Fußball | 1. und 2. Bundesliga Neue TV-Gelder: Deutlich weniger für RB Leipzig - kaum Verlust bei Aue

Jahrzehntelang galt das Fußballgeschäft in Deutschland als großer Wachstumsmarkt. Das Wachstum ist vorerst gestoppt. Der neue TV-Vertrag sorgt für Einbußen. Die fallen bei RB Leipzig und Aue sehr unterschiedlich aus.

Fernsehkamera im Auer Stadion vor dem Dresdener Fanblock, 2018
Bildrechte: imago/Kruczynski

Der neue TV-Vertrag für die 36 Klubs der 1. und 2. Fußball-Bundesliga ist nicht mehr ganz so üppig ausgefallen wie zuvor. Statt 1,4 Milliarden gibt es in der neuen Saison 2021/2022 nur noch 1,1 Milliarden Euro.

Pokalfinale: Oliver Mintzlaff
RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Differenz von 300 Millionen Euro wirkt sich vor allem bei den Bundesligisten aus. Laut "Kicker" gibt es bei gleich 15 Vereinen deutliche Einbußen. Dazu gehört auch RB Leipzig, die statt 83,3 Millionen Euro nur noch 73,4 Millionen Euro bekommen, fast zehn Millionen weniger. Bei Bayern München sind es 16,7 Millionen. Von den bisherigen Erstligisten kassiert nur Union Berlin mehr. Das hängt mit den Abstiegen von Schalke und Bremen zusammen. Die Köpenicker erhalten nun 39,9 statt 37,8 Millionen Euro.

Aue kommt glimpflich davon

Helge Leonhardt
Aue-Boss Helge Leonhardt Bildrechte: imago images/Picture Point

Für den etablierten Zweitligisten FC Erzgebirge Aue hält sich der Verlust der Medienerlöse in Grenzen: Statt 8,826 Millionen gibt es nach einem Bericht von "Tag24" nur noch 8,795 Millionen. Die Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden und Hansa Rostock bekommen 7,312 bzw. 7,269. Beide stehen in der Tabelle von "fussball-geld.de" auf den beiden letzten Plätzen. Aue ist Zwölfter. Spitzenreiter: Bundesliga-Absteiger Schalke 04 mit 24 Millionen.

Mit dem neuen TV-Vertrag kann die ARD nun auch alle Partie live im Audio-Stream anbieten und Spielszenen auf den Internetseiten präsentieren.

cke

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 05. Juni 2021 | 13:40 Uhr

9 Kommentare

Montezuma vor 26 Wochen

Wenn 70% der Summe aufgrund einer 5-Jahres-Wertung vertilt werden, ist es nur logisch, dass Vereine wie Union, Dynamo und Aue, die in diesen letzten Jahren (auch) niedriger gespielt haben, jetzt ähnlich oder gar mehr bekommen. Eklatant ist z.B. der Unterschied bei Kiel von rund 10,7 Mio. auf 25,5 Mio., der aber eben auch schlicht dem Aufstieg geschuldet ist.
Insgesamt steht halt weniger Geld zur Verfügung und somit erhalten vor allem die Vereine, die absteigen, als auch diejenigen, die "nur" konstant ihre Positionen halten, weniger.

Arbeitende Rentnerin vor 26 Wochen

Das sicher nicht, aber wohin wird ein Spieler gehen, der von mehreren Klubs umworben wird, etwa dorthin wo er nur ein Drittel verdient von dem was ein bessergestellter Verein hat, darum geht es doch, natürlch bekommen die bessergestellten Vereine die Leute, die sie wollen, die anderen müssen sich mit dem Rest zufrieden geben, kann auch mal ein Juwel drunter sein, Chancengleichheit wird es nie geben, das muss man wissen, wenn man die Spielergebnisse beurteilt.
Glück auf

wolle010 vor 26 Wochen

Solange die TV-Gelder so ungerecht verteilt werden wird es nie faire sportliche Begegnungen geben. Warum bekommt Bayern gute 80 Mio, waehrend andere Erstligisten sich mit einem viertel davon zufrieden geben muessen? Ich sags euch, weil Bayernbosse mit darueber entscheiden.