Fußball | 2. Bundesliga Sportchef Otmar Schork erklärt Fehlstart des 1. FC Magdeburg

Vier Punkte aus sieben Spielen und der 17. Tabellenplatz: Statt eine sorgenlosen Serie zu spielen, steckt Drittligameister 1. FC Magdeburg direkt im Zweitliga-Tabellenkeller fest. Geschäftsführer Otmar Schork erklärt die Gründe für Magdeburgs Probleme.

Schork 2 min
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In einer Presserunde am Donnerstag (8. September) hat FCM-Sportgeschäftsführer Otmar Schork den Fehlstart des Aufsteigers mit einer Kette aus unglücklichen Umständen erklärt, die schon in der vergangenen Saison begonnen hätten: "Uns fehlt die Regeneration". Nach der mental anstrengenden Vorsaison habe das Team nur zweieinhalb Wochen Urlaub gehabt.

Dazu kamen Verletzungen und Krankheiten. "Das hat dazu geführt, dass die Vorbereitung sehr schleppend verlief", klagte Schork. Im Bezug auf den weiterhin verletzten Baris Atik fuhr er fort: "Unser Herzstück der Mannschaft konnte die gesamte Vorbereitung höchstens zweimal die Woche trainieren."

Baris Atik 1. FC Magdeburg,23
Topscorer Baris Atik fehlt dem FCM an allen offensiven Ecken und Enden. Bildrechte: IMAGO/Christian Schroedter

Schork: Eingewöhnung des Kaders abgeschlossen

Ein weiteres Problem sieht Schork in der Erfahrung des Kaders. Viele Spieler hätten sich erst an die zweite Liga gewöhnen müssen, so der Geschäftsführer, der vor der vergangenen Drittligasaison insgesamt neun Regionalligaspieler verpflichtete. Die vergangenen Resultate (0:1 gegen Paderborn, 4:4 gegen Kaiserslautern) würden zeigen, dass die Mannschaft nun in der Liga angekommen sei.

FCM holt Verstärkungen mit viel Erfahrungen

Damit sich das bald auch wieder in dringend benötigten Siegen niederschlägt, haben sich die Magdeburger erst zu Wochenbeginn mit zwei Erstliga-erfahrenen Defensivspielern verstärkt. Herbert Bockhorn und Cristiano Piccini hätten andere Option gehabt, sagt Schork, aber: "Wir hatten einen langem Atem."

Beide Neuzugänge würden Erfahrung, Spielstärke und Geschwindigkeit mitbringen, zählte Schork auf. Bockhorn stieg mit Bochum in die Bundesliga auf, Piccini wurde jüngst serbischer Meister mit Roter Stern Belgrad und absolvierte in der Vergangenheit drei Länderspiele für Italien. Schork bremste trotzdem: "Wir müssen Geduld haben, die Spieler werden sich erst noch an das Christian-Titz-Spiel gewöhnen."

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 08. September 2022 | 17:45 Uhr

32 Kommentare

Thommi Tulpe vor 21 Wochen

So es wieder in Liga 3 runtergehen sollte, sehe ich ganz und gar nichts optimistisch. Ich denke, diese Mannschaft, die nächste Stufe der Professionalisierung z. B. in Person des Kallnik-Nachfolgers - alles das hat sicher sehr sehr viel Geld gekostet. Geht das "Abenteuer" 2. Bundesliga wieder schief, wird uns diese Nachfolge ganz sicher keine gut gefüllten Kassen mehr übergeben können. Zudem fliegt einem dann diese Mannschaft mit Sicherheit noch mehr auseinander, als es das bereits beim ersten Abstieg passiert ist. Sollte der Club erneut absteigen, wird es in der kommenden Saison ganz sicher auch ganz schwer in Liga 3.
Ich denke: Der Klassenerhalt ist diesmal tatsächlich überlebenswichtig!?
Ansonsten hast Du Recht: Der Ansatz, wie man beim Club Fußball zu spielen versucht, ist der richtige.

Horst Schlaemmer vor 21 Wochen

Ich wünsche mir, dass man beim FCM demütig und geduldig bleibt und der Mannschaft trotz der Tabellensituation nicht zu viel Druck macht. Als Aufsteiger und Team mit dem niedrigsten Etat in der Liga war eine "sorgenlose Serie" nicht erwartbar. Wenn auch noch der Spielmacher ausfällt (wie lange fehlt Atik eigentlich noch?), wird es schwer. Anders als bei den Mitbewerbern aus Kaiserslautern und Braunschweig hat man nicht teuer und prominent eingekauft, sondern bleibt seiner Philosophie treu - was ich gut finde. Trotzdem ist der FCM eines der spielerisch besten Teams der Liga. Und das ist der Verdienst von C.T. und O.S.. Der Start in Liga 2 war sicher mehr als unglücklich. Umso mehr kommt es jetzt darauf an, geduldig weiter an die eigenen Stärken und die eigene Philosophie zu glauben. Nur so werden Erfolgserlebnisse kommen. Und falls es am Ende trotz allem für Liga 2 nicht reicht, wäre das nicht verwunderlich (der Klassenerhalt wäre das größere Wunder) und auch kein Beinbruch.

Gernot vor 21 Wochen

Was soll die ganze Diskussion über OS etc....?
Die Wahrheit liegt letztendlich auf dem Platz. Gebe dafür auch 5 Euro in die Phrasenkasse unseres Frisör.

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