Fußball | 2. Bundesliga Nach "Krankmeldung" von Dirk Schuster - Zeichen stehen auf Abschied

Wie sich die Bilder gleichen: Im August 2019 wurde Daniel Meyer "vorläufig beurlaubt", obwohl Erzgebirge Aue sportlich gut dastand. Jetzt meldete sich Dirk Schuster "krank". Und die Zeichen stehen erneut auf Abschied.

Daniel Meyer und Dirk Schuster
Bildrechte: IMAGO / Eibner

Wir schreiben den 19. August 2019. Zweitligist FC Erzgebirge Aue verkündet die "vorläufige Beurlaubung" von Cheftrainer Daniel Meyer. Bis heute wurden keine offiziellen Gründe bekannt. Aus der vorläufigen wurde schnell eine endgültige Trennung. Damals stand die Mannschaft nach zuvor geschafftem Klassenerhalt mit zwei Siegen aus drei Spielen gut da, wurde ein Zerwürfnis zwischen dem sehr offen auftretenden Meyer und Klub-Boss Helge Leonhardt vermutet.

Kritik trotz erneutem Klassenerhalt

Nachfolger von Meyer wurde Dirk Schuster, der mittlerweile zwei Mal den Nichtabstieg aus der 2. Bundesliga realisierte. Ein großer Erfolg für den kleinen Verein mit dem schmalen Budget. Doch seit einigen Wochen war zu spüren, dass es trotz des sportlichen Erfolges im Erzgebirge brodelt. So hatte sich Klub-Boss Leonhardt zuletzt mehrmals kritisch zur Trainingsgestaltung geäußert. Nach der Heimniederlage Mitte April gegen den FC St. Pauli bemängelte er geistige und körperliche Frische bei den Aue-Profis und forderte, dass es auch "im Training wieder schärfer zur Sache gehen muss". Ähnliches hatte es auch bereits 2019 bei Daniel Meyer gegeben.

Dirk Schuster
Noch-Veilchen-Coach Dirk Schuster. Bildrechte: Picture Point

Paderborn-Pleite der Anfang vom Ende?

Nach der 3:8-Heimpleite gegen den SC Paderborn kam nun am Mittwochabend der Hammer: Dirk Schuster und sein Co-Trainer Sascha Franz meldeten sich laut Vereinsmitteilung krank.  Genau an diesem Tag begab sich die Mannschaft ins Quarantäne-Lager, das noch bis 23. Mai andauern wird.

Schuster besitzt noch einen Vertrag bis 2022, dennoch stehen die Zeichen auf Trennung. Und Hintergrund dürfte wieder ein zerschnittenes Band mit Präsident Helge Leonhardt sein. Laut "dpa" wurde bereits Anfang der Woche über eine Trennung vom 53-Jährigen in den Vereinskreisen diskutiert. Es wäre der siebte Trainerwechsel in der siebenjährigen Amtszeit von Helge Leonhardt.

Helge Leonhardt
Sieben Trainer in sieben Jahren Amtszeit - Helge Leonhardt Bildrechte: imago images/Picture Point

rei/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Sportblock | 13. Mai 2021 | 18:40 Uhr

79 Kommentare

Sachsin vor 19 Wochen

"an einen Spieler oder Trainer erinnern wie an mächtigen Präsidenten Leonhardt."

das dachte so manch naive Träumer wärend der 19 Jahre des Clemens Tönnies bei Schalke auch

normaler Zeitgenosse vor 19 Wochen

Man sollte wieder zur Tagesordnung... Spiel am Sonntag übergehen.

Aue hat absolut funktionierende Strukturen mit verantwortungsvoll handelnden Präsidenten/Präsidium/Vorstand,Aufsichtsrat und die wichtigsten Geldgeber/Hauptsponsoren und Stadionbetreiber/Landratssamt und alle sind zu jeder Zeit in strategischen Entscheidungen eingebunden.

Und deshalb werden getroffene Entscheidungen immer intern ausdiskutiert/entschieden und dann gemeinsam umgesetzt.

Glück Auf und gutes Spiel in Düsseldorf

Aldi1 vor 19 Wochen

Ne lass mal. Der passt dann doch besser zu eurer Herde. Hier im Forum geht es übrigens um Profifußball. Das Forum der Amateurclubs ist woanders. Grüße aus dem Schacht. ⚒️