Fußball | 2. Bundesliga Gelingt Dynamo Dresden die Trendwende gegen Werder Bremen?

8. Spieltag

Nach drei Niederlagen in Folge ist nach dem furiosen Saisonstart von Dynamo Dresden etwas Ernüchterung bei den Sachsen eingekehrt. Nun gastiert der Bundesliga-Absteiger SV Werder Bremen am Sonntag (26.9. 13:30 Uhr im Ticker und Radio in der SpiO-App und bei sport-im-osten.de) im Rudolf-Harbig-Stadion. Die Hanseaten kommen jedoch nach verlorenem Nordderby ebenfalls nicht mit ganz breiter Brust in die Landeshauptstadt.

Enttäuschung bei Dresden nach dem Spiel
Bildrechte: imago images/Picture Point

Zweitliga-Aufsteiger SG Dynamo Dresden war bestens in die aktuelle Spielzeit gestartet, an den ersten vier Spieltagen blieben die Sachsen ungeschlagen, holten starke zehn Punkte und standen auf dem zweiten Tabellenplatz.

0 Punkte, 1:6 Tore

In den folgenden drei Ligapartien setzte es dann drei Niederlagen, gegen Paderborn, Heidenheim und Darmstadt blieb die Mannschaft SGD-Coach Alexander Schmidt ohne Punkte, erzielten nur einen eigenen Treffer und kassierten sechs Gegentore.

So „normal“ eine solche Leistungsdelle inklusive Torflaute für einen Aufsteiger nach gutem Saisonstart auch ist, in Dresden will man schleunigst raus aus dem Abwärtstrend. Da kommt es denkbar ungünstig, dass sich SGD-Stürmer Panagiotis Vlachodimos in der Partie beim SV Darmstadt einen Kreuzbandriss zugezogen hat und sich damit die Zahl der Langzeitverletzen der Dresdner auf fünf (Wiegers, Borello, Knipping, Weihrauch, Vlachodimos) erhöht.

"Man muss schon von Pech sprechen"

„Das trifft uns natürlich hart. Wir sind gerade nicht glücklich bzgl. schwerer Verletzungen. Man muss schon von Pech sprechen. Es sind vor allem schwerwiegende Knieverletzungen, die uns in letzter Zeit zurückgeworfen haben. Nichtsdestotrotz haben wir eine Mannschaft, die das Vertrauen verdient hat. Wir müssen die Jungs ersetzen, die ausfallen", sagte SGD-Coach Alexander Schmidt auf der Pressekonferenz.

Alexander Schmidt
Insbesondere die vielen Knieverletzungen machen SGD-Coach Alexander Schmidt große Sorgen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Auch Mittelfeld-Motor Julius Kade wird Dynamo am Sonntag nicht zur Verfügung stehen, der 22-Jährige muss aufgrund seiner Gelb-Roten-Karte im Spiel gegen die Hessen, am Sonntag auf der Tribüne Platz nehmen. Doch es gibt auch gute Nachrichten an der Elbe. Kevin Ehlers ist wieder im Training, Antonis Aidonis ist trotz gebrochener Hand einsatzfähig, Robin Becker kehrt nach seiner Sperre wieder in den Kader zurück und auch Luca Herrmann ist zumindest für einen Kurzeinsatz bereit.

Werder Bremen nach HSV-Niederlage angezählt

Auf die SGD wartet nun die nächste schwere Aufgabe. Ex-Bundesligist SV Werder Bremen, naturgemäß mit direkten Wiederaufstiegsambitionen ausgestattet, will nach durchwachsenem Saisonstart und der Niederlage gegen den Hamburger SV für Wiedergutmachung sorgen und den Anschluss an das obere Tabellendrittel wiederherstellen.

"Spielstarkes"Werder Bremen

"Ich sehe Bremen, als eine der spielstärksten Mannschaften der Liga, neben dem HSV. Man sieht es an der Spielanlage, die vom Trainer gefordert wird. Sie sind vorne sehr beweglich und schnell. Es ist ein Team, das man nicht zu viel spielen lassen sollte. Wir brauchen eine große "Frust-Toleranz", warnte Schmidt.

Schwierige Personalsituation für Markus Anfang

Aber, auch Werder-Coach Markus Anfang plagen Verletzungssorgen. Mit Felix Agu, Ömer Toprak, Christian Groß, Leonardo Bittencourt und Oscar Schönfelder, fehlen dem in der Sommerpause von Darmstadt nach Bremen gewechselten Cheftrainer zahlreiche Leistungsträger, so wie mit Ömer Toprak und Christian Groß auch beide etatmäßigen Mannschaftskapitäne.

Markus Anfang
Auch Werder-Coach Markus Anfang muss viele Ausfälle verkraften. Bildrechte: IMAGO / Oliver Ruhnke

"Dresden ist ein großer Klub"

"Es wird ein schweres, intensives Spiel für uns, gerade in Dresden wird es ein emotionales Spiel. Dresden ist mit dem Publikum da, es ist ein großer Klub und so treten sie auch auf", sagte Werder-Trainer Markus Anfang.

Welches Team schafft die Trendwende?

Ein Umstand ist schon vor dem Beginn der Partie allen Beteiligten klar. Diejenige Mannschaft, die am Sonntag als Sieger vom Platz geht, verlässt nicht nur den derzeitigen Negativtrend, sie festigt auch einen Platz in der oberen Tabellenhälfte und wahrt den Anschluss an die Aufstiegsränge.

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Videos und Audios zur 2. Fußball-Bundesliga

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Sebastian Mai kam gegen den 1. FC Nürnberg von der Bank und spielte dann in eriner eher ungewohnten Rolle. Nun gehe es darum, gegen die aktuelle Tendenz zu arbeiten.

So 17.10.2021 16:58Uhr 02:09 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-interview-dynamo-dresden-fc-nuernberg-sebastian-mai-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 26. September 2021 | 14:00 Uhr

19 Kommentare

Hubert vor 3 Wochen

Hallo Vogtlaender,
Am besten ist es, auf solche Dynamo-Hasser wie NWA gar nicht drauf eingehen, die freuen sich ja nur drüber, wenn man reagiert.
Hoffen wir heute auf möglichst
3 Punkte.
Dynamische Grüße

Vogtlaender vor 4 Wochen

Da kommt die Schadenfreude bzgl. Rostock zur Geltung. Und auch die Hoffnung auf einen weiteren Absturz von meiner SGD. Was soll das? Wäre es nicht schön, wenn nächste Saison dieselben Ostklubs plus evtl. FCM in Liga 2 wären?

Thoralf vor 4 Wochen

Was anderes als "Aufstieg", kann ich mir gerade nicht vorstellen. Aber erst einmal HEIMSIEG!
Im Übrigen, die vom NDR faseln immer vom Aufstieg. Osnabrück, Die Stadtmusikanten, Die Hafen "Damen", Meppen, Garbsen/OT Havelse usw.