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Bielefeld jubelt nach dem 3:1 gegen Bildrechte: IMAGO/PaetzelPress

Fußball | 2. Bundesliga1. FC Magdeburg verliert in Bielefeld und rutscht auf Abstiegsplatz17. Spieltag

Stand: 13. November 2022, 15:27 Uhr

Der 1. FC Magdeburg überwintert in der XXL-WM-Pause auf einem Abstiegsplatz in der 2. Bundesliga. Nach einer 1:3-Niederlage am Sonntag (13.11.2022) zum Jahresabschluss bei Arminia Bielefeld rutschen die Schützlinge von Christian Titz auf den 17. Tabellenplatz ab.

Die Magdeburger waren mindestens auf Augenhöhe, machten aber wieder individuelle Fehler und verballerten vor 24.148 Zuschauern beste Chancen. Trotz der Niederlage wurden die Elbestädter von den eigenen Fans gefeiert. "Wir werden die Pause nutzen, Kraft tanken und dann greifen wir in der Rückrunde an", kündigte Magdeburgs Baris Atik nach der schmerzhaften Niederlage an.

Der 1. FC Magdeburg lag zur Pause nach einem verunglückten Rückpass von Alexander Bittroff mit 0:1 zurück. Der für den gesperrten Italiener Cristiano Piccini in die Startelf gerückte Bittroff wollte nach einer halben Stunde auf Torhüter Christian Reimann zurück spielen. Bielefelds Jomaine Consbruch hatte den Braten gerochen, sprintete in den Ball, umkurvte Reimann und schob überlegt zur Führung ein (30.). Danach hatte Baris Atik zwei Topchancen, um auf 1:1 zu stellen. Beim ersten Versuch - nach der Vorarbeit von Kwarteng - hoppelte sein raffinierter Schuss nur um Millimeter am linken Pfosten vorbei. Sekunden vor der Pause traf Magdeburgs Co-Kapitän aus 15 Metern den Ball nicht richtig und zielte deutlich vorbei.

Tor für Bielefeld. Jomaine Consbruch mit der Führung! Bildrechte: IMAGO / PaetzelPress

Dabei wäre ein 1:1 zur Pause absolut verdient gewesen. Magdeburg und Bielefeld waren auf Augenhöhe. Doch wie so oft fehlten den Elbestädtern auch das nötige Glück. So entschied der sächsische Schiedsrichter Richard Hempel nach einem vermeintlichen Foulspiel an Leon Bell Bell auf Weiterspielen. Für Titz eine klare Fehlentscheidung: "Ich sehe die Szene genau. Unser Spieler spielt den Ball und wird dann umgegrätscht. Dann ist die Entscheidung doch ziemlich klar."

Bielefeld gnadenlos effizient

Nach dem Wechsel hatte zunächst Bielefeld die besseren Offensivszenen, die größte Torchance zum 1:1 verbuchte aber wieder Atik. Diesmal köpfte er bärenstark, doch Martin Fraisl tauchte ab und hielt in Weltklasse-Manier. Danach war Magdeburg spielbestimmend, Bielefeld nutzte seine Chancen aber eiskalt und profitierte von der individuellen Klasse von Masaya Okugawa, der vor dem 2:0 zwei Gegenspieler stehen ließ, und dann auch noch das Auge für Christian Gebauer hatte, der aus Nahdistanz freistehend traf. Als Robin Hack mit einem abgefälschten Volleyschuss (Marke: Traumtor) das 3:0 gelang, schien das Spiel entschieden, doch postwendend sorgte Ito für das 3:1 und neue Hoffnung.

Atik: "Habe leider sehr viel verballert"

Barış Atik hatte vier gute Chancen, war aber glücklos und setzt seine Negativserie gegen Bielefeld fort. Bildrechte: IMAGO / PaetzelPress

In der Schlussviertelstunde kam Magdeburg nur noch zu einer Topchance. Wieder war es Atik, dessen Schuss von Fraisl geklärt wurde. Für den Magdeburger bleibt Bielefeld einfach ein rotes Tuch. Er hat seine sechs Zweitliga-Spiele gegen die Arminia alle verloren. Nach den Pleiten mit Darmstadt, Dresden und Kaiserslautern sollte es auch mit Magdeburg nicht klappen. "Wir haben uns nicht belohnt und hatten genügend Chancen, Tore zu machen. Ich am meisten. Ich habe leider sehr viel verballert.", sagte Atik niedergeschlagen.

Nächstes Pflichtspiel Ende Januar in Düsseldorf

Für den 1. FC Magdeburg geht es am letzten Januar-Wochenende weiter. Die Titz-Schützlinge sind im ersten Spiel des neuen Jahres bei Fortuna Düsseldorf zu Gast.

Das sagten die Trainer

Daniel Scherning (Bielefeld): "Wir haben eine gute letzte Woche gespielt und haben die mit dem Heimsieg gekrönt. Das tut uns in unserer jetzigen Situation gut. Es war nicht ganz einfach. Wir hatten in der ersten Halbzeit nicht so viel Zugriff, wie wir uns das gewünscht hatten. Nach der Pause lief es dann besser. Ich denke, wir haben das Heimspiel nicht unverdient gewonnen. Wir haben konzentriert gegen den Ball gearbeitet und machen die Tore zu einem guten Zeitpunkt. Es geht für uns in diesem Jahr nur um den Klassenerhalt."

Christian Titz (Magdeburg): "Wir haben heute den Sieg hergegeben. Wir haben das Spiel kontrolliert und hatten unglaublich viele gute Einschussmöglichkeiten. Wir haben Bielefeld mit einem Bock die Führung beschert, trotzdem muss es zur Halbzeit schon auf unserer Seite sein. Wir waren die spielbestimmende Mannschaft und der Gegner macht die Tore. So ist das manchmal. Wir haben uns um den Lohn gebracht."

Sanny Stephan

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 13. November 2022 | 19:30 Uhr

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