Fans protestieren gegen Montagsspiele.
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Fußball | 2. Liga Medien: Auch Zweitligisten gegen Montagstermin

Nach den Bundesliga-Vereinen haben offenbar auch die Zweitliga-Klubs keine Lust mehr auf den Montagstermin. Den gibt es immerhin schon seit 25 Jahren. Nach Medien-Meldungen könnte sich sich diese Ära dem Ende zuneigen.

Fans protestieren gegen Montagsspiele.
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Die Klubs der 2. Fußball-Bundesliga erwägen nach Medien-Informationen nun auch die Abschaffung des Montagsspiels. Das berichten "Kicker" und "Bild" nach einer Zweitliga-Sitzung am Montag, bei der die Vereine Einigkeit über die Abschaffung des ebenso traditionsreichen wie auch immer umstrittenen Montagstermins erzielt hätten.

Samstagabend ab 2021?

Dafür soll es eine zusätzliche Partie am Samstag geben, voraussichtlich am Abend nach dem Bundesliga-Topspiel um 18:30 Uhr. Diese Pläne könnten allerdings erst nach Ablauf des Fernsehvertrags von der Saison 2021/22 an umgesetzt werden. Eine offizielle Stellungnahme liegt noch nicht vor. Noch im Oktober hatten die 18 Vereine den Montag beibehalten wollen.

Fans halten Pappschilder mit der Aufschrift 'Gegen Montagsspiele'
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Am Wochenende: Proteste in vielen Stadien

Das Montagsspiel der 2. Bundesliga gibt es seit dem 18. Oktober 1993, damals traf der FC St. Pauli auf den VfL Bochum. Schon seit langem protestieren Fans gegen die ungeliebte Anstoßzeit. Vor knapp zwei Wochen hatten sich bereits die 18 Erstligisten gegen die Montagsspiele ausgesprochen. Diese werden ebenfalls im neuen Fernsehvertrag von der Spielzeit 2021/22 an gestrichen. Bis dahin gibt es fünf pro Saison. Die erste Partie zur besonders für Arbeitnehmer unfreundlichen Zeit stand an diesem Montagabend an. Dabei trafen der 1. FC Nürnberg und Bayer Leverkusen aufeinander. Wie in vielen Stadien der 1. bis 3. Liga, RB Leipzig gehörte zu den Ausnahmen, gab es auch dort einen Stimmungsboykott in der ersten Hälfte.

Banner vor leerer Tribüne
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Montag: Leere Nürnberger Nordkurve in der ersten Hälfte

"Montagsspiele abschaffen - in allen Ligen!", stand auf einem Plakat im Block der Fans von Aufsteiger Nürnberg. "Wir sind nicht aufgestiegen, um wieder montags zu spielen", lautete die Aufschrift auf einem weiteren Banner. Die Nordkurve der Franken im Spiel gegen Leverkusen blieb in der ersten Hälfte weitgehend leer. "Lieber schauen wir heute eine Halbzeit durch Plexiglas, als in ein paar Jahren nur noch in die Röhre!", stand auf einem anderen Plakat.

dpa/cke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 04. Dezember 2018 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Dezember 2018, 16:45 Uhr

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3 Kommentare

04.12.2018 12:10 Sr.Raul 3

Dem DFB in den BuLi 1+2 aber auch nicht mehr wirklich. Die hat er ja aus Marketinggründen an sein "Töchterchen" DFL verscherbelt, @1 (Paul).

04.12.2018 11:07 Leonard 2

Aber Geld wollen die Vereine auch.

04.12.2018 08:31 Paul 1

Richtig so - der Fußball gehört den Fans und nicht dem DFB.