Fußball | 2. Bundesliga Erzgebirge Aue dreht Spiel - Osnabrück in die Relegation

34. Spieltag

Dimitrij Nazarov war der Mann des Spiels: Der Joker kam, sah, und Aue gewann zum Abschluss der Zweitliga-Saison gegen den VfL Osnabrück. Damit verhinderten die Veilchen auch die Fortsetzung ihrer Heim-Misere.

Tor für Aue, Torjubel nach dem 2:1
Bildrechte: Picture Point

Der FC Erzgebirge Aue hat die Fußball-Zweitliga-Saison mit einem 2:1-Erfolg gegen den VfL Osnabrück abgeschlossen. Dabei drehten die Elf von Interimstrainer Marc Hensel die Partie nach Pausenrückstand und verhinderten so die vierte Heimpleite in Folge. Der VfL Osnabrück, der zwischendurch sogar vom direkten Klassenerhalt träumen konnte, bleibt auf Rang 16 und muss den Klassenerhalt über die Relegation gegen den FC Ingolstadt schaffen.

Fußball | 2. Bundesliga FC Erzgebirge Aue - VfL Osnabrück in Bildern

Teamkreis FC Aue
Das Ziel vor dem letzten Saisonspiel war klar: Nach drei Heimpleiten sollte im Erzgebirgsstadion endlich wieder gepunktet werden. Mit einem Heimfluch wollte man nicht in die Sommerpause gehen. Bildrechte: Picture Point
Teamkreis FC Aue
Das Ziel vor dem letzten Saisonspiel war klar: Nach drei Heimpleiten sollte im Erzgebirgsstadion endlich wieder gepunktet werden. Mit einem Heimfluch wollte man nicht in die Sommerpause gehen. Bildrechte: Picture Point
Auer Fans auf einem Hügel vor dem Stadion.
Ein paar Zaungäste wollten sich den Abschluss auch nicht entgehen lassen. Die Sehnsucht nach Live-Fußball war einfach da. Bildrechte: Picture Point
Florian Krüger / Krueger (11, Aue) vor Etienne Amenyido (14, Osnabrueck) ,
Die Partie nahm nach einer Viertelstunde Fahrt auf. Hier versucht sich Florian Krüger durchzusetzen. Bildrechte: Picture Point
Tor für Osnabrück, Sebastian Kerk (37, Osnabrueck, nicht im Bild) trifft zum 0:1 gegen Torwart Martin Männel / Maennel (1, Aue),
Führung für die Gäste: Standardexperte Sebastian Kerk verwandelte einen Freistoß gegen Aues Martin Männel. Bildrechte: Picture Point
Torjubel nach dem 0:1, Sebastian Kerk (37, Osnabrueck) jubelt
Das neunte Saisontor von Kerk. Osnabrück konnte nun auf den direkten Klassenerhalt hoffen. Bildrechte: Picture Point
Interimstrainer Marc Hensel, Erzgebirge Aue
Aues Interimstrainer Marc Hensel war nicht immer mit den Schiedsrichterleistungen einverstanden. Bildrechte: Picture Point
Florian Krüger / Krueger (11, Aue) wird behandelt
Top-Stürmer Florian Krüger musste verletzte vom Feld. Er hatte sich bei einem Schuss verletzt, als er unglücklich aufgekommen war. Die U21-EM hat er noch auf der Agenda in dieser Saison. Bildrechte: Picture Point
Etienne Amenyido (14, Osnabrueck) vor Tom Baumgart (8, Aue)
Etienne Amenyido ließ immer wieder sein Talent aufblitzen. Unter anderem holte er den Freistoß vor dem 0:1 heraus. Hier im Duell mit Aues Tom Baumgart. Bildrechte: Picture Point
Tor für Aue, Dimitrij Nazarov (10, Aue, nicht im Bild) trifft zum 1:1
Dann stach der Joker: Nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung besorgte Dimitrij Nazarov per Kopf den 1:1-Ausgleich. Da konnte VfL-Torwart Philipp Kühn nur hinterher schauen. Bildrechte: Picture Point
Tor für Aue, Torjubel nach dem 1:1
Das 1:1 setzte beim FCE weitere Kräfte frei. Bildrechte: Picture Point
Tor für Aue, Dimitrij Nazarov (10, Aue) trifft zum 2:1
Elf Minuten später dann wieder Nazarov (li.): Diesmal vollendete er eine starke Kombination. Bildrechte: Picture Point
Tor für Aue, Dimitrij Nazarov (10, Aue) trifft zum 2:1
Aue hatte die Begegnung gedreht. Am Ende freuten sich die Sachsen über den 2:1-Erfolg und feierten nach zuvor schwierigen Wochen einen versöhnlichen Saison-Abschluss. Bildrechte: Picture Point
Alle (12) Bilder anzeigen

Chancen auf beiden Seite - Rückstand für Aue

In der ersten Halbzeit hatten beide Teams ihre Chancen, die besseren hatte laut Statistik sogar Aue. Bei erwarteten Toren hieß es 1,9 : 0,6. Aber das Sturmduo Pascal Testroet und Florian Krügel bekam den Ball nicht unter. Testroet hatte Gelegenheiten per Kopf und Drehschuss (22./23.), Krüger versucht es artistisch nach einer Kopfballverlängerung von Testroet (33.). Dabei verletzte sich der Junioren-Nationalspieler beim Aufkommen und so musste er acht Minuten später humpelnd vom Feld. Aber auch der VfL ließ sich offensiv nicht lumpen: FCE-Schlussmann Martin Männel glänzte gegen den Versuch von Christian Santos aus spitzem Winkel (13.), war dann aber beim 20-m-Freistoß von Sebastian Kerk machtlos (25.). Nur zwei Minuten später nutzte Kerk einen Riese-Fehler dann nicht und verzog von der Strafraumgrenze knapp. Weil Braunschweig 0:3 in Hamburg und Sandhausen 0:1 in Bochum hinten lagen, war Osnabrück zu diesem Zeitpunkt bereits gerettet.

Tor für Osnabrück, Sebastian Kerk (37, Osnabrueck, nicht im Bild) trifft zum 0:1 gegen Torwart Martin Männel / Maennel (1, Aue),
Das 0:1: Martin Männel kann den Freistoß von Sebastian Kerk nicht mehr entschärfen. Bildrechte: Picture Point

Nazarov kam, sah und Aue siegte

Nach der Pause war Aue die bessere, weil offensivere Mannschaft. Es dauerte bis sich die Sachsen im letzten Drittel durchsetzen konnte. Als Initialzündung für die Wende erwies sich die Einwechslung von Dimitrij Nazarov. Der Nationalspieler von Aserbaidschan, dem bereits beim 3:8 gegen Paderborn alle Auer Tore gelungen waren, drehte die Begegnung im "Alleingang". Erst drückte er eine Ecke von Philipp Riese ins lange Eck (65.). Dann finalisierte er eine klasse Kombination über vier Stationen mit einem Schuss ins lange Eck (76.). Damit hatte Osnabrück die Chance auf den direkten Klassenerhalt zunächst verspielt. Die Niedersachsen versuchten es in der letzten Viertelstunde noch einmal, aber Aue stand sicher.

Tor für Aue, Dimitrij Nazarov (10, Aue) trifft zum 2:1
Dimitrij Nazarov erzielt das 2:1. Bildrechte: Picture Point

Das sagten die Trainer

Markus Feldhoff (Osnabrück): "Wir sind hin- und hergerissen. Einerseits ist da die Freude über die Relegation, die unser Minimalziel war. Andererseits sind wir ein bisschen enttäuscht, weil wir die Chance nicht genutzt haben. Wir waren nach dem Führungstreffer aber zu passiv und waren heute am Ende auch nicht gut genug, um das Spiel zu gewinnen. Die Ergebnisse haben für uns gepasst, leider haben wir unseren Teil nicht dazu beigetragen. Wir wären lieber als 15. direkt nach Osnabrück gereist, aber jetzt hängen wir eben noch eine Woche dran. Heute darf ein bisschen die Enttäuschung da sein, dann wollen wir unsere zweite Chance nutzen."

Interimstrainer Marc Hensel, Erzgebirge Aue
Marc Hensel Bildrechte: Picture Point

Interimstrainer Marc Hensel (Aue): "Wenn ich sehe, wie wir die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit und die zweite Halbzeit umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten, welche Dominanz wir im Spiel mit Ball hatten, das war beeindruckt, wie das meine Mannschaft, trotz der letzten Wochen, umgesetzt hat. Dieser Mut und die Souveränität haben dann dazu geführt, dass es ein verdienter Sieg ist. Ich bin sehr glücklich, dass wir auch als Team wieder näher an unser Publikum heranrücken konnte. Sie haben draußen einen traumhaften Job für uns gemacht. Das hat uns sehr geholfen. Die Unterstützung von außen war permanent spürbar. Das ist Erzgebirge Aue - und das muss es auch nächste Saison sein, weil wir dann noch eine stärkere 2. Liga haben werden, das ist ja schon eine 1. Liga."

cke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 23. Mai 2021 | 19:30 Uhr

21 Kommentare

Hubert vor 28 Wochen

Lasst Euch nicht ärgern, ihr habt gespielt, wie ihr gespielt habt, und gut.
"sternburgopfer" ist doch dem Sternburg zum Opfer gefallen, anders ist das nicht zu erklären.
Am letzten Spieltag hat Aue nochmal alles rausgeholt, einen versöhnlichen Abschluss geschaffen.

Blauer Hund vor 28 Wochen

Übrigens haben wir 2 x gegen Würzburg, 2 x gegen Braunschweig, 2 x gegen Osnabrück und 2 x gegen Sandhausen gewonnen.
Selbst der Allerdümmste kann sich ausrechnen wie fair oder unfair wir uns im Abstiegskampf verhalten haben.
Solltest du damit nicht zurechtkommen, bitte einfach mal die Eltern fragen, die erklären es dir sicherlich.

Arbeitende Rentnerin vor 28 Wochen

Was soll denn dieser Blödsinn, davon abgesehen, dass die Auefans auch mal wieder einen Sieg verdient haben, gebietet es die sportliche Fairness den anderen Mannschaften gegenüber, alles zu geben, egal wer davon profitieren könnte oder nicht. Ich mag Osnabrück, schon wegen der Farben, aber gegen Sandhausen habe ich auch nichts. Am Ende zählt eben die Gesamtzahl, haben wir doch auch schon erlebt, die Älteren werden sich erinnern.