Fußball | 2. Bundesliga Dynamo Dresden: Keine Einigung – Aus für Minge

Paukenschlag kurz nach dem Re-Start von Dynamo Dresden: Urgestein Ralf Minge muss am Saisonende – also in vier Wochen – seinen Posten als Sportgeschäftsführer räumen. Sein Vertrag wird nicht verlängert.

Geschäftsführer Ralf Minge (Dresden)
Bildrechte: imago images / Hentschel

Er war Spieler (222 Spiele), Trainer und zuletzt sechs Jahre Sport-Geschäftsführer bei Dynamo Dresden: Ralf Minge. Doch jetzt trennen sich die Wege. Der zum 30. Juni auslaufende Vertrag des 59-Jährigen werde nicht verlängert, gaben die Sachsen am Montagabend bekannt.

Überzeugung fehlte

"Nach mehr als sechs sportlich und finanziell als historisch zu betrachtenden, aber auch kräftezehrenden Jahren bestand für beide Seiten nun nicht mehr die volle Überzeugung, den bisherigen Weg in der bestehenden Form gemeinsam fortsetzen", hieß es in einer Vereinsmitteilung. Der Aufsichtsrat habe als Ergebnis von "tiefgründigen Erörterungen" beschlossen, die Stelle des Geschäftsführers Sport neu auszuschreiben.

Sportgeschäftsführer Ralf Minge, Interimstrainer Cristian Fiel und Interims-Sportgeschäftsführer Kristian Walter.
Die Förderung von Cristian Fiel (Mi.) als Trainer fiel Minge (li.) am Ende auch auf die Füße. Bildrechte: imago/Steffen Kuttner

Vorwurf: Falsche Personalentscheidungen

Es hatte in den letzten Wochen immer wieder heiße Spekulationen gegeben. Minge waren Fehlentscheidungen bei der Trainer-Wahl und sportliche Misserfolge der vergangenen beiden Jahre vorgeworfen worden. Dennoch hofft der Aufsichtsrat, dass Minge dem Verein "in einer geeigneten Form" verbunden bleibe.

260 Spiele für Dynamo

Ralf Minge
Ralf Minge als Dynamo-Trainer 1993 Bildrechte: imago/Oliver Behrendt

Minge war von 1981 bis 1991 Stürmer beim damaligen DDR-Oberligisten, für den er insgesamt 260 Partien bestritt. Von 1992 bis 1995 arbeitete er im Verein als Trainer für verschiedene Mannschaften Von 2007 bis 2009 fungierte Minge erstmals als Dynamo-Sportgeschäftsführer, und seit 2014 ist er es wieder.

sst/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 01. Juni 2020 | 21:45 Uhr

41 Kommentare

Rino vor 9 Wochen

Ja, die Möglichkeit von mehreren Entlassungen ist vorstellbar … aber nicht zwangsläufig, da bei einer positiven Entwicklung eine Kündigung unwahrscheinlicher wird. Die Emotionen dürfen wir Fans uns leisten … die Entscheider sollten stets das Wohl des Vereins im Blick haben … und dies ganz nüchtern. Profifußball ist Ergebnissport und knallhartes Business. Wir kommen nicht weiter, wenn wir uns sentimentalen Anheimelungen hingeben. Fielo konnte sich auch nur auf Grund seiner Dynamo-Historie so lange halten. Das ähnelt Vetternwirtschaft und ist nirgends gut. Wir brauchen professionelle Strukturen, um konkurrenzfähig zu sein und dem großen Ziel näher zu rücken. Deshalb wünsche ich mir als Nachfolger jemanden, der nicht aus dem Dynamo-Dunstkreis stammt. Emotionen haben wir in unserem Verein ausreichend. Und, für die Spieler ändert sich überhaupt nichts … das sind Profis und ihre Aufgabe ist es, den Abstieg zu verhindern. Jeder darf sich hinterfragen, ob er wirklich auf 100 Prozent läuft.

jochen vor 9 Wochen

Erfolg zählt nun mal, und minge hatte keinen, einen Nachfolger zu finden wird schwierig werden, und wenn ich hier den Namen Geyer lese, dann weiß ich, wie so mancher DD Fan tickt, für die Zukunft müssen sich die duenamos vollkommen neu aufstellen, mal zu Roten Bullen schauen, kann man nur lernen

MLink-Berlin vor 9 Wochen

Auf dieser Position tät uns Veränderung gut 😜

Dynamos, ich glaub es ist gut, dass bei euch mal ordentlich ausgemistet wird! Nen neuer sportlicher Leiter, dann nen neuen Trainer und beide zusammen sollten nen neues Team zusammenstellen 👍 kann nur besser werden! 😜

BWG aus der Mudderstadt