Fußball | 2. Bundesliga Dynamo verabschiedet sich mit Remis in die 3. Liga

34. Spieltag

Nun ist es Gewissheit: Dynamo Dresden spielt in der nächsten Saison in der 3. Liga. Gegen den VfL Osnabrück zeigte die Elf von Markus Kauczinski am Sonntag zwar eine starke Halbzeit, am Ende reichte es beim 2:2 (1:0) trotzdem nur für einen Punkt.

Auf der Tribüne hängt ein Spruchband: DYNAMO WIRD NIEMALS UNTERGEHEN !
Bildrechte: imago images / Dennis Hetzschold

Der vorerst letzte Zweitliga-Akt der Sachsen begann mit kräftig durchgemischtem Personal. Für Kevin Broll, Marco Hartmann, Chris Löwe, René Klingenburg und Simon Makienok liefen Tim Boss, Josef Husbauer, Ondrej Petrak, Godsway Donyoh und Linus Wahlqvist auf. Osnabrück-Trainer Daniel Thioune veränderte seine Startelf auf zwei Positionen. Nils Körber und David Blacha spielten für Philipp Kühn und Moritz Heyer.

Dynamo dominant zur Führung

Auf dem Platz gab die SGD in Halbzeit eins von Beginn an den Ton an und erarbeitete sich schon früh gute Torchancen. Petrak und Donyoh vergaben ihre Hochkaräter (6./12.), Marco Terrazzino stand bei der Eingabe von Donyoh hingegen goldrichtig und nickte zum 1:0 ein (23.). Auch nach dem 1:0 kontrollierten die Dresdner weiter das Spiel. Von Osnabrück kam offensiv in der ersten halben Stunde gar nichts, doch dann tauchte plötzlich Blacha frei vor Dynamo-Keeper Boss auf und zog ab. Den Schuss konnte Boss allerdings mit einem sensationellen Fußreflex abwehren (35.). Kurz vor dem Pausenpfiff hätte Terrazzino sein zweites Tor nachlegen können. Der 29-Jährige machte im Strafraum allerdings einen Schlenker zu viel und vergab die gute Möglichkeit (45.+1). Mit 1:0 ging es in die Kabinen.

Dresdner Jubel nach dem Tor zum 1:0 durch Marco Terrazzino
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Dynamo muss späten Ausgleich hinnehmen

Nach dem Seitenwechsel begann Dynamo wieder forsch und ging durch das sechste Saisontor von Patrick Schmidt verdient mit 2:0 in Führung (59.). Mit fortschreitender Spieldauer kamen die Gäste aber immer besser ins Spiel und zeigten, warum sie den Klassenerhalt geschafft haben. So sorgte der eingewechselte Anas Ouahim mit einem satten Strich für den zunächst überraschenden Anschlusstreffer (76.), der Ausgleich zum 2:2 durch Niklas Schmidt mit einem wunderbaren Freistoß verwunderte dann aber niemanden mehr (80.). Beim Spielstand von 2:2 erfolgte dann der Abpfiff.

Dresdens Patrick Schmidt links gegen Bryan Henning rechts
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Sportgeschäftsführer Minge verabschiedet

Dynamo beendet die Saison damit als Tabellenletzter. Die Mini-Mini-Hoffnung, vielleicht doch noch den Relegationsplatz zu erreichen, entpuppte sich als Luftschloss. Für Dynamo ist es in der 67-jährigen Vereinsgeschichte der dritte Abstieg aus der 2. Bundesliga nach 2006 und 2014. Den Neuaufbau begleitet künftig der neu verpflichtete Sportchef Ralf Becker, der die Nachfolge von Dynamo-Idol Ralf Minge antritt.

Kurios: Vor dem Spiel hatten die Spieler von Dynamo Dresden mit einer Aktion für den aktuellen Sportgeschäftsführer überrascht. Um Ralf Minge zu verabschieden, liefen die Akteure in bedruckten Jeansjacken auf. "Danke für alles Mingus!" war da neben seinem Konterfei zu lesen. Minge wird den Verein Ende Juni verlassen. Alle Versuche, sich auf einen neuen Vertrag zu einigen, waren gescheitert.

Dynamos Spieler tragen vor dem Erwärmen Jeansjacken mit dem Bild Ralf Minges und den Worten - DANKE FÜR ALLES MINGUS!
Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold

Stimmen zum Spiel:

Daniel Thioune (Osnabrück): "Ein Fazit zum Spiel fällt mir schwer. Ich glaube, dass die zwei Halbzeiten ein Spiegelbild unsere ganzen Saison waren. Wir hatten von Beginn an Probleme. Sie haben den Ball laufen lassen und wir lagen dann folgerichtig zurück. Dann haben wir ins Spiel zurückgefunden. Wir waren auch nach dem 0:2 nicht aus dem Spiel und haben immer mehr Ballkontrolle bekommen. Dann haben wir uns noch mal belohnt und hatten am Ende ein paar Körner mehr. Das Unentschieden ist ok."

Markus Kauczinski (Dresden): "Wir waren gut drin. Man hat uns angemerkt, dass wir gewinnen wollten. Wir haben das Tempo hochgehalten und sind dann in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit war das Spiel dann viel ausgeglichener und man hat gemerkt, dass Tore in der Luft liegen. Ich denke, dass wir das Spiel hätten gewinnen müssen, aber das ist uns nicht gelungen. Wir haben alles gegeben und gehen erhobenen Hauptes aus der Saison."

Markus Kauczinski, Trainer SG Dynamo Dresden 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR aktuell 19:30 Uhr So 28.06.2020 19:30Uhr 00:15 min

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Markus Kauczinski, Trainer SG Dynamo Dresden 1 min
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MDR aktuell 19:30 Uhr So 28.06.2020 19:30Uhr 00:15 min

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Video

(ten)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 28. Juni 2020 | 15:30 Uhr

51 Kommentare

wicky 67 uncut vor 12 Wochen

Sehr geehrter MDR!
Jetzt geben Sie doch bitte meinen letzten Beitrag von gerade eben endlich frei. Dann nehme ich auch alles wieder zurück was ich ihnen vor ca 100 Minuten geschrieben habe! Nur an der Veröffentlichung meines Beitrages an dem User jochen geht es mir einfach nur um Gerechtigkeit!!! Und es darf ganz einfach nicht sein, daß sich so eine Lusche jetzt auch noch als Sieger fühlt!!! Definitiv hat er nämlich das seit Jahren bestehende ausgesprochen solidarische und freundliche Klima zwischen uns Dynamo-Fans zu großen Teilen kaputt gemacht, bzw auch mindestens ein halbes Dutzend SGD-User vergrault!!! Beispielsweise Schiedsrichter, wolle, Reisender, Radebeuler, Pombär, Kunde, Ragnarök, Reisender und andere schreiben hier wegen jochen zum Teil garnicht mehr, bzw nur noch sehr selten! Hätten Sie seit vielen Monaten jochen seine sinnlosen und extremst provokanten Beiträge garnicht erst freigeschaltet, so würden wir hier wenigstens noch über die Forenthemen schreiben!.. Also bitte!!!

Voice vor 12 Wochen

Emotionen hin oder her. Wer sich deshalb über bestehende Regeln hinweg setzt, darf sich über Bestrafung nicht wundern. Es sind Regeln. Genau wie rote Ampeln. Die sind auch kein Angebot anzuhalten, wenn ich gern möchte. Auch hier wird bestraft, wer dagegen verstößt. Was meinen Sie, was Flensburg Ihnen erzählt, wenn Sie ständig rote Ampeln ignorieren und Emotionalität als Grund anführen? Wir sind eine Demokratie, in der man grundsätzlich erst mal alles machen kann. Deshalb aber unbestraft zu bleiben, darauf gibt's kein Recht.
Bei allem "Anders-sein" gilt es sich an allgemeingültige Regeln der Gesellschaft zu halten, wo wäre sonst unser schönes Land, wenn ständig jeder macht, was er will?

Beste Grüße aus der Messestadt!!

Dynamokralle vor 12 Wochen

Danke lieber Harzer für die guten Wünsche und netten Worte! Hast Du schon das Interview mit Harti zum Abschied von Ralf Minge gesehen? Sagt nochmal alles...

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