Fußball | 2. Bundesliga Fortuna Düsseldorf und das Fünkchen Aufstiegshoffnung

Allzu groß sind die Aufstiegshoffnungen bei Fortuna Düsseldorf nicht mehr. Dennoch will das Team von Uwe Rösler mit einem Heimerfolg gegen Erzgebirge Aue am Sonntag das Flämmchen aufrechterhalten. Hoffnung macht vor allem die bärenstarke Heimbilanz.

Düsseldorfs Dawid Kownacki trifft zum 0:1 und jubelt mit den Teamkollegen
Düsseldorfs David Kownacki traf im Hinspiel gegen Aue zum 1:0. Bildrechte: Picture Point/Sven Sonntag

Nach einem äußerst durchwachsenen Saisonstart robbte sich Fortuna Düsseldorf in den letzten Wochen peu à peu an die vorderen Plätze. Nach dem jüngsten Unentschieden gegen Eintracht Braunschweig scheint der Aufstiegszug nun aber doch abgefahren zu sein. Der Rückstand auf den Relegationsrang beträgt zwei Spieltage vor Schluss fünf Punkte. Am Sonntag empfängt die Elf von Uwe Rösler Erzgebirge Aue, ehe es am letzten Spieltag zum möglichen Showdown mit Greuther Fürth kommt.

Allofs: "Müssten unsere Qualität zuverlässiger auf den Platz bringen"

Die liegengelassenen Punkte gegen Braunschweig haben ihre Spuren bei den Fortunen hinterlassen. "Das ist doppelt ärgerlich, weil ja Fürth nicht gewonnen hat", sagte F95-Vorstand Klaus Allofs im Kicker-Interview am Montag. "Jetzt müssen schon mehrere Dinge zusammenkommen, wenn wir tatsächlich noch auf Platz drei vorrücken wollen." Ein Sieg gegen Aue ist also Pflicht, soll der direkte Wiederaufstieg doch noch finalisiert werden. Dafür muss das Team aber zuverlässiger punkten. "Um mehr zu erreichen, müssten wir unsere Qualität zuverlässiger und dauerhaft auf den Platz bringen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg. Manchmal fehlt in vielen Bereichen die letzte Konsequenz und Abgeklärtheit, nicht nur in der Abwehr", bemängelte Allofs.

Düsseldorf drittbestes Heimteam

Weiter scheint auch die Zukunft von Rösler offen zu sein. Man lasse sich in dieser Frage "nicht treiben", so Allofs. Mit den Analysen sei man aber schon "sehr weit." Eine Entscheidung dürfte bald zu erwarten sein und sicher auch mit dem sportlichen Abschneiden im Saisonendspurt einhergehen. Hoffnung dafür macht vor allem die Heimstärke. Insgesamt holte man auf heimischem Geläuf bisher 34 Punkte aus 16 Spielen. Nur die Spitzenreiter Bochum und Verfolger Kiel punkteten öfter zuhause. Dass man es aber auch auswärts kann, bewies Düsseldorf bereits im Januar eindrucksvoll gegen Aue. Am Ende sprang ein klarer 3:0-Erfolg heraus.

Klaus Allofs und Uwe Rösler
Sportvorstand Klaus Allofs (re.) und Trainer Uwe Rösler. Bildrechte: imago images/Moritz Müller

Allofs lockt mit Killepitsch

Doch selbst bei einem erneuten Erfolg gegen die "Veilchen" ist Düsseldorf auf Schützenhilfe angewiesen. Paderborn muss am Sonntag im Parallelspiel gegen Fürth gewinnen. Allofs zieht deshalb alle Register und lockt den SCP mit einer Alkoholprämie "Für den Fall der Fälle kann man sicher über irgendwelche Naturalien reden. So was wie Killepitsch", scherzte der Sportvorstand im Vorfeld. Ob die Fortunen den Düsseldorfer Kräuterlikör am 34. Spieltag selbst in vollen Zügen genießen können, bleibt abzuwarten.

Voraussichtliche Aufstellungen

Kastenmeier - Zimmermann, Danso, Krajnc, Koutris - Sobottka, Piotrowski - Iyoha, Karaman, Appelkamp - Hennings

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jsc

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 14. Mai 2021 | 17:45 Uhr

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