Fußball | 2. Bundesliga Dynamo Dresden vom HSV spät erwischt

31. Spieltag

Bärenstarke Abwehrleistung von Dynamo Dresden: Die Sachsen hielten gegen einen überlegenen, aber nicht überragenden Hamburger SV bis kurz vor Schluss die Null. Dann stach Knipser Joel Pohjanpalo eiskalt zu. Bereits am Montag wartet Spitzenreiter Arminia Bielefeld, die Leistung sollte trotz der 0:1-Niederlage aber weiter Mut geben.

Die Dresdner Spieler nach dem Gegentor zum 0:1.
Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold

Makienok in der Startelf

Die erste Überraschung: der angeschlagene Simon Makienok spielte von Beginn an, Patrick Schmidt kehrt nach seiner Gelb-Rot-Sperre zurück und der junge Ransford Königsdörffer gab sein Startelf-Debüt.

Dynamo hellwach, aber auch im Glück

Dynamo präsentierte sich in der ersten Halbzeit hellwach, verteidigte leidenschaftlich, hatte in der ein oder anderen Situation aber auch das nötige Glück. Und mit etwas Glück hätten die Schwarz-Gelben nach drei Minuten selbst führen können. Königsdörffer schnappte sich an der Mittellinie den Ball, legte für Patrick Ebert auf links ab. Dessen Querpass auf Makienok konnte von Aaron im letzten Moment geklärt werden. Danach aber erspielten sich die Gäste einige dicke Chancen, immer im Mittelpunk Martin Harnik, der einen starken Eindruck hinterließ. Allerdings brachte er bei seinen vielen Chancen, wie in der siebten Minute, den Ball nicht unter. In der 19. Minute ballerte er den Ball freistehend aus zehn Metern über das Dynamo-Tor. Die wohl klarste Chance der äste in der 29. Minute: Harnik dreht sich im Strafraum, steht frei vor Keeper Kevin Broll, legt aber quer, ein Dresdner konnte so noch retten.

Die Bilder zu Dynamo Dresden - Hamburger SV

Die Spieler knien vor Beginn des Spiels am Mittelkreis
Zwei Topteams der Liga hat Dynamo vor der Brust. Am Freitag kam der Hamburger SV, Montag folgt Spitzenreiter Arminia Bielefeld. Vor der Partie gegen den HSV setzten die Spieler und Schiedsrichter ein Zeichen gegen Rassismus. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Die Spieler knien vor Beginn des Spiels am Mittelkreis
Zwei Topteams der Liga hat Dynamo vor der Brust. Am Freitag kam der Hamburger SV, Montag folgt Spitzenreiter Arminia Bielefeld. Vor der Partie gegen den HSV setzten die Spieler und Schiedsrichter ein Zeichen gegen Rassismus. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Dresdens Florian Ballas vor Martin Harnik links am Ball
Dynamo stand sehr tief, der HSV erspielte sich im ersten Durchgang viele Torchancen. Allein Martin Harnik hatte vier Riesen, hier ist er im Duell mit Dresdens Florian Ballas. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Dresdens Sascha Horvath rechts am Ball
Meist kamen die Sachsen kaum aus der eigenen Hälfte, hier wird Sascha Horvath gleich von zwei Hamburgern attackiert. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Niklas Kreuzer SG Dynamo Dresden li. und Sonny Kittel Hamburger SV re.
Niklas Kreuzer SG Dynamo Dresden li. und Sonny Kittel Hamburger SV im Laufduell. Der Hamburger Stürmer konnte auch in Dresden seine Ladehemmung nicht beheben. Seit Anfang Februar traf er nicht mehr. Bildrechte: imago images/Eibner
Kopfballduell zwischen Timo Letschert Hamburger SV hinten und Simon Makienok SG Dynamo Dresden vorn.
Vorn sollte bei Dynamo der liebe Gott helfen, der hieß in den letzten beiden Spielen Simon Makienok. Gegen den HSV kam der Däne aber nur selten zum Abschluss. Bildrechte: imago images/Eibner
Joel Pohjanpalo Hamburger SV re.bejubelt sein Tor zum 1:0 Jan Gyamerah Hamburger SV li.
Bis zur 84. Minute hielt das Bollwerk, dann netzte Joel Pohjanpalo für den HSV ein. Bildrechte: imago images/Eibner
Die Dresdner Spieler nach dem Gegentor zum 0:1.
Tiefe Enttäuschung bei den Schwarz-Gelben nach dem Rückstand. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Jubel über den Sieg, Dresdens Spieler enttäuscht.
Dynamo versuchte alles, eine große Chance sprang aber nicht mehr heraus. Am Ende jubelte der HSV über den 1:0-Erfolg und drei Punkte. Bildrechte: imago images/Jan Huebner
Markus Kauczinski (Trainer SG Dynamo Dresden)
Trainer Markus Kauczisnki gab zu, dass seinem Team die Kraft fehlte. Bereits am Montag geht es wieder um Punkte. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
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Pohjanpalo gibt Dynamo den Todesstoß

Nach dem Wechsel gelang es Dynamo, die Chancen der Gäste zu minimieren. Einzig der eingewechselte Bakery Jatta brachte auf der linken Seit Gefahr. Doch Dynamo-Keeper Broll war bei den Flachschüssen auf dem Posten. Vorn brachte Dynamo bis auf einen gefährlichen Freistoß von Chris Löwe aber nicht viel Gefahr. Doch die Sachsen kämpfen stark, mussten dann in der 84. Minute aber doch den Gegentreffer hinnehmen. Jatta spielte auf Tim Leibold, dessen Querpass von links konnte Joel Pohjanpalo aus Nahdistanz verwerten.

Joel Pohjanpalo Hamburger SV re.bejubelt sein Tor zum 1:0 Jan Gyamerah Hamburger SV li.
Joel Pohjanpalo Hamburger SV bejubelt sein Tor zum 1:0. Bildrechte: imago images/Eibner

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Stimmen zum Spiel:

Dieter Hecking (Hamburg): "Das war ein verdienter Sieg, der nicht einfach war, weil Dynamo alles in die Waagschale geworfen hat, um es uns schwer zu machen. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung und es war wichtig, die drei Punkte mitzunehmen."

Markus Kauczinski (Dresden): "Wir müssen besseren Fußball spielen. Wir sind viel hinterher gerannt, Uns hat die letzte Kraft gefehlt, wie wir es gegen Fürth hatten. Es reicht nicht zu hoffen, dass der 'Lange' irgendwie einen reinmacht. Wir müssen als Mannschaft gefährlichere werden. Wir konnten die Bälle nicht so lange halten. Das müssen wir erstmal verarbeiten, dann schauen wir morgen weiter. Wir haben alles in der eigenen Hand, müssen uns aber steigern."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 13. Juni 2020 | 16:30 Uhr

90 Kommentare

Dynamokralle vor 24 Wochen

Danke Dir, lieber Harzer! In nicht mal 24 Std. geht der Wahnsinn schon wieder weiter. MK hat vor kurzem sinngemäß gesagt, wenn noch mehr draufgepackt wird, sie werden es aushalten. Nun sind es die Resultate unserer unmittelbaren Konkurrenz, die obendrauf kommen. Aber es lässt uns alle noch enger zusammenrücken und das ist ein gutes Gefühl!
Urkraftvolle Grüße aus DD!

Hilfe vor 24 Wochen

Du solltest noch einmal meinen Text lesen und überlegen, was dieser mit dem was Du geschrieben hast zu tun hat. Und, selbstvertändlich sollte eine Saison als Ganzes betrachtet werden ... denn abgestiegen wird nicht an einem Tag.

Wismut-Freund vor 24 Wochen

Glück auf Dresden Fan's

Der Spieltag lief für euch echt schlecht, aber es sind immer noch 15 Punkte zu holen. Ich finde die Derbys gegen euch immer Spitze. Was kann man den mit Mannschaften wie Wehen oder Sandhausen schon anfangen. Die Dynamos, die ich bisher kennengelernt habe waren in Ordnung. Also noch mal alle Kräfte sammeln und vielleicht mal eine Überraschung gegen Bielefeld schaffen, dann kann das noch klappen.
Sportliche Grüße

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