Fußball | 2. Bundesliga Ralf Becker will mit Dynamo Dresden "zurück in die Zukunft"

Seit Ralf Becker im Sommer 2020 seine Arbeit bei Dynamo Dresden begonnen hat, befindet sich der Verein im Soll. In den kommenden Jahren will er die SGD sportlich weiter stabilisieren und an erfolgreiche Zeiten anknüpfen.

Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker
Bildrechte: imago images/Steffen Kuttner

Mit seinem Amtsantritt im Juli 2020 drehte Dynamo Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Becker den Verein auf links. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga trennte sich der Klub von 17 Spielern und baute um wenige Stützen herum ein neues Team auf, um den direkten Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen. Das Ziel im von Becker ausgerufenen "Zweijahresplan" wurde mit der Zweitliga-Rückkehr bereits im ersten Jahr erfüllt.

Klassenerhalt als oberstes Ziel

In der neuen Saison ist Dynamo nach gutem Start zuletzt ins Straucheln geraten und verlor fünf von sechs Partien. "Wir wissen um unsere Rolle als Aufsteiger", erklärte Becker im "Kicker"-Interview (Donnerstagsausgabe). "Wenn man sich vor Augen führt, dass fünf der insgesamt sieben Aufsteiger aus den letzten drei Jahren bereits wieder abgestiegen sind, wird deutlich, wie viel Aufwand man betreiben muss, um sich nachhaltig in der 2. Liga zu etablieren."

Genau das will der 51-Jährige mit den Dresdnern schaffen. Zunächst zähle nur der Klassenerhalt, verdeutlichte Becker. Doch zum Ende seines erst kürzlich verlängerten Vertrags bis 2025 "soll schon der Zeitpunkt sein, an dem wir auch in dieser Liga ambitioniertere Ziele ausrufen können."

Sportgeschäftsführer Ralf Becker, SG Dynamo Dresden
Zur Saison 2020/21 übernahm Ralf Becker als Nachfolger von Dynamo-Urgestein Ralf Minge das Amt des Sportgeschäftsführer. Bildrechte: imago images/Hentschel

Becker könnte Dynamo im Abstiegsfall verlassen

Er selbst hat seinen laufenden Vertrag nur für die 2. Liga unterschrieben. "Mit diesem Weg fühle ich mich verbunden. Hier sehe ich mein Ziel, meine Aufgabe", so Becker. Im Falle eines Abstiegs würden die Zeichen aber nicht direkt auf Trennung stehen. "Ich habe dem Aufsichtsrat meine Ziele, Pläne, und Visionen erläutert, und für die möchte ich in die Verantwortung genommen werden. Das heißt nicht, dass ich nach einem Abstieg nicht mehr an unser gemeinsames Projekt glauben würde."

Dynamo vor mehr als 25 Jahren letztmalig erstklassig

Um sich sportlich dauerhaft zu etablieren, müsse sich der Verein "Schritt für Schritt auf allen Ebenen entwickeln." Diesen Prozess will Becker begleiten, um mit der SGD wieder an erfolgreiche Zeiten anzuknüpfen. "In den vergangenen fünfzehn Jahren fand man uns leider häufig in der 3. oder 4. Liga. Tradition und ehrgeizige Ziele haben sich nicht immer auf dem Platz widergespiegelt. Nichtsdestotrotz wollen wir diesen Sprung zurück in die Zukunft angehen." Das letzte Mal spielte Dynamo in der Saison 1994/95 in der Bundesliga.

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jsc

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Guerino Capretti, Trainer Dynamo Dresden
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Ralf Becker
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Dirk Schuster (Trainer 1. FC Kaiserslautern)
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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Sportblock | 21. Oktober 2021 | 16:40 Uhr

3 Kommentare

SGDHarzer66 vor 30 Wochen

Becker hat Visionen, das gefällt mir. Im Gegensatz dazu ist die Aussage zu einem möglichen Abstieg völlig verfehlt - das würde uns wieder um Jahre zurückwerfen. Nicht nur sportlich sondern insbesondere wirtschaftlich. Daher muss alles dem Ziel "Klassenerhalt" untergeordnet werden! Das weiß er nur zu gut und wird deshalb, wenn nötig, auch im Winter nochmal reagieren.
Dynamische Harzer Grüße!

RumBelballer vor 30 Wochen

Und was hat das jetzt mit Dynamo Dresden zu tun? Du bist in der falschen Spalte.🤫

sikolos vor 30 Wochen

Na träumen tun bei Dünamo viele 😃😃😃

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