Fußball | 2. Bundesliga Dynamo Dresden kassiert vierte Pleite in Serie

11. Spieltag

Die Talfahrt bei Dynamo Dresden geht weiter. Trotz einer defensiv verbesserten Leistung hat das Team von Cristian Fiel die vierte Pleite am Stück kassiert. Beim 0:1 (0:0) am Samstag (26.10.2019) vor heimischem Publikum gegen Arminia Bielefeld war diesmal die Offensive die Problemzone.

Dynamo startete vor 25.197 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion mit drei Veränderungen im Vergleich zum 0:2 in der Vorwoche bei Greuther Fürth. Der wiedergenesene Kapitän Marco Hartmann, Kevin Ehlers und Brian Hamalainen rückten ins Team. Linus Wahlquist (Bank), Sascha Horvath (Infekt) und Jannik Müller (Gelbsperre) waren raus. Cheftrainer Cristian Fiel begann mit einem 4-3-2-1-System.

Moussa Kone 14, Dresden gegen Amos Pieper 2, Bielefeld
Moussa Kone (Dresden/li.) gegen Amos Pieper. Bildrechte: imago images/Picture Point LE

Dynamo defensiv (meist) gut sortiert

Die Anfangsphase gehörte aber zunächst den Gästen, Marcel Hartel verzog nach nur vier Minuten knapp vom rechten Strafraumeck. Kurz danach umkurvte Moussa Kone nach einem schönen Zuspiel von Dzenis Burnic DSC-Schlussmann Stefan Ortega Moreno, konnte den Ball aber aus spitzem Winkel nicht mehr richtig auf das Tor bekommen. Die neuformierte Defensive von Dynamo hatte dann kurzzeitig Probleme mit Andreas Voglsammer, der erst mit links und dann mit einer Direktabnahme an SGD-Schlussmann Kevin Broll scheiterte (18./21.). Dynamo wurde meist gefährlich, wenn Baris Atik oder Kone Tempo aufnehmen konnten. Die gefährlichste Aktion der Schwarz-Gelben im ersten Durchgang hatte dann aber Jannis Niklolaou. Nachdem zunächst ein Schuss von Atik geblockt wurde, kam er aus knapp 20 Metern zum Schuss. Den noch leicht abgefälschten Ball hielt Ortega sicher (43.).

Dynamo Dresden - Arminia Bielefeld in Bildern

Hier gibt's die besten Bilder vom Heimspiel der Dresdner gegen Bielefeld und Ex-Trainer Neuhaus.

Trödelmarkt
Rund um das Spiel gegen Bielefeld hat die "SoKo Dynamo" (SoKo = Solidaritätskomitee) den 1. Dynamischen Trödelmarkt organisiert. Die Erlöse sollen den Betroffenen, die im Zuge der Vorkommnisse von Karlsruhe 2017 Strafbefehle erhalten haben, zugutekommen. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Trödelmarkt
Rund um das Spiel gegen Bielefeld hat die "SoKo Dynamo" (SoKo = Solidaritätskomitee) den 1. Dynamischen Trödelmarkt organisiert. Die Erlöse sollen den Betroffenen, die im Zuge der Vorkommnisse von Karlsruhe 2017 Strafbefehle erhalten haben, zugutekommen. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Uwe Neuhaus
Rückkehr an die alte Wirkunstätte: Von Sommer 2015 bis Sommer 2018 war Uwe Neuhaus Trainer von Dynamo Dresden. Nun kehrt er mbereits zum zweiten Mal mit Arminia Bielefeld in sein altes "Wohnzimmer" zurück. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Akrobatische Aktion von Dynamos Moussa Kone vor Bielefelds Torwart Moreno Ortega
Hier versucht es Kone artistisch mit einem Fallrückzieher. Den Ball trifft er aber nicht. Bildrechte: imago images/Matthias Rietschel
Spieler von Bielefeld jubeln nach dem Treffer zum 0:1
Danach wird erst einmal gejubelt. Bildrechte: imago images/Picture Point LE
Im Bild v.l.: Patrick Ebert 20, Dresden und Marco Hartmann 6, Dresden enttäuscht nach der Niederlage.
Enttäuschung nach dem Schlusspfiff. Dynamo wartet damit seit dem 22. September auf einen Punktgewinn in der Liga. Bildrechte: imago images/Picture Point LE
Cristian Fiel
Und Neuhaus könnte mit einem entsprechenden Ergebnis dafür sorgen, dass Cristian Fiel nicht mehr lange Coach der SGD ist. Nach drei Niederlagen am Stück und dem Abrutschen auf Platz 17 steht er gehörig unter Druck Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Moussa Kone 14, Dresden und Amos Pieper 2, Bielefeld
Moussa Kone hatte als einzige Spitze keinen leichten Stand gegen die Bielefelder Defensive um Amos Pieper. Bildrechte: imago images/Picture Point LE
Dresdens Torwart Kevin Broll
Dresdens Schlussmann Kevin Broll ist im ersten Durchgang immer zur Stelle, wen ergebraucht wird und rettet zweimal gut gegen Andreas Voglsammer. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Bielefeld trifft zum 0:1.
Da ist es passiert. Nach einer scharfen Flanke von der rechten Seite setzt sich Andreas Voglsammer gegen Patrick Möschl durch und erzielt per Kopf die Führung für Bielefeld. Bildrechte: imago images/Picture Point LE
Schiedsrichter Felix Zwayer.
In der Schlussphase steht Schiedsrichter Felix Zwayer mehrfach im Mittelpunkt. Die Partie wird hektisch, aber Zwayer hat alles im Griff. Bildrechte: imago images/Picture Point LE
Schiedsrichter Felix Zwayer zeigt Marco Hartmann 6, Dresden die Gelbe Karte.
Hier muss er Marco Hartmann nach einem harten Ellenbogeneinsatz die Gelbe Karte zeigen. Bildrechte: imago images/Picture Point LE
Trainer Cristian Fiel
Die Luft für Cristian Fiel wird nach der vierten Pleite am Stück immer dünner. Bildrechte: imago images/Picture Point LE
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Voglsammer macht es

Nach dem Seitenwechsel brauchte Dynamo wieder ein paar Minuten um ins Spiel zu finden. Die Gäste kombinierten derweil sehenswert auf dem Flügel, Reinhold Yabo fand dann aber keinen Abnehmer (48.). Erneut war es Kone, der die erste Chance für sein Team hatte, aber er spitzelte den Ball knapp am Tor vorbei (56.) Möglicherweise hätte der Treffer aber dem Videobeweis nicht standgehalten, da Kone haarscharf vor dem Verteidiger in der verbotenen Zone stand. In dieser Phase wurde Dynamo etwas mutig nach vorne - und wie es dann meist so ist, dann schlägt der Gegner zu. Auch in diesem Fall: Cedric Brunner und Hartel mit dem Doppelpass. Die scharfe Flanke kam an den Fünfmeter-Raum, wo sich Voglsammer mit dem Kopf durchsetzte und die Führung für den DSC besorgte (63.).

Bielefeld trifft zum 0:1.
Voglsammer trifft zum 0:1. Bildrechte: imago images/Picture Point LE

Fiel stellte kurz darauf taktisch um, und brachte mit Alexsander Jeremejeff einen weiteren Stürmer. Aber auch das 4-4-2 brachte keine Verbesserung. Dynamo wollte es weiter spielerisch lösen, doch bei den vielen Pässen waren auch zahlreiche Fehlzuspiele dabei. So gab schließlich auch keinen weiteren Abschluss für die SGD im Spiel. Stattdessen hätte Bielefeld fast noch erhöht. Broll parierte aber stark mit dem Körper gegen Fabian Klos.

Durch die Niederlage bleibt Dynamo im Tabellenkeller hängen und könnte am Sonntag sogar auf den letzten Platz abrutschen. Bielefeld hingegen sprang auf Rang zwei, hinter Tabellenführer Hamburger SV.

Trainer Cristian Fiel
SGD-Trainer Cristian Fiel Bildrechte: imago images/Picture Point LE

Das sagten die Trainer

Uwe Neuhaus (Bielefeld): "Nach fünf Auswärtssiegen in Serie kann man nur zufrieden sein. Zumal die Siege kein Zufall sind. Heute war es wichtig die Ruhe zu bewahren. Wir hatten die besseren Chancen im Spiel, deswegen geht der Sieg so in Ordnung."

Cristian Fiel (Dresden): "Bei einigen Spielern hat man heute die Verunsicherung erkannt. Wir schaffen es einfach nicht, den Ball über die Linie zu bringen. Deswegen haben wir heute wieder keine Punkte geholt. Wir werden jetzt aber nicht aufgeben."

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rho

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 26. Oktober 2019 | 16:30 Uhr

47 Kommentare

Kurt Milde vor 40 Wochen

Jeremejeff, Kone und Klinge vorn und dahinter Atik halte ich für realtiv akzeptabel. Allerdings wird diese sich einzig aufdrängende Variante unserem Trainernovizen zu einfach sein. Wahrscheinlich spielt Taferner bald Rechtsverteidiger.

Nach dem "Spiel" auf dem Weg zum HBF wurde durch die Ultras eingestanden, dass der Capo einfach scheisse ist. Die Anfeuerungsversuche sind derartig öde und monoton dumm geworden, dass sogar Besoffene nicht mehr mitbrüllen konnten.

Wohl auch deswegen der unmotivierte Angriff auf die prosyrische Demo. Welcher Idiot jene dort und zu diesem Zeitpunkt versammlungsrechtlich prüfte und genehmigte, wäre durchaus interssant. Offenbar wird die Stadt Dresden auch von Fielosanten gecoacht.

Fiel macht mit seinem Festhalten an der Zwergenbande (inklusive nunmehr auch Taferner) einen auf Jogi Löw. Der

Zico vor 40 Wochen

Hmm, im Großen und Ganze haben Sie recht. Bielefeld war so schlecht wie lange nicht mehr. In ihren letzten Auftritten waren sie eindeutig stärker und trotzdem reicht es dann nicht für Dynamo. Der Auftritt am Samstag war an Harmlosigkeit nicht zu überbieten, dazu die völlig indiskutablen Leistungen allen voran Atik und Burnic. Wenn Bielefeld stärker gewesen wäre, hätte die Abwehr auch wieder gewackelt, so redet ma sich jetzt das Spiel wieder schön, in dem man auf ein besseres Defensivverhalten verweist. Jetzt geht es nach Berlin und Stuttgart, Niederlagen sind einkalkuliert, danach das Kellerspiel gegen WW, wenn sie das auch nicht gewinnen, gute Nacht...

zweitewelle vor 40 Wochen

mit dem Großteil der Truppe braucht man auch nicht 3. Liga spielen, ein Neuaufbau wäre nach einem mögl. Supergau sowieso ratsam. Jedoch stecken in benannten Spielern Mio-Werte, die wir uns mühevoll und trotz Sparkurs eingekauft haben. Sie kostenlos ziehen lassen zu müssen, wäre eine finanz. Katastrophe....