraum gegen Kiel die Gelb-Rote-Karte. Gegen St. Pauli wird er damit fehlen. Bildrechte: IMAGO/Eibner

St. Pauli muss die ganze Saison bereits auf Stammkeeper Nikola Vasilj verzichten, der an einem Fingerbruch laboriert. Dazu werden in der Verteidigung David Nemeth, Jannes Wieckhoff und Pechvogel Adam Dzwigala fehlen. Letzterer zog sich unmittelbar nach seiner späten Einwechslung am vergangenen Wochenende eine Sprunggelenksverletzung zu. Zudem muss Trainer Timo Schultz wohl ohne Eric Smith im Mittelfeld planen.

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ori

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. August 2022 | 15:45 Uhr

15 Kommentare

Thommi Tulpe vor 8 Wochen

Wir sprechen uns am Sonntag wieder. Ein 4:1 wird es mit Sicherheit nicht.
3:1, 5:1 ... Ihre Tipps sind genauso "zuverlässig" wie die Wettervorhersage eines Frosches im Glas.

schorschi vor 8 Wochen

Es sollte doch ein "Jetzt erst recht" Spiel werden, da Baris nicht spielen kann und die Anderen zeigen wollen, wir gehören auch ohne Atik zurecht in diese Liga. Als Aufsteiger ist die Rolle des Favoriten eh nicht bei Blau-Weiß, einfach weiter so spielen und die Fehler minimieren, dann werden wir uns auch einen Namen in Liga 2 machen. BWG aus dem Erzgebirge an alle Blau-Weißen und fairen Fans und natürlich viele Grüße in de Mudderstadt. Einmal 🔵⚪-Immer 🔵⚪.

flaeming_der_alte vor 8 Wochen

Die Chancen bzw. Risiken bestehen so, wie im jeden anderen Spiel.
Ansonsten fällt mir nur noch ein:
Gott schütze uns vor Sturm und Wind und Fußballfans, die keine sind!
Die betreffenden Subjekte werden sich die Jacke schon anziehen.
Es bleibt die Hoffnung auf wenigstens einen Punkt. BWG

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