Fußball | 2. Bundesliga Dynamo Dresden hat es selbst in der Hand

Vier Spiele in zehn Tagen hat Zweitliga-Spätstarter Dynamo Dresden nach der Corona-Pause absolviert. Der Ertrag: Vier Punkte und viel Hoffnung. Den Klassenerhalt haben die Sachsen in der eigenen Hand.

Dresdens Simon Makienok, nach Abpfiff bei den Fans von Dynamo Dresden
Das Bad in der Menge kann Dresdens Simon Makienok derzeit nicht genießen, die Anerkennung der Dynamo-Fans ist dem treffsicheren Stürmer aber gewiss. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold

Dynamo Dresden ist Tabellenletzter. Noch immer. Aber so düster, wie nach dem 0:3 gegen Hannover 96 vor sieben Tagen sieht es längst nicht mehr aus. Die Sachsen haben aufgeholt, Punkte gegen Wehen-Wiesbaden (3:2) und Greuther Fürth (1:1) gesammelt und sind mit Wehen-Wiesbaden (28 Zähler) gleichgezogen. Der Rückstand auf den Relegationsplatz, den der Karlsruher SC besetzt, ist auf zwei Zähler geschmolzen.

Dynamo im Dauerstress

"Jeder Punkt wird am Ende zählen", ist Dynamo-Trainer Markus Kauczinsk überzeugt. Mit etwas mehr Abgezockheit vor dem Tor hätten die Elbestädter zwei Punkte mehr auf dem Konto haben müssen. So fühlte sich das 1:1 am Dienstagabend kurz nach dem Abpfiff eher nach einer Niederlage an, doch Kauczinski fand schon auf der Pressekonferenz die richtigen Worte, lobte das Team, freute sich über den Punkt und dachte an die nächste Mammutwoche mit erneut vier Spielen in zehn Tagen.

Dynamo-Trainer Markus Kauczinski 1 min
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Mi 10.06.2020 09:37Uhr 00:19 min

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Restprogramm von Dynamo Dresden

  • 12.6. Hamburger SV (H)
  • 15.06. Arminia Bielefeld (A)
  • 18.06. Holstein Kiel (A)
  • 21.06. Sandhausen (A)
  • 28.06. Osnabrück (H)

Makienok - die Dresdner Lebensversicherung

Für Optimismus sorgt in Dresden in diesen Tagen vor allem einer: Sturmhüne Simon Makienok. Er ist einer vor sechs Winterneuzugängen und ein Volltreffer. Mit seinen Toren sicherte er der SGD bereits sieben Punkte.

Joker-Tor gegen Fürth

Gegen Fürth traf der Däne kurz nach seiner Einwechslung. "Nach dem letzten Spiel wollte ich eigentlich nicht so wechseln. Wir sind uns einig, dass er auf den Platz gehört", erklärte Kauczinski. Doch Makienok trainierte wegen Hüftproblemen kaum und sein Trainer hatte das Gefühl, "dass er nicht 90 Minuten stehen kann und die Energie hat, die wir brauchen". Also kam er als Joker - und stach.

Torjubel Simon Makienok Christoffersen
Simon Makienok Christoffersen bejubelt sein Tor zum 1.1 gegen Fürth. Bildrechte: imago images/Zink

Mit einer Doppelspitze gegen Hamburg?

Der 2,01 Meter große Sturmhüne ist für Dresden unverzichtbarund neben Patrick Schmidt vielleicht so etwas wie die Lebensversicherung im Abstiegskampf. Drei Tore steuerte er in seinen bisher sechs Einsätzen zum Unternehmen Klassenverbleib bei und sicherte dem Schlusslicht mit seinen späten Siegtoren in Regensburg und Wiesbaden sowie dem Ausgleichstor vom Dienstagabend damit bereits sieben Zähler.

Sollte er fit sein, so wird Makienok auch am Freitag gegen den Hamburger SV wieder in der Startformation stehen. Vielleicht bekommt er dieses Mal sogar einen Sturmpartner. "Wir machen uns Gedanken", gab sein Trainer zu. Kauczinski gibt aber auch zu bedenken: "Hamburg hat aber auch eine andere Qualität, was Räume ausspielen betrifft."

sst/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 12. Juni 2020 | 21:45 Uhr

34 Kommentare

Kurt Milde vor 19 Wochen

Vollkommen richtig. Die meisten Aue Fans sind Dynamo Fans oder Fans der echten BSG aus Leipzig.
Ich denke, dass Gegentor fällt schon eher. Unsere Abwehr ist einfach überfordert. Allerdings steigt Dynamo schon aus juristischen Gründen nicht ab. Und dann sind wir einer der solventesten Vereine in der nächsten Saison. Dann fließen Tränen aus Gold

Muzzi vor 19 Wochen

Hallo Schorsch
Dein Interesse an der ruhmreichen SGD ehrt uns. Und ja, dieses Bild ist nach dem völlig verdienten Sieg mit dem traumhaften Tor von P. Schmidt gegen die Auer vor Corona. Hach war dieses Spiel ein Freudenfest im heimischen Stadion. Daran denken wir sehr gerne :-)


Dynamische Grüsse
Muzzi

RumBelballer vor 19 Wochen

Moin in die Runde, @Harzer , ganz Deiner Meinung und explizit beiden beiden gehts um richtig viel. Nur frag ich mich dann immer wieder, wie bekommen solche Vereine eine Lizenz, wenn das Kartenhaus bei der kleinsten Krise zusammen fällt. Ich kann mich noch erinnern, als man unseren Verein wegen Lizensierungunregelmässigkeiten erst Minuspunkte und dann zwangsabsteigen ließ.
Und wenn ich ganz ehrlich bin, gönne ich solchen unsolidarischen Vereine sogar die Insolvenz. Mit Wettbewerb mit gleichen Voraussetzungen hat das alles schon lange nichts mehr zu tun.
Ich weiß , ich bin böse aber ich kann damit leben. Schließlich kümmert es die anderen auch nicht , was aus uns wird. Und nochmal, auch ich würde so denken , wenn wir 1./2./3. oder 4. wären.
Es geht ums Prinzip.