Fußball | 2. Bundesliga Protest erfolgreich: Bundesgericht reduziert Fandrich-Sperre deutlich

Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat das Strafmaß für den Spieler Clemens Fandrich vom Zweitligisten FC Erzgebirge Aue in der mündlichen Berufungsverhandlung reduziert. Es verurteilte den 30-Jährigen wegen grober Unsportlichkeit gegen den Schiedsrichter-Assistenten zu einer Sperre von sieben Meisterschaftsspielen der Lizenzligen.

"Unserer Überzeugung nach hat Clemens Fandrich den Schiedsrichter-Assistenten Roman Potemkin aus nächster Nähe so vehement angebrüllt, dass dabei auch Speichel den Schiedsrichter-Assistenten im Gesicht getroffen hat", erklärte Oskar Riedmeyer als Stellvertretender Vorsitzender des DFB-Bundesgerichts nach der Sitzung am Donnerstag: "Es blieben aber letzte Zweifel, ob er tatsächlich Herrn Potemkin absichtlich ins Gesicht spucken wollte."

Clemens Fandrich FC Erzgebirge Aue Mitte, erhält durch Schiedsrichter Nicolas Winter li., die rote Karte, er soll Roman Potemkin Schiedsrichter-Assistent nach dessen Aussage auf das rechte Auge gespuckt haben
Clemens Fandrich erhält durch Schiedsrichter Nicolas Winter (li.) die Rote Karte. Er soll Schiedsrichter-Assistent Roman Potemkin nach dessen Aussage auf das rechte Auge gespuckt haben. Bildrechte: IMAGO / Eibner

Fandrich: "Der große Schock ist erstmal weg"

"Ich habe so etwas noch nie erlebt und zum ersten Mal mitgemacht. So was braucht man im Leben nicht so häufig. Man hat dann doch ganz schöne Kopfschmerzen nach sechs Stunden Verhandlung. Der große Schock ist erstmal weg von diesen sieben Monaten, die im Raum standen", sagte Fandrich nach dem Urteil.

Fandrich war zunächst am 4. November vom DFB-Sportgericht wegen einer Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter-Assistenten für sieben Monate gesperrt worden. Das Gremium hatte keinen Zweifel an der Darstellung des Schiedsrichter-Assistenten Roman Potemkin, der aussagte, dass ihm Fandrich in der 89. Minute des Zweitligaspiels gegen den FC Ingolstadt am 22. Oktober 2021 auf das rechte Auge gespuckt habe. Fandrich selbst bestreitet den Vorwurf und hatte gegen die Entscheidung des DFB-Sportgerichts fristgerecht Berufung beim DFB-Bundesgericht eingelegt.

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dpa/dfb/red

Videos und Audios zur 2. Fußball-Bundesliga

Chris Löwe, Dynamo Dresden, spricht während Pressekonferenz.
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Nachdem er mit dem Karriere-Ende geliebäugelt hatte, hat Linksverteidiger Chris Löwe nun doch seinen Vertrag bei Fußball-Zweitligist SG Dynamo Dresden verlängert.

Fr 21.01.2022 20:21Uhr 00:28 min

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Marc Hensel - Trainer Erzgebirge Aue
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 18. November 2021 | 21:45 Uhr

27 Kommentare

revolvere vor 9 Wochen

ich habe die scene mehrfach gesehen. ein spucken war nicht erkennbar. allerdings von einer kamera von der gegentribüne. also von hinten.
was ich auch schon in halle kritisiert habe , dass auf einer seite keine kamera ist.

WismutJenser vor 9 Wochen

Es ist eigentlich unfassbar was hier für Leute ihre Kommentare abgeben gegen Fanne und zu dieser Szene. Die haben niemals Sport gemacht in ihrem Leben, geschweige denn Fußball gespielt. Emotionen gehören einfach dazu in wichtigen Spielen. Es war nichts zu sehen das Fanne, außer lautstark reklamiert, gespuckt hat oder Ähnliches. Wer was anderes behauptet der lügt.
Aue muss auch dieses Urteil anfechten, denn er ist unschuldig. Es muss einfach mal gekämpft werden gegen diese Mafia DFB, was die sich erlauben ist kriminell. Diese ungleichen Bestrafungen muss aufhören. Ich hoffe der FCE geht vor ein ordentliches Gericht.
Für Morgen alles Gute und ein gutes und erfolgreiches Spiel. Ich drücke fest die Daumen. Einmal Aue Immer Aue.
Glück Auf

revolvere vor 9 Wochen

ich erhoffe mir von unsrem ex baxter-bentley ein grosses spiel und viel glück auf erzgebirsch-rasen. einen 11er dürft ihr ihm nicht schenken.
auf geht's bbb