Fußball | 2. Bundesliga Erzgebirge Aue steht wieder mit leeren Händen da

32. Spieltag

Die Veilchen sind in der Ergebniskrise: Wie schon beim FC St. Pauli machte der FC Erzgebirge Aue auch gegen den VfL Bochum ein gutes Spiel. Am Ende jubelte aber der Gast, der seine Chancen einfach nutzte. Zwei Platzverweise sorgten am Ende für eine unnötige Note in einem ansonsten fairen Spiel. Da Regensburg gegen den Karlsruher SC gewann, hat Aue dennoch nun auch rechnerisch den Klassenerhalt geschafft.

 Anthony Losilla trifft per Kopf zum 0:2. Torhüter Robert Jendrusch und Sören Gonther können den Treffer nicht verhindern.
Bildrechte: PICTURE POINT/ Sven Sonntag

Der FC Erzgebirge Aue hat die dritte Heimniederlage kassiert. Gegen einen effektiven VfL Bochum kassierten die Veilchen ein 1:2. Dabei zeigten sich die Veilchen bemüht und engagiert, allerdings vor dem gegnerischen Tor zu wenig zwingend. Die Gäste machten aus zwei Chancen zwei Tore.

Aue engagiert - Bochum eiskalt

Gleich auf fünf Positionen wechselte Aues Trainer Dirk Schuster durch. Dennoch begannen die Gastgeber wie die Eisenbahn, pressten die Bochumer sehr früh und hatten noch wenigen Minuten die erste gute Chance, als eine scharfe Eingabe von Pascal Testroet im letzten Moment geklärt wurde. Nach einer Viertelstunde kamen die Gäste besser in die Partie und mit der erstren echten Chance auch zur Führung. Jordi Osei-Tutu marschierte rechts zur Grundlinie und passte zurück auf Thomas Eisfeld, der aus zwölf Metern ins rechte Eck vollendete (29.). Aue schüttelte sich, kam zurück durch einen Kracher von Jan Hochscheidt aus 22 Metern, den Manuel Riemann aber mit tollem Reflex entschärfen konnte. Kurz vor der Pause dann die nächste kalte Dusche. Nach einer Freistoßeingabe brachte Malcolm Cacutalua unfreiwillig den Ball in den Fünfer, wo Anthony Losilla aus fünf Metern einköpfte.

Thomas Eisfeld trifft zum 0:1. Torhüter Robert Jendrusch kann den Treffer nicht verhindern.
Thomas Eisfeld trifft zum 0:1. Bildrechte: PICTURE POINT/ Sven Sonntag

Viel Farbe und ein spätes Tor

Nach dem Wechsel kombinierten sich die Gastgeber einen Wolf. Frustrierend war dabei, dass zu oft der letzte Pass beim Gegner oder im luftleeren Raum landete. Bochum hielt das Geschehen vom eigenen Tor fern, ließ sich vor dem Auer Tor aber kaum noch blicken. Chancen gab es für Aue aber auch kaum, einzig beim Schuss von Dimtirij Nazarov musste sich Keeper Riemann strecken. Dann zwei späte Platzverweise. Louis Samson sah die Ampelkarte, nach einem Festhalter. Sekunden später flog Milos Pantovic - er trat Nazarov auf die Achillessehne - runter mit glatt Rot.

Stimmen zum Spiel:

Thomas Reis (Bochum): "Wir sind glücklich, dass wir unsere Serie fortsetzen konnten. Man hat in den ersten 20 Minuten gemerkt, dass wir nicht richtig auf dem Platz waren. Danach haben wir es besser gemacht, das erste Tor war schön rausgespielt. Nach dem Wechsel wollten wir nicht verwalten, das ist uns nicht gelungen. Bei gegnerischen Einwürfen hatten wir immer Probleme, auch beim Gegentor, was zum Glück mit dem Abpfiff gefallen ist."

Dirk Schuster (Aue):: "Ich glaube, dass wir die Bochumer mit einer offensiven Ausrichtung überraschen konnten. Mit dem ersten Konter, wo wir im Mittelfeld den Ball zum Gegner köpfen, liegen wir im Rückstand. Dann waren wir geschockt, kriegen durch einen Standard das 0:2. Wir wollten das aber noch biegen, die Mannschaft hat weiter gekämpft. Wir haben alles probiert, man hat aber auch die hohe Qualität des Gegners gesehen. Ich bin trotzdem mit der Leistung zufrieden, mit dem Ergebnis überhaupt nicht. Wir haben den Klassenerhalt geschafft, das hätten wir gern aus eigener Kraft."

Dirk Schuster (Trainer Erzgebirge Aue) 2 min
Bildrechte: MItteldeutscher Rundfunk

Mi 17.06.2020 21:45Uhr 02:25 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-419610.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 17. Juni 2020 | 21:45 Uhr

14 Kommentare

normaler Zeitgenosse vor 17 Wochen

Max Mustermann,Schamröte wegen Fernsehgelder muss nicht sein....ist eine Basis von Aue in der 2.Liga zum Überleben..lt. Leo Aue wird geführt ,wie ein Wirtschaftsunternehmen und der Mann hat recht.

max mustermann vor 17 Wochen

Fast 14 Tage vor Saisonende wurde der Klassenerhalt gesichert, durch eine 1:2 Niederlage zu Hause gegen den "großen Bruder" den Vfl Bochum.
Ja , das ist erstmal Tatsache tut mir andererseits nach einer tollen Hinspiel-Runde mit dem 5. Tabellenplatz schon etwas weh. Der "Klassenerhalt" ist für einen
Fußballverein kaum eine taugliche Zielvorgabe sein, wenn das Team größtenteils in der Saison einen Tabellenplatz weit in der oberen Tabellen-Hälfte einnimmt. Nun kam die "Coronakrise" hinzu. Fußball ist und bleibt ein Spiel mit Fans, die mehr als die reine Anwesenheit darstellen. Das finanzielle Gründe ausschlaggebend für die Fortsetzung der Saison war, ist schlimm genug, aber noch zu verstehen. Das das Gejammere jetzt aber mit Fernsehgeldern für eine gute
Platzierung weiter geht treibt einem die Schamröte ins Gesicht.
Glückwunsch dem Team für die insgesamt gute Saison 2019/2020.
son

Normalbuerger vor 17 Wochen

Klassenerhalt, ok aber symbolisch für das Jahr 2020 nicht aus eigener Kraft. Ich kann blauer Hund nur zustimmen, mit 7 Abwehrspielern und 3 Offensiven kannst du kein Spiel gewinnen und vor allem keine Tore schießen. Chancen habe ich gestern auch nicht viel gesehen (außer Einzelleistungen von Hochscheidt). Spielerisch geht überhaupt nichts, wenn überhaupt sind Chancen Zufallsprodukte. Die Gründe für die ständige Aufstellung von Strauß würde ich auch gern erfahren. Und unser Jendrusch brauch dringend Spielpraxis(verleihen 3.oder 4.Liga). So wird das nichts. Insgesamt ein besorgniserregender Trend im Hinblick auf nächste Saison, da wird einem Angst und Bange. Und Motivation für Spiele , wo es um nichts mehr geht, ist im Übrigen die Sache des Trainerteams. Insgesamt bin ich auch der Meinung, dass sich die Mannschaft Vergleich zu Daniel MEYER weder spielerisch noch taktisch entwickelt hat , ganz im Gegenteil sogar zurück. Aber wir hoffen das beste für 20/21. Glück Auf

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