Fußball | 2. Bundesliga Wegen "2G": Dynamo-Ultras boykottieren Auswärtsspiel beim FC St. Pauli

Der FC St. Pauli möchte Anfang Oktober im Heimspiel gegen Dresden endlich wieder eine Vollauslastung seines Millerntor-Stadions haben. Dynamo-Ultras werden aber nicht im Stadion sein - der K-Block lehnt eine Reise ab.

Blick ins Stadion am Millerntor mit einem durch Kreide gezeichneten Totenkopf mit Schriftzug St. Pauli und Blick auf die Gegengerade mit Schriftzug
Da Millerntor-Stadion: Dynamo-Ultras werden am 3. Oktober im Gästeblock (links) wohl fehlen. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Zweitligist Dynamo Dresden wird beim nächsten Auswärtsspiel am 3. Oktober beim FC St. Pauli ohne die Unterstützung seiner Ultras auskommen müssen. Wie der "K-Block Dynamo" bekannt gab, werde die "aktive Fanszene nichtnach Hamburg fahren."

St. Pauli peilt Stadion-Vollauslastung an

Als Grund für die Ablehnung der Auswärtsfahrt wird die "2G-Regel" des FC St. Pauli in der Partie benannt. Die Hamburger wollen in der Partie gegen Dynamo nur genesene oder geimpfte Fans ins Stadion lassen. Dafür soll das Millerntor-Stadion mit 29.546 Zuschauern erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder voll ausgelastet sein dürfen.

Dynamo-Ultras: "Nicht akzeptabel"

"Diese Vorgehensweise ist für uns nicht akzeptabel. Wir sind eine (Sport-)Gemeinschaft, dass heißt: jedem .#Dynamofan muss es ermöglicht werden, egal ob geimpft, genesen oder getestet, seine Mannschaft unterstützen zu können", heißt es in der auf Twitter verbreiteten Erklärung der Ultras.

Zuvor hatten die Dynamo-Ultras bereits auf eine Auswärtsfahrt nach Darmstadt am vergangenen Sonntag (19.09.2021) verzichtet, da die Dresdner Fanszene die Form der Personalisierung der Eintrittskarten des SV98 abgelehnt hatte.

Dynamo-Heimspiele: Keine "aktiver Stimmungskern" im K-Block

Auch zu den Zuschauer-Beschränkungen im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion hatten sich die Ultras kritisch geäußert. "Wenn die Auslastung des Stadions einfach so massiv beschränkt ist, dass tausende Dynamofans bei Heimspielen draußen bleiben müssen und wir gar nicht erst zu Auswärtsspielen anreisen dürfen, überall Abstandsgebote eingehalten und Gesichtsmasken getragen werden müssen, dann können wir als Fanszene nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen und tun, als wäre die Welt im Dynamoland in Ordnung", heißt es in einer Erklärung. Als Konsequenz verzichtet der K-Block auf "aktiven Stimmungskern", Choreografien und das Aufhängen von Fanclub-Zaunfahnen.

Bremen-Heimspiel ausverkauft - St.Pauli-Tickets ab Donnerstag

Unterdessen meldete Dynamo ein ausverkauftes Stadion für das kommende Heimspiel am Sonntag, 26.09.2021, gegen Werder Bremen. Innerhalb von drei Stunden waren die 16.000 verfügbaren Tickets ausverkauft.

Für das Auswärtsspiel beim FC St. Pauli stehen Dynamo 1.504 Karten zur Verfügung. Der Vorverkauf für Dynamo Mitglieder beginnt am Donnerstag, 23.09.2021, 16 Uhr. Ab Freitagvormittag gehen die Tickets dann in den freien Verkauf.

Dirk Hofmeister

Videos und Audios zur 2. Fußball-Bundesliga

Alexander Schmidt
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3 min

Nach dem 0:0 bei Hannover 96 gab Dynamo Dresdens Trainer Alexander Schmidt zu, dass man mit einem "blauen Auge" davon gekommen sei. Am besten sei das Ergebnis. Hier gibt es das komplette Interview

So 23.01.2022 17:51Uhr 02:46 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-trainer-alexander-schmidt-nach-hannover-dynamo-dresden-100.html

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Yannick Stark
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1 min

Mit dem Ergebnis, einem 0:0 bei Hannover 96, war Dynamo Dresdens Kapitän Yannick Stark zufrieden, mit dem Spiel seines nicht so ganz.

So 23.01.2022 17:21Uhr 00:22 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-yannick-stark-nach-hannover-dynamo-dresden-100.html

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Vorschaubild Hensel
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61 Kommentare

Voice vor 17 Wochen

Mensch Udo, lass doch mal den Schwurbelkram, und halt Dich an Fakten! Und lies die Nettiquette, bevor Du hier glaubst, den mdr anzinken zu müssen. Der Schuss ging mal richtig nach hinten los. Danke mdr!!

Voice vor 17 Wochen

Ich sehe hier keine Diskriminierung. Mein Stadion, meine Regeln. Nichts Anderes macht St. Pauli. Und die haben nun mal Hausrecht, und legen die regeln fest.
Udo, Du lässt sicher auch nicht einfach so Jeden in Deine Wohnung, nur weil der behauptet, sonst diskriminiert zu werden., oder?

MDR-Team vor 17 Wochen

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