Fußball | 2. Bundesliga Dynamo nach Niederlage in Stuttgart nun Schlusslicht

12. Spieltag

Dynamo Dresden schnupperte beim klaren Favorit VfB Stuttgart in einigen Momenten an einer Überraschung. Am Ende aber ging das Team des gebürtigen Schwaben Cristian Fiel als Verlierer vom Platz. Zum fünften Mal in Folge.

Dynamo Trainer Cristian Fiel
Bildrechte: imago images/Pressefoto Baumann

Die Hoffnung auf eine Wende bei Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden nach dem nur knapp verlorenen Pokalfight bei Bundesligist Hertha BSC hat sich nicht erfüllt: In der Liga kassierten die Sachsen bei Aufstiegsanwärter VfB Stuttgart die erwartete Niederlage. Für die Elf von Cristian Fiel, der in seine alte Heimat zurückkehrte, war es die fünfte Zweitliga-Niederlage in Folge. Die SGD rutschte auf den letzten Tabellenplatz ab.

Fußball | 2. Bundesliga VfB Stuttgart - Dynamo Dresden in Bildern

Marco Hartmann mit seiner Mannschaft beim Einlaufen
52.129 Zuschauer waren in die Mercedes-Benz-Arena gekommen. Dynamo hatte zuletzt vier Mal, Stuttgart drei Mal in der 2. Liga verloren. Bildrechte: imago images/Steffen Kuttner
Marco Hartmann mit seiner Mannschaft beim Einlaufen
52.129 Zuschauer waren in die Mercedes-Benz-Arena gekommen. Dynamo hatte zuletzt vier Mal, Stuttgart drei Mal in der 2. Liga verloren. Bildrechte: imago images/Steffen Kuttner
Marc Oliver Kempf trifft zum 1:0
Es dauerte nur drei Minuten, da schoss VfB-Kapitän Marc Oliver Kempf aufs Tor. Bildrechte: images/Sportfoto Rudel
Tor zum 1:0 - Marc Oliver Kempf VfB Stuttgart, Kevin Broll, Brain Hamalainen beide SG Dynamo Dresden
Brain Hamalainen (re.) konnte nicht mehr retten - es wurde sogar als Eigentor gewertet. Bildrechte: images/Sportfoto Rudel
Orel Mangala und Marco Hartmann
Vor der Pause hatten Stuttgart Oberwasser, hier Oriel Mangala gegen Dynamos Marco Hartmann (re.). Bildrechte: imago images/Avanti
v.l. Jannis Nikolaou Dynamo, Philipp Klement
Zweikampf: Dynamos Jannis Nicolaou (Mi.) gegen Philipp Klement Bildrechte: imago images/Pressefoto Baumann
Nicolas Gonzales, Santiago Ascacibar und Orel Mangala feiern das 2:0.
Santiago Ascacibar (Mi.) sorgte für das 2:0. Bildrechte: imago images/Jan Huebner
Santiago Ascacibar und Dresdner Moussa Kone rechts im Laufduell
Moussa Koné (re.) brachte die Gäste nach einem Solo und einem Elfmeter auf 1:2 heran Bildrechte: imago images/Steffen Kuttner
Schiedsrichter Arne Aarnink schaut sich die Szene nochmals im Video an.
Es gab gleich zweimal den Videobeweis. Schiedsrichter Arne Aarnink sah sich unter anderem den Zweikampf vor dem Elfmeter an. Bildrechte: imago images/Hartenfelser
Marc-Oliver Kempf VfB Stuttgart, Luka Stor Dynamo Dresden und Torwart Gregor Kobel VfB Stuttgart.
Gleich zweimal hatte der eingewechselte Lukas Stor für die Sachsen das 2:2 auf dem Fuß. Hier kommt er nicht an Keeper Gregor Kobel vorbei. Bildrechte: imago images/Hartenfelser
Dynamo Trainer Cristian Fiel
Dynamos Trainer Cristian Fiel konnte bei seiner Reise in die alte schwäbische Heimat keine Punkte mit nach Dresden bringen. Bildrechte: imago images/Pressefoto Baumann
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Schneller Rückstand für Dresden

Dynamo geriet schon in der 3. Minute durch ein Eigentor von Brain Hamalainen, der einen Versuch von Marc-Oliver Kempf nicht mehr klären konnte, in Rückstand. Die Anfangsphase gehörte den Schwaben. Fast aus dem Nichts hätte Moussa Koné bei einem Konter fast ins lange Eck zum Ausgleich getroffen (19.). Drei Minuten später traf Philip Klement auf der Gegenseite den Pfosten. Glück hatte Dynamo noch dreimal: Als dem völlig freien Philipp Förster der Ball versprang (29.), das 2:0 von Nicolas Gonzalez nach Videobeweis wegen Abseits zurückgenommen wurde (29.). und auch Förster vor einem Treffer des Argentiniers Ascacibar im Abseits stand (39.). Zuvor war es turbulent geworden. Zunächst scheiterte Moussa Koné mit der "Pike" an VfB-Schlussmann Gregor Kobel und im Gegenzug nutzte Nationalspieler Santiago Ascacibar seinen Freiraum zum 2:0 (38.).

Tor zum 1:0 - Marc Oliver Kempf VfB Stuttgart, Kevin Broll, Brain Hamalainen beide SG Dynamo Dresden
Brain Hamalainen (re.) kann das 0:1 nicht verhindern. Bildrechte: images/Sportfoto Rudel

Anschluss durch Koné

Langweilig wurde es aber nicht: Koné brachte sein Team per Elfmeter schnell wieder heran (52.). Zuvor war der schnelle Senegalese von Verteidiger Nathaniel Philipps gelegt worden, den Elfmeter gab es nach Videobeweis. Dynamo traf erstmals nach 394 Minuten wieder. Danach wurde es ein ungewöhnliches Spiel. Beide Teams wussten nicht so recht, wie sie mit dem Ergebnis umgehen sollte. Stuttgart wollte nach zwei Heimpleiten gegen Kellerkinder in Folge nicht ins offene Messer laufen, Dresden nicht zu unkontrolliert nach vorne spielen. Bei einem Patzer des ansonsten starken Kevin Broll verpasste Förster die Vorentscheidung (64.).

Santiago Ascacibar und Dresdner Moussa Kone rechts im Laufduell
Duell der Torschützen: Moussa Koné (re.) und Santiago Ascacibar Bildrechte: imago images/Steffen Kuttner

Doppelchance: Stor hat das 2:2 auf dem Fuß

In der Schlussphase bewahrte Broll, von einer Gehirnerschütterung vom Pokal rechtzeitig genesen, sein Team mehrmals vor dem 1:3. Und so kam Joker Luka Stor noch zu zwei Großchancen, die der Slowene aber liegen ließ (77./78.). Stuttgarts Joker Silas machte dann bei einem Konter "den Deckel drauf" (86.). Aufgrund der Chancenverteilung geht das Ergebnis in Ordnung. Am Freitag erwartet Dresden mit Wehen Wiesbaden einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt. Die Rheinhessen kamen zu einem Last-Minute-1:1 gegen Spitzenreiter Hamburger SV und überholten Dynamo. Am Freitag geht es für die Schwarz-Gelben um sehr viel.

Marc-Oliver Kempf VfB Stuttgart, Luka Stor Dynamo Dresden und Torwart Gregor Kobel VfB Stuttgart.
Lukas Stor (Mi.) scheitert an VfB-Schlussmann Gregor Kobel Bildrechte: imago images/Hartenfelser

Stimmen zum Spiel:

Cristian Fiel (Dresden):

Tim Walter (Stuttgart):

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 03. November 2019 | 15:00 Uhr

77 Kommentare

wicky 67 uncut vor 38 Wochen

Guten Abend lieber Kunde!
Sicher hast Du bei vielen Argumenten Recht! Und auch ich habe ja die letzten Monate keineswegs noch etwas schön reden wollen. Im Gegenteil, auch ich habe da in sehr vielen Beiträgen vieles als äußerst kritisch gesehen! Denn wenn man jetzt noch die Augen vor der Realität verschließt, bzw nach einer neuerlichen Pleite weiter auf Fielo vertraut, dann könnte man natürlich vorzeitig für die dritte Liga planen.. Auch hast Du Recht damit, daß auch ein Herr Minge in den letzten 3Jahren falsche Entscheidungen speziell in der Transfairpolitik mit getroffen hat! Nur derzeit hat man eben leider nur diesen Kader zur Verfügung! Und da sind in erster Linie der Trainer und die Spieler gefragt, noch das Beste aus der Saison zu machen! Denn selbst wenn man in der Winterpause nach fähigeren Spielern sucht, so glaube ich nicht, das man da entsprechend fündig wird.. Auch sehe ich momentan keinen geeigneten Trainer auf den Markt! Kovac würde wohl zu teuer sein..😏 Mal schauen.. LG!

Dynamokralle vor 38 Wochen

Das klingt so, als wäre die jetzige Situation mit Absicht „von Dynamo“ herbeigeführt worden. Meines Wissens gab es einen 3-Etappen-Plan. 1. Schuldenfreiheit und solide Finanzen, 2. Bau Trainingszentrum, 3. Investition in hochwertigen Kader. An dieser Reihenfolge führte mE auch kein Weg vorbei. Schuldenfreiheit garantiert die von Verein und Fans gewählte Unabhängigkeit. Der Nutzungsvertrag für den Großen Garten läuft aus und die unzulänglichen Trainingsbedingungen wurden immer wieder kritisiert. Parallel dazu großzügig in den Kader zu investieren, hätte Etappe 1 wieder zunichte gemacht und das Gehaltsgefüge ins Wanken gebracht. Warum das Team nicht liefert wie erhofft, muss intern herausgefunden werden. Es sind doch schon Mannschaften über sich hinaus gewachsen, warum nicht jetzt! Ob RM und CF (noch) die Richtigen sind? Ich wünsche es mir, denn mehr Dynamoseele werden wir so schnell nicht wieder bekommen. Aber dazu jedem seine Meinung, hinterher ist man immer schlauer.

Schnibbler vor 38 Wochen

@wicky
ach mein guter, mach dir mal keinen kopf.
daß ich mich über sowas ärger dauert lange, zumal der quark von seikilos substanzlos ist. es fehlt jegliche grundlage für eine diskussion. man kann da nur müde lächeln, sich seinen teil denken und sachlich reagieren wenn man will. vielleicht lernt er es ja, allein: der glaube daran fehlt mir
dynamischer gruß

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