Fußball | 2. Bundesliga Ratlose Sachsen: Dynamo Dresden am Boden

Was ist nur los bei der SG Dynamo Dresden? Die sportliche Lage der Schwarz-Gelben ist schon fast hoffnungslos und die Verantwortlichen wirken ratlos. Als neues Kampfziel wurde der Relegationsplatz ausgegeben. Doch auch das klingt momentan sehr ambitioniert.

hängende Köpfe, v.l.: Ondrej Petrak und Rene Klingenburg beide Dresden
Bildrechte: imago images/Hentschel

Irgendwie wirkten alle ratlos bei Dynamo Dresden nach dem erneuten Rückschlag im Abstiegskampf. Kurz rief Trainer Markus Kauczinski nach der 1:2-Pleite gegen den VfL Bochum sein Team zusammen, Trost konnte er nicht vermitteln. "Ich habe gesagt, dass keine Zeit für Durchhalteparolen ist. Wir müssen analysieren und nach vorn schauen", erklärte der Coach auf der Pressekonferenz. Doch irgendwie klang es wie eine Durchhalteparole.  

Große Verunsicherung - Zielstellung Platz 16.

"Ich habe immer gesagt, dass es ein harter Kampf wird und es bis zum Schluss geht", wiederholte Kauczinski und sah für die kommende elf Spieltage nur noch ein Ziel: "Du hast auch die Möglichkeit über den drittletzten Platz die Relegation zu spielen, das darf man nicht aus dem Auge verlieren. Für mich ist es im Moment das Hauptziel, dass du die beiden Mannschaften vor dir nicht enteilen lässt, auch in den direkten Duellen."

Klingt angesichts der Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz aus Darmstadt und jetzt Bochum nicht wirklich überzeugend. Was nicht nur den wieder einmal enttäuschten Fans im Stadion ins Auge fiel: Eine große Verunsicherung ist mit dem Anpfiff erneut spürbar gewesen. Daraus folgen dann fast logisch viele Abspielfehler. Dynamo Dresden wirkt auf dem Platz und vor allem in der Offensive zu harmlos und zu einfallslos.

Großer Schwachpunkt: Die Offensive

Jetzt soll es also Platz 16 werden. Doch wie will Dynamo zumindest die nötigen Punkte holen, um wenigstens noch die Relegation zu erreichen? 21 Tore zeigen, wo es klemmt. Der Weggang von Moussa Koné – mit sechs Toren immer noch bester Schütze der Sachsen – hat eine größere Lücke gerissen als gedacht. Die konnte Neuzugang Simon Makienok bisher nicht schließen, weil er gleich bei seinem Debüt gegen Darmstadt den roten Karton sah. Immerhin ist der Däne am Freitag in Regensburg wieder einsatzbereit. Ob das reicht? "Wir müssen nur einfach daran arbeiten und glauben, dass man aus Chancen auch Tore macht", sagte Kauczinski. Klingt auch nach einer Durchhalteparole.

Dresdens Simon Makienok wird von Schiedsrichter Michael Bacher mit der roten Karte vom Feld geschickt.
Bringt Simon Makienok mehr Gefahr ins Dynamo-Spiel? Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold

rei/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 23. Februar 2020 | 16:30 Uhr

40 Kommentare

SGDHarzer66 vor 39 Wochen

Es gibt in anderen Foren doch tatsächlich "Experten", welche schon Vorschläge zum Personal in der 3. Liga machen. Dies ist den handelnden Personen gegenüber, auch wenn sie Fehler begangen haben, eine Unverfrorenheit sondersgleichen!
Wir Fans haben ein Motto zur Rückrunde entwickelt und kaum gibt es Rückschläge, schon entwickeln gewisse "Erfolgsfans" solch eine Endzeitstimmung. Hilft das der Mannschaft bei ihrem/unserem schweren Weg? Keinen Millimeter!
Es sind noch 11 ST. zu gehen - danach kann man sich auslassen!
Die Art und Weise, ich nenne dieses "Forum" nicht, soll dazu beitragen, das die Mannschaft weiter motiviert bleibt?
Gesetzt den Fall, das unsere SGD über die Reli die Klasse hält, werden genau diese User dem Team zujubeln und dann behaupten, sie hätten es schon immer gewusst? Diese Scheinheiligkeit k...t mich an!
Dann sollen sie wegbleiben, aber dann für immer!
Das musste jetzt mal sein! Ich habe fertig.

Hilfe vor 39 Wochen

Es gibt die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Ich lebe in der Gegenwart. Das hat den Vorteil, dass ich mich auf den Erfolgen der Vergangenheit nicht ausruhe. Die Grundlage, für das Erreichen der Ziele in der Zukunft, lege ich im Hier und Jetzt. Man könnte es auch mit … das ist das Leben zusammenfassen. Über die Verdienste von Ralf gibt es keine Zweifel und sie werden unvergessen bleiben. In jüngster Vergangenheit und in der Gegenwart hat Ralf schwerwiegende Fehler begangen und für die Zukunft hat er keinen Plan. Seine Zeit als GF ist längst abgelaufen. In keinem Unternehmen würde er noch seinen Job innehaben … bei Dynamo gehen die Uhren anders und dies obwohl Ralf sagte, niemand ist größer als der Verein. Ich messe Menschen an ihren Taten, nicht an ihren Worten. Der Fünfjahresplan ist zu einer Worthülse verkommen. Hat er jemals das Konzept zu seinem Plan vorgestellt? Wohin es führt, wenn Trainer zu viel Einfluss haben, sieht man beim VfB … und bei uns.

Fussball-Katze vor 39 Wochen

Mir kommt der Kaffee hoch bei den Frust- und Hass-Triaden. Freunde der SGD, die Messe ist noch längst nicht gelesen! Unverschämt, wie manche sich hier über RM äußern, Dynamo Dresden wäre untergegangen, wenn er nicht gewesen wäre. Viele scheinen zu vergessen, dass hier schon genügend "Nachtwächter" am Werk waren, die Dynamo an den Abgrund brachten. Was man hat, das weiß man, was man bekommt, das weiß man nicht! Also immer vorsichtig sein! ...und der "Bestimmer" über einen zu holenden Spieler ist immer noch der TR, dem man meist - entsprechend dem finanziellen Budget natürlich - versucht, seine Wünsche zu erfüllen. Ein Spieler wird auch immer erst vertragsmäßig gebunden, wenn der TR - nach Sichtung - das abnickt. Das scheint aber noch nicht bei allen "Fußball-Experten" angekommen zu sein. Auch das Verletzungspech scheinen einige zu vergessen (Alex; jetzt Terrazino)! ..und last not least, die Profis sollten vielleicht mal die Handys aus der Hand legen und den Fokus auf ihren Job legen!