Fußball | 2. Bundesliga 1. FC Magdeburg rettet drei Punkte beim Karlsruher SC

2. Spieltag

Der 1. FC Magdeburg ist endgültig zurück im Unterhaus: Nach der bitteren Auftaktpleite gegen Düsseldorf zwang der FCM den Karlsruher SC mit 3:2 in die Knie und feierte den ersten Zweitliga-Sieg seit 1.185 Tagen. Schreckmomente bereitete Verteidiger Jamie Lawrence, der nach Abpfiff mit Kreislaufproblemen behandelt werden musste. Mittlerweile gab es Entwarnung.

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Kollektiver Jubel nach Andreas Müllers früher FCM-Führung in Karlsruhe. Bildrechte: IMAGO / Langer

Erleichterung beim 1. FC Magdeburg: Der Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt hat mit einem 3:2 (3:0)-Auswärtssieg beim Karlsruher SC den ersten Saisonsieg gefeiert – es war gleichsam der erste Zweitliga-Erfolg seit 1.185 Tagen. Am 27. April 2019 hatte der FCM Greuther Fürth mit 2:1 bezwungen.

Baris Atik dreht nach seinem zwischenzeitlichen 2:0 für den FCM in Karlsruhe jubelnd ab.
Baris Atik dreht nach seinem zwischenzeitlichen 2:0 für den FCM in Karlsruhe jubelnd ab. Bildrechte: IMAGO / Langer

Magdeburg nutzt jeden Fehler

Die mit zwei Startelfveränderungenen (Tim Sechelmann für Jamie Lawrence und Moritz Kwarteng für Tatsuya Ito) angetretenen Blau-Weißen knüpften vor 16.679 Zuschauern im Wildpark zunächst an den mutigen, offensiven und spielfreudigen Auftritt gegen Düsseldorf an – und belohnten sich diesmal dafür. Andreas Müller fasste sich aus 18 Metern ein Herz, KSC-Kapitän Jerome Gondorf fälschte per Kopf ab, wodurch der Ex-Hallenser Fabian Eisele hinter sich greifen musste (7.).

Und es wurde noch besser: Baris Atik bekam ganz viel Platz und durfte ungestört aus zwölf Metern ins kurze Eck vollenden (32.). Kurz darauf nahm Kwarteng das Geschenk der Karlsruher Defensive an und erhöhte zum 3:0 – Innenverteidiger Daniel Gordon hatte Eisele mit einem fatalen, halbhohen Rückpass in Bedrängnis gebracht, was der Magdeburger eiskalt zu nutzen wusste (34.). Jedoch hatten die Gäste auch Glück, dass Schlussmann Dominik Reimann stark gegen Lucas Cueto parierte (44.) und Fabian Schleusener binnen Sekunden zweimal verpasste (45.+2).

Jerome Gondorf Karlsruher SC, 08, Leon Bell Bell 1.FC Magdeburg 19 GER
Leon Bell Bell im Kopfballduell mit KSC-Kapitän Jerome Gondorf. Bildrechte: IMAGO/Eibner

Achterbahnfahrt nach der Pause, Entwarnung bei Lawrence

Mit drei Neuen, totaler Offensive und wütenden Angriffen kamen die Gastgeber aus der Kabine. Und spätestens nach Marvin Wanitzeks Anschlusstreffer aus 20 Metern flach ins lange Eck (63.) begann aus FCM-Sicht das große Zittern. Unmittelbar darauf verschätzte sich Reimann folgenschwer – Mikkel Kaufmann legte Gondorfs Pass in die Tiefe erst an Reimann vorbei und dann souverän ins leere Tor (65.). Aber das Team von Cheftrainer Christian Titz kämpfte, überstand auch die minütlich in den eigenen Strafraum fliegenden Karlsruher Eingaben in der Schlussphase und brachte den Sieg über die Zeit.

Getrübt wurde die Freude allerdings von den Sorgen um den zur zweiten Halbzeit eingewechselten FCM-Verteidiger Lawrence, der nach Abpfiff mit Kreislaufproblemen noch minutenlang im eigenen Strafraum behandelt werden musste, eine Infusion bekam und anschließend vom Platz getragen wurde. FCM-Cheftrainer Christian Titz gab auf der anschließenden Pressekonferenz aber Entwarnung, dem 19-Jährigen gehe es mittlerweile wieder besser. Während des Spiels hatte es zudem einen notärztlichen Einsatz im Karlsruher Fanblock gegeben.

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Stimmen zum Spiel

Christian Titz (Magdeburg): "Natürlich sind wir froh, das bringt Selbstvertrauen und meine Mannschaft sieht, dass sie Spiele gewinnen kann – allerdings war es ein Spiel, das wir ein stückweit unnötig noch aus der Hand gegeben haben. Wir hatten in der ersten Halbzeit eine gute Kontrolle drin, auch wenn wir schon da zwei, drei Chancen zugelassen haben. Nach der Pause waren wir ungenau, machen einfache Fehler und hatten das ein oder andere Mal Glück."

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Dominik Reimann
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 24. Juli 2022 | 16:10 Uhr

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