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Fußball | 2. BundesligaLast-Minute-Tor beschert Dynamo Dresden einen Punkt in Karlsruhe - Kaiserslautern wartet in der Relegation33. Spieltag

Stand: 08. Mai 2022, 15:41 Uhr

Auch wenn es erneut nicht für einen Sieg gereicht hat, konnte Dynamo Dresden vor dem letzten Saisonspiel und der anstehenden Relegation ein wenig Selbstvertrauen tanken. Beim Karlsruher SC sorgte Michael Akoto kurz vor Schluss für den umjubelten Ausgleich. Mit dem 1. FC Kaiserslautern steht zudem der Gegner für die Relegationsspiele fest.

Dynamo Dresden ist auch im 16. Spiel in Folge ohne Sieg geblieben. Gegen den Karlsruher SC ergatterte das Team von Guerino Capretti beim 2:2 (1:0) aber immerhin einen Punkt. Dabei agierte die SGD über weite Strecken des Spiels zielstrebiger und ging sogar in Führung, ehe der KSC die Partie binnen weniger Minuten drehen konnte. Ein Distanzschuss von Michael Akoto brachte Dresden am Ende aber doch noch den Ausgleich.

Dynamo beginnt stark...

Dynamo startete im letzten Auswärtsspiel der Saison engagiert. Keine zwei Minuten waren gespielt, als Patrick Weihrauch nach Vorarbeit von Ransford-Yeboah Königsdörffer KSC-Schlussmann Niklas Heeger zur ersten Parade zwang. Auch in der Folge sah SGD-Trainer Guerino Capretti, der auf die identische Startelf wie zuletzt gegen Regensburg vertraute, einen guten Auftritt seiner Mannschaft. Christoph Daferner ließ nach zwölf Minuten aber die Riesenchance zur Führung aus, als er aus kurzer Distanz den Ball nicht an Heeger vorbeibekam.

...und legt vor

Vom KSC war in der Anfangsphase wenig zu sehen – auch weil Dynamo den Gegner früh störte und in den Zweikämpfen deutlich konsequenter agierte. Entsprechend war die Führung nach 26 Minuten verdient. Agyemang Diawusie leitete den Angriff über die rechte Seite ein und bediente Königsdörffer im Sechzehner. Nachdem der Doppeltorschütze aus dem Hinspiel keine geeignete Abschlussposition fand, legte er für Weihrauch ab, der seinen Gegenspieler aussteigen ließ und die Kugel technisch stark in den linken Winkel streichelte.

Patrich Weihrauch (li.) trifft zum 1:0 für Dresden. Bildrechte: dpa

War bis dato kaum etwas vom KSC in der Offensive zu sehen, kam der Gastgeber im Anschluss auf Touren. Kyoung-Rok Choi scheiterte zunächst aus kurzer Distanz an SGD-Torwart Kevin Broll (34.), ehe er einen Halbvolley aus knapp 18 Metern über das Tor setzte (37.). Wenig später stand Dynamos Keeper erneut im Mittelpunkt, als er Philipp Hofmanns Kopfball aus kurzer Distanz von der Linie kratzte (41.). Zuvor hatte es Daferner auf der Gegenseite verpasst, in einer unterhaltsamen ersten Halbzeit zu erhöhen, als er mit seinem Abschluss einen Tick zu lang zögerte und noch entscheidend geblockt wurde (39.).

Dresdens Chancenverwertung rächt sich

Karlsruhe kam gut aus der Pause. Der eingewechselte Kilian Jakob prüfte Broll direkt mit einem Distanzschuss (46.). Aber auch die Dresdner machten weiter Dampf und zeigten tollen Fußball: Weihrauch leitete einen Querpass von Diawusie technisch anspruchsvoll mit der Hacke weiter, doch Linksverteidiger Guram Giorbelidze traf nur das Außennetz (52.).

Die mangelnde Chancenverwertung, die Dynamo schon den einen oder anderen Punkt in dieser Saison gekostet hatte, sollte sich fortsetzen – und erneut rächen: Eine Ecke von Marvin Wanitzek verlängerte Daferner per Kopf unglücklich an den zweiten Pfosten, wo Jerome Gondorf die Kugel volley und ohne Chance für Broll ins lange Eck jagte (65.). Nur kurz darauf kam es noch dicker für Dresden. Einen perfekt servierten Freistoß von Wanitzek köpfte Hofmann aus kurzer Distanz wuchtig zur Karlsruher Führung in die Maschen (74.).

KSC-Torjäger Philipp Hofmann trifft zum 2:1 und stellt die Partie auf den Kopf. Bildrechte: dpa

Vlachodimos leitet Akotos Ausgleich ein

Bis in die Schlussphase rannte Dynamo glücklos an. Capretti brachte unter anderem mit Panagiotis Vlachodimos noch einmal frische Beine und wurde für seine Einwechslung belohnt. Der Deutsch-Grieche setzte sich links auf der Grundlinie durch und bediente Weihrauch, der geschickt auf Akoto ablegte. Mit einem wuchtigen Schuss versenkte der Rechtsverteidiger die Kugel im linken Eck und besorgte den Endstand.

Relegation gegen Kaiserslautern: "Zwei heiße Spiele"

Bereits vor der Partie stand fest, dass der Weg für zum Klassenerhalt für Dynamo nur über die Relegation führt. Nach dem Sachsenderby am letzten Spieltag gegen die bereits als Absteiger feststehenden Auer stehen am 20. und 24. Mai die Relegationsspiele an. Dort wartet der 1. FC Kaiserslautern, der nach der 0:2-Niederlage bei Viktoria Köln keine Chance mehr auf einen direkten Aufstiegsplatz hat. Dynamo hat im Rückspiel Heimrecht.

"Das sind zwei heiße Spiele, auf die wir vorbereitet sein werden. Meine Mannschaft hat die Situation angenommen, das war im Auswärtsspiel beim Karlsruher SC zu sehen", blickte Capretti selbstbewusst voraus. "Das Team hat den Willen und die Stärke, das Ding über die Relegation zu ziehen."

Stimmen zum Spiel

Guerino Capretti (Dresden): "Wir wollten Intensität und Mentalität zeigen, sind gut ins Spiel gekommen und hätten höher führen müssen. In der zweiten Halbzeit waren wir zu passiv und haben es nicht mehr geschafft, Standards zu vermeiden. Aber wir haben nicht aufgegeben und Moral gezeigt."

Christian Eichner (Karlsruhe): "Der Gegner hat uns in der ersten Halbzeit all das gezeigt, was notwendig ist, um ein gutes Fußballspiel in der 2. Bundesliga zu bestreiten. Das war bei uns nicht der Fall. Nach der Pause war eine andere KSC-Mannschaft auf dem Feld. Wir haben Schritt für Schritt am 1:1 geschraubt und sind dann auch verdient in Führung gegangen. In der Nachspielzeit haben wir dem Gegner einen Konter gegeben und das 2:2 aus einer Verkettung von Aktionen bekommen. Es ist ein Spiegelbild der ganzen Wochen und Monate."

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 08. Mai 2022 | 16:00 Uhr

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