Fußball | 2. Bundesliga Erzgebirge Aue punktet mit viel Leidenschaft gegen Stuttgart

4. Spieltag

Der FC Erzgebirge Aue hat im Spiel eins nach der Beurlaubung der Meyer-Brüder einen Teilerfolg erzielt. Gegen den VfB Stuttgart kämpften die "Veilchen" mit Leidenschaft und sicherten sich in Überzahl einen Punkt.

Ein Mann (InterimsTrainer Marc Hensel) gestikuliert am Rande eines Fußballfeldes.
Guter Einstieg von Interimstrainer Marc Hensel. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Der FC Erzgebirge Aue hat im Spiel eins nach der Beurlaubung der Meyer-Brüder einen Teilerfolg erzielt. Und der war redlich verdient. Gegen den VfB Stuttgart kämpften die "Veilchen" mit Leidenschaft und konnten letztlich in Überzahl ein 0:0 feiern. Kurz vor Schluss hatten die Mannschaft von Interimstrainer Marc Hensel sogar noch die Möglichkeit zum Lucky Punch.

Stuttgart mit mehr Ballbesitz - Aue verengt die Räume

Die Auer machten das ganz geschickt. Sie überließen größtenteils den Stuttgartern die Spielgestaltung, verengten die Räume und setzten auf schnelles Umkehrspiel. So ging die erste nennenswerte Chance auch auf das Konto der "Veilchen". Nach einer Viertelstunde nahm Calogero Rizzuto die Kugel mit der Brust an, ging durch die Mitte und schoss knapp über den Kasten von VfB-Keeper Gregor Kobel.

Tom Baumgart und Emiliano Insúa
Tom Baumgart und Emiliano Insua im Duell. Bildrechte: Picture Point

Danach ließen die Auer die Schwaben weiter anrennen und hatten nach 31 Minuten Glück, als Rizzuto im Auer Strafraum in den Stuttgarter Nicolas Gonzales reinrauschte. Beide Spieler blieben liegen, der Videoassistent griff nicht ein. Kein Elfer, Schiedsrichter Felix Zwayer ließ weiterspielen. So langsam näherte man sich dem Pausenpfiff, als die Schwaben doch noch die Möglichkeit zur Führung bekamen. Gonzales gewann den Zweikampf gegen Marko Mihojevic und flankte nach innen. Philipp Klement köpfte haarscharf rechts am Tor von Martin Männel vorbei.

Torwart Martin Männel (Erzgebirge Aue, re.), visiert den Ball an. 1 min
Bildrechte: imago images / Sportfoto Rudel

Gastgeber in Überzahl - FCE-Chance zum Lucky Punch

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich am Spielverlauf nur wenig. Die Auer verteidigten mit viel Übersicht. Dimitrij Nazarov grätschte dem einschussbereiten Klement am Strafraumeck den Ball vom Fuß (52.). Der Szenenapplaus der FCE-Anhänger war ihm sicher. Dann erwischte es Stuttgarts Borna Sosa in der 66. Minute, als er mit einer Schwalbe im Strafraum der Auer einen Elfmeter schinden wollte. Referee Zwayer ließ sich nicht beindrucken und zückte die Ampelkarte. Aue nunmehr die restliche Zeit in Überzahl. Eine gute Möglichkeit ergab sich zwei Minuten später für "Schlitzohr" Jan Hochscheidt, als er an der Grundlinie versuchte, aus spitzem Winkel Nathaniel Phillips zu tunneln. Das hätte gefährlich werden können, doch der Stuttgarter passte auf und machte dicht.

Nachdem die Stuttgarter Fans im Block zündelten, unterbrach Zwayer die Begegnung für drei Minuten. So langsam neigte sich die Partie dem Ende entgegen - und plötzlich hätte es doch noch den Lucky Punch geben können – und zwar für Aue. Der eingewechselte Pascal Testroet wurde mustergültig von Tom Baumgart bedient, der den Ball gefühlvoll in den Fünfmeterraum hob. Testroet kam in zentraler Position frei an die Kugel und köpfte haarscharf daneben. Ärgerlich, so blieb es beim 0:0. Dennoch waren die Auer Fans hochzufrieden und spendeten ihren Jungs jede Menge Beifall.

Aue vs. VfB Stuttgart ,   Im Bild; Aue feiert den Punktgewinn gegen Stuttgart. ,
Das haben sie sich redlich verdient. Die Auer Spieler feiern mit ihren Fans. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Stimmen zum Spiel

Clemens Fandrich (Erzgebirge Aue): "Nach einer turbulenten Woche haben wir super den Plan, den Marc uns an die Hand gegeben hat, perfekt umgesetzt. Zum Schluss hätten wie fast noch den Lucky Punch gesetzt. Ein Punkt gegen Stuttgart muss man erstmal holen, wir sind stolz auf uns."

Fabian Kalig (Erzgebirge Aue): "Wir hatten ein paar Mal Glück, wir können mit dem Punkt gut leben. Marc kann man ein Kompliment machen, er hat sicher die ein oder andere Nachtschicht in dieser Woche geschoben."

Trainer Marc Hensel,  FC Erzgebirge Aue 2 min
Bildrechte: imago images / Pressefoto Baumann

Hat Marc Hensel beim FC Erzgebirge Aue Blut geleckt? Thorsten vom Wege hat nach dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart mit dem Interimstrainer des Kumpelvereins gesprochen.

Sa 24.08.2019 01:33Uhr 02:12 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/erzgebirge-aue-vfb-stuttgart-marc-hensel-100.html

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Video

Bilder zur Partie Erzgebirge Aue vs. VfB Stuttgart

Eine LED-Wand, die einen Spielstand anzeigt, null zu null nach 90 Minuten.
Keine Tore im Erzgebirgsstadion. Dennoch waren die Fans zufrieden, und auch Clemens Fandrich: "Nach einer turbulenten Woche haben wir den Plan von Marc Hensel super umgesetzt. Einen Punkt gegen Stuttgart muss man erstmal holen, wir sind stolz auf uns." Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Eine LED-Wand, die einen Spielstand anzeigt, null zu null nach 90 Minuten.
Keine Tore im Erzgebirgsstadion. Dennoch waren die Fans zufrieden, und auch Clemens Fandrich: "Nach einer turbulenten Woche haben wir den Plan von Marc Hensel super umgesetzt. Einen Punkt gegen Stuttgart muss man erstmal holen, wir sind stolz auf uns." Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Ein Mann (InterimsTrainer Marc Hensel) gestikuliert am Rande eines Fußballfeldes.
Der Mann des Erfolges: Nach einer turbulenten Woche hatte Interimstrainer Marc Hensel sein Team hervorragend eingestellt. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Tom Baumgart und Emiliano Insúa
Um jeden Ball wurde gefightet: Aues Tom Baumgart im Duell gegen Emiliano Insua. Bildrechte: Picture Point
Im Bild; Chance für Aue. Florian Krüger / Krueger (11, Aue)  und Torwart Gregor Kobel (1, Stuttgart). ,
Es brennt vor dem Stuttgarter Kasten. Florian Krüger, der für Dimitrij Nazarov eingewechselt wurde, mit der Chance gegen VfB-Keeper Gregor Kobel. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Bild; Fans vom VfB Stuttgart vernebelten das Spielfeld mit Pyrotechnik.
Nachdem die Stuttgarter Fans im Block zündelten, unterbrach Schiedsrichter Felix Zwayer die Begegnung. Nach gut drei Minuten ging es weiter. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
m Bild; InterimsTrainer Marc Hensel, Erzgebirge Aue, bei Schiedsrichterassistent Thorsten Schiffner. ,
Es gibt einiges zu besprechen: Marc Hensel bei Schiedsrichterassistent Thorsten Schiffner. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Aue vs. VfB Stuttgart ,   Im Bild; Aue feiert den Punktgewinn gegen Stuttgart. ,
Das haben sie sich redlich verdient: Die Auer Spieler feiern mit ihren Fans. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
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jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 24. August 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. August 2019, 22:40 Uhr

10 Kommentare

Erzgebirgsgranit vor 11 Wochen

Starke Leistung vom ganzen Club. Dimi hat recht gesprochen, kein Blatt passt da zwischen. Lieber Stuttgarter Trainer, Sie haben ihrer Frau nicht unbedingt Intelligenz zu gesprochen....Seltsamer Kritikstil....Glück auf!!!

Michael S. vor 11 Wochen

Nach der Pressekonferenz frage ich mich, welches Spiel der Stuttgarter Trainer gesehen hat. Er hat doch ernsthaft bei der gelbroten Karte einen Elfmeter für seine Mannschaft gesehen. Außerdem waren alle anderen Schuld, nur nicht seine Mannschaft. Wenn man nach seiner Meinung so klar überlegen ist, warum schießen Sie dann kein Tor? Man sollte doch auch mal anerkennen, dass der Gegner sich im Rahmen seiner Mittel (Wert der Mannschaft) sehr anständig gewehrt hat. Hat er gedacht, dass wir die Stuttgarter ohne Gegenwehr durchwinken? Übrigens fantastische Stimmung auf den Rängen. Die Zuschauer haben unsere Mannschaft ganz toll die gesamte Spielzeit unterstützt. Mit einem verdienten Unentschieden haben sich die Spieler und Zuschauer belohnt.

dr schorsch vor 11 Wochen

Absolut verdientes Remis - mit einem Punkt für eine geschlossene Mannschaftsleistung belohnt worden.
Endlich mal ein Schiedsrichter, der ordentlich gepfiffen hat. Stuttgart nur Standfussball und vollkommen ideenlos, Schema F hat nicht gereicht und wird auch zukünftig nicht reichen.
Toll gemacht WISMUT.
Glück Auf

Ansetzungen und Tabelle