Fußball | 2. Bundesliga Sandhausens Torschütze Testroet: "Ich renne da nicht wie ein Verrückter durchs Stadion"

Kein Jubel nach dem Siegtreffer bei Dynamo Dresden: Sandhausens Torschütze Pascal Testroet weiß, was sich gehört. Wir hatten den Ex-Dresdner im "SpiO"-Frühstück zu Gast. Trotz des Negativlaufs der Schwarz-Gelben sieht der 31-Jährige keinen Grund, den SGD-Trainer zu entlassen.

Pascal Testroet
Pascal Testroet spielte drei Jahre für Dynamo Dresden. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / Eibner

Bitteres Wochenende für Dynamo Dresden: Gegen den SV Sandhausen handelten sich die Sachsen mit 0:1 die fünfte Niederlage in Folge ein. Verantwortlich war Torschütze Pascal Testroet, ein alter Bekannter der SGD. Der 31-Jährige kennt das Fluidum aus dem Effeff, streifte er doch von 2015 bis 2018 selbst das Trikot der Schwarz-Gelben über. Wir sprachen mit ihm im "SpiO"-Frühstück.

Testroet verzichtet auf Jubelarie

Pascal Testroet weiß, was sich gehört. Nach seinem Siegtreffer im Rudolf-Harbig-Stadion hielt sich die Freude in Grenzen. Kein übertriebener Jubel, schließlich hat er damals unter Uwe Neuhaus in Dresden gute Zeiten verbracht und sich wohlgefühlt. "Es wäre fehl am Platze gewesen, eine Jubelarie zu zeigen. Ich renne da nicht wie ein Verrückter durchs Stadion, da ich weiß, was die Zuschauer im Stadion empfinden", ließ Testroet die Szene noch einmal nachklingen. Er habe einfach nur Glück gehabt, dass er "den Ball so sauber treffen konnte".

"Die Stimmung war nicht so, wie man sie kennt"

Erstaunt war Testroet, der zuletzt über die Station Erzgebirge Aue nach Sandhausen kam, über die Minuskulisse von gut 11.000 Zuschauern. So etwas gab es in seiner Zeit in Dresden nicht. "Die Stimmung im Stadion war nicht so, wie man sie kennt. Ich glaube, wir hatten damals nie weniger als 25.000 Fans“, bekräftigte er. Die Begegnung gegen seinen alten Klub schätzte er eher als "ein Spiel auf niedrigerem Niveau von beiden Seiten" ein.

Welche Konsequenzen der Negativlauf der Dresdner für Trainer Alexander Schmidt haben könnte, wollte Testroet nicht beurteilen: "Die Gesetze im Fußball sind leider so. Wir haben es ja auch schon in Sandhausen erlebt mit einem Trainerwechsel." Dennoch brach er eine Lanze für die Schwarz-Gelben und ihren Fußballlehrer: "Die Leistungen bei Dynamo stimmen, nur die Ergebnisse nicht. Daher sehe ich keinen Grund, den Coach zu entlassen."

jmd

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Marc Hensel
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
SG Dynamo Dresden - FC Erzgebirge Aue
SG Dynamo Dresden - FC Erzgebirge Aue Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Dieses Thema im Programm: MDR+ | "SpiO"-Frühstück | 01. November 2021 | 09:00 Uhr

1 Kommentar

Gerd Mueller vor 11 Wochen

wow so fair Pascal, da schaut Dynamo noch undankbarer aus, die loser verlieren nur unglücklich und beweihräuchern sich seit Wochen