Fußball | 2. Bundesliga Top-Torjäger Testroet erläutert Abschied aus Aue

Der Abgang von Stürmer Pascal Testroet aus Erzgebirge Aue hat die Fans der "Veilchen" kalt erwischt. Im MDR erläutert der Goalgetter seinen Wechsel zum SV Sandhausen.

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Pascal Testroet, Erzgebirge Aue 2 min
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Warum hat Erzgebirge Aue-Angreifer Pascal Testreot die "Veilchen" verlassen. Im "Sport im Osten"-Gespräch erklärt er seinen überraschenden Wechsel nach Sandhausen.

Fr 09.07.2021 16:29Uhr 01:45 min

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Einen Tag nach seinem überraschenden Wechsel von Erzgebirge Aue zum SV Sandhausen hat sich Angreifer Pascal Testroet zu den Gründen für seinen Abschied aus dem Erzgebirge geäußert.

Testroet: Passe nicht ins System vom neuen Trainer

Dem MDR sagte der 30-Jährige, dass er im Spielsystem des neuen Aue-Coaches Aliaksei Shpileuski keine Rolle mehr spielen sollte. "Vor drei Wochen wurde es zum ersten Mal Thema gemacht", erklärte Testroet bei "Sport im Osten". Nach einer Quarantäne in Folge eines positiven Corona-Tests bei Testroet hätte er "das Gespräch mit dem Trainer gesucht. Er hat mir bestätigt, dass ich ein guter Stürmer bin, dass ich viele Tore schieße und viele Vorlagen gebe. Er habe aber eine andere Auffassung, wie er künftig spielen will. Er sieht mich in dem System nicht so. Dann habe ich direkt für mich entschieden, dass ich etwas Anderes machen möchte", sagte Testroet, der in der vergangenen Saison mit zwölf Zweitliga-Toren erfolgreichster Auer Angreifer war.

Abschied "sehr emotionale Sache"

Nach Sandhausen sei er gewechselt, "weil sich Sandhausen sehr um mich bemüht hat." Mittlerweile sei er bereits im Trainingslager des SVS in Südtirol. Dennoch fiel ihm der Abschied vom FC Erzgebirge schwer: "Das war eine sehr emotionale Sache, ich hatte drei sehr erfolgreiche Jahre in Aue mit den Jungs, hatte viele tolle Spiele."

Männel spricht im Namen der Mannschaft

Pascal Testroet, Erzgebirge Aue
Testroet: "Das ging mir sehr nah" Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Auch die Verabschiedung vom Auer Team war nach Aussagen von Testroet "sehr emotional. Martin Männel hat gestern auch noch ein paar Worte im Namen der Mannschaft an mich gerichtet. Da können Sie sich vorstellen, wie es in mir ausgesehen hat. Das ging mir sehr nah", erklärte der Angreifer emotional berührt.

Am Donnerstag (08.07.2021) hatten Erzgebirge Aue und Testroet einen eigentlich noch bis 2023 laufenden Vertrag "in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst", wie der FCE mitteilte. Testroet bestritt seit 2018 für die "Veilchen" 99 Spiele und erzielte 37 Tore. Zuvor war der Angreifer unter anderem bei Dynamo Dresden unter Vertrag.

Dirk Hofmeister

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Sebastian Mai kam gegen den 1. FC Nürnberg von der Bank und spielte dann in eriner eher ungewohnten Rolle. Nun gehe es darum, gegen die aktuelle Tendenz zu arbeiten.

So 17.10.2021 16:58Uhr 02:09 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 09. Juli 2021 | 17:45 Uhr

16 Kommentare

FCE vor 14 Wochen

Da ist noch keine Minute gespielt und schon kommen wieder alle möchte gern
Experten aus dem tiefen Schacht gekrochen und verteufeln den Trainer und die Spieler. Mit oder ohne die gestandenen Spieler, es wird wie jedes Jahr um den Klassenerhalt gespielt. Ich bin ein FC Erzgebirge Aue Fan, aber im Gegensatz zu den üblichen Schreiberlingen beim Schacht, zieh ich meinen Hut vor den Schnitzern.

jako vor 14 Wochen

Einen Spieler vom Format eines Pascal Testrot mit Vertrag einfach so gehen zu lassen spricht weder für Trainer noch Verein. Einen neuen Stürmer zu holen mit seiner Klasse ist sicher teurer.

Aldi1 vor 14 Wochen

Ich habe Mitte der 2. Halbzeit gedacht entweder wir spielen 22/23 in Liga 3 oder ich werde beim neuen Trainer in einem halben Jahr Abbitte tun, weil ich ihn und seine Fähigkeiten völlig verkannt habe. Ich befürchte allerdings ersteres. Pessimistische Grüße aus dem Schacht. ⚒️