Denis Thomalla erzielt das Tor zum 1:0 für Heidenheim
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Fußball | 2. Bundesliga Schwache "Veilchen" verlieren in Heidenheim

12. Spieltag

Erzgebirge Aue ist in Heidenheim einmal mehr ohne Punkte geblieben. Nach einer schwachen Vorstellung verloren die "Veilchen" mit 0:1. Größtes Manko war vor allem die harmlose Offensive. Doch auch Keeper Martin Männel erwischte nicht seinen besten Tag. Aue bleibt durch die Niederlage auf Rang 13 der Tabelle und hat fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

von Lutz Tauscher & Thomas Preiß (Heidenheim)

Denis Thomalla erzielt das Tor zum 1:0 für Heidenheim
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Die Zuschauer sahen von Beginn an eine temporeiche Partie. Die erste gefährliche Tor-Annäherung verbuchten die Gäste in der 5. Minute durch Pascal Testroet, der eine Direktabnahme knapp links am Heidenheimer Tor vorbeischoss. Auch danach lieferten sich die Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch, indem sich beide Teams früh attackierten.

Heidenheim mit Chancenplus

In der 12. Minute kamen die Gastgeber zu ersten Großchance durch Timo Beermann, der den Ball nach einem Freistoß aus elf Metern über die Querlatte beförderte. Im Anschluss erhöhte Heideneheim den Druck. Aue gelang es kaum noch, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. Doch die Platzherren konnten ihr spielerisches Übergewicht nicht in weitere Hochkaräter ummünzen. So dauerte es bis zur 31. Minute, ehe es wieder richtig gefährlich vor dem Auer Tor wurde. Dabei konnte FCE-Keeper Martin Männel einen Freistoß von Kolja Pusch nicht richtig festhalten, weshalb das Spielgerät den Pfosten touchierte und erst danach vom Schlussmann der "Veilchen" ins Aus gelenkt wurde. Auch in der 42. Minute musste Männel eingreifen, als er einen Schuss von FCH-Kapitän Marc Schnatterer zur Ecke klärte und das 0:0 in die Pause rettete.

Thomalla trifft zur FCH-Führung

In der zweiten Hälfte setzte sich das harmlose Spiel der Gäste fort. Die Bestrafung folgte in der 54. Minute mit der verdienten Heidenheimer Führung. Dabei ging ein schwacher Abwurf von Männel dem Tor voraus. Die Kugel kam somit zu Schnatterer, dessen Pass versenkte Denis Thomalla aus halblinker Position ins lange Eck.

Denis Thomalla erzielt das Tor zum 1:0 für Heidenheim
Denis Thomalla erzielt das Tor zum 1:0 für Heidenheim. Bildrechte: imago/foto2press

Aue im Glück

Im Anschluss gab es weitere Großchancen für die Gastgeber, dass Resultat in die Höhe zu schrauben. So scheiterte erst Norman Theuerkauf per Direktabnahme an Männel (63.), ehe sechzig Sekunden später ein Kopfball von Patrick Mainka auf dem Tornetz landete. Aue fand dagegen weiter keinen Zugriff.

Die Bilder zu Heidenheim - Erzgebirge Aue

In Heidenheim gibt es für Erzgebirge Aue nichts zu holen. Auch diesmal standen die Veilchen mit leeren Händen da. Hier gibt es die Bilder der Partie.

Fans von Erzgebirge Aue
Auch die Auer Fans schlossen sich den Protesten gegen den DFB an. Das Wochenende stand unter dem Motto: "Ihr kauft euch die Welt, wie sie euch gefällt." Bildrechte: Picture Point
Fans von Erzgebirge Aue
Auch die Auer Fans schlossen sich den Protesten gegen den DFB an. Das Wochenende stand unter dem Motto: "Ihr kauft euch die Welt, wie sie euch gefällt." Bildrechte: Picture Point
Patrick Mainka, Pascal Testroet und Sebastian Griesbeck
Das erste Achtungszeichen kam von Pascal Testroet nach fünf Minuten. Hier ist der Auer Stürmer im Duell mit zwei Heidenheimern. Bildrechte: Picture Point
Schreck für Torhüter Martin Männel (1, Aue). Männel kann einen Freistoß der Heidenheimer nicht festhalten.
Dann eine Schrecksekunde, als Keeper Martin Männel einen Schnatterer-Freistoß nicht festhalten konnte, dann mit Hilfe des Pfostens aber noch klärte. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
v.li.: Sebastian Griesbeck (FC Heidenheim), Patrick Mainka (FC Heidenheim), Timo Beermann (FC Heidenheim) enttäuscht schauend.
Die besseren Chancen hatte Heidenheim in Halbzeit ein, noch hielt Aue aber die Null. Bildrechte: imago/foto2press
Schiedsrichter Robert Kempter zeigt Fabian Kalig die Rote Karte
Kurz vor Schluss sah Fabian Kalig auch noch die Ampelkarte. Bildrechte: Picture Point
Im Bild von links - Calogero Rizzuto (20, Aue) und Niklas Dorsch (36, Heidenheim).
Aue und Heidenheim bevorzugten das Fußball-Spiel - hier sind Rizutto und Dorsch im Duell. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Denis Thomalla erzielt das Tor zum 1:0 für Heidenheim
Nach dem Wechsel verdiente sich Heidenheim das 1:0. Denis Thomalla traf ins rechte untere Eck. Bildrechte: imago/foto2press
Im Bild von links; Emmanuel Iyoha (9, Aue) und Niklas Dorsch (36, Heidenheim)
Aue hatte dem Heidenheimer Spiel nicht viel entgegenzusetzen. Auch der von Beginn an im Angriff spielende Emmanuel Iyoha konnte keine Akzente setzen. Bildrechte: Picture Point
Maurice Multhaup (17, Heidenheim) und Dimitrij Nazarov (10, Aue)
Am Kampfeswillen lag es nicht, aber Chancen konnte sich Aue nur ganz wenige erspielen. Hier im Duell: Maurice Multhaup und Dimitrij Nazarov (re.). Bildrechte: PICTURE POINT
Enttäuschung nach dem Spiel bei Steve Breitkreuz (12, Aue) und Dimitrij Nazarov (10, Aue)
Am Ende stand ein 1:0-Sieg für Heidenheim. Die Enttäuschung hier bei Aues Steve Breitkreuz und Dimitrij Nazarov. Bildrechte: Picture Point
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Erste FCE-Ecke nach 72 Minuten - Fandrich verpasst Ausgleich

Die erste Ecke der Sachsen gab es dann auch erst in der 72. Minute, die jedoch nichts einbrachte. Die größte Chance zum Ausgleich hatte Clemens Fandrich, der nach einer Hochscheidt-Flanke die Kugel freistehend verpasste (81.). Kurz vor dem Abpfiff dezimierten sich die Gäste, da Fabian Kalig nach einem wiederholten Foulspiel Gelb-Rot sah (89.). Beim folgenden Freistoß in der 90. Minute hatte Aue Glück, als Schnatterer nur die Latte traf. Somit blieb es "nur" beim 0:1.

Schiedsrichter Robert Kempter zeigt Fabian Kalig die Rote Karte
Die 81. Minute: Schiedsrichter Robert Kempter zeigt Fabian Kalig Gelb-Rot. Bildrechte: Picture Point

Stimmen zum Spiel:

Daniel Meyer (Aue): "Am Ende war es ein verdienter Heimsieg für Heidenheim. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir einiges vermissen lassen. Wir waren zu zaghaft und nicht energisch genug. Wir hatten über die gesamte Spielzeit Probleme in unserem Offensivspiel. Im letzten Drittel waren wir nicht zwingend genug. Von der Entstehung her ist die Niederlage trotzdem ärgerlich."

Frank Schmidt (Heidenheim): "Es war ein richtig gutes Zweitligaspiel. Wir sind in der ersten Halbzeit trotz spielerischer Überlegenheit nicht zu zwingenden Abschlüssen gekommen, da Aue sehr gut in der Defensive stand. In der ersten Hälfte hatte uns der Dosenöffner zum Tor gefehlt. In der zweiten Halbzeit haben wir es nach unserer Führung verpasst, dass 2:0 nachzulegen. So blieb es bis zum Schluss spannend."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 04. November 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. November 2018, 17:18 Uhr

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43 Kommentare

06.11.2018 14:21 Kumpel 43

@36 - Volle Zustimmung, das letzte Derby bei uns war Klasse, auch jede Menge Dynamos bei uns im Block und alles friedlich.
Und zu @42: Habe mir mal die Mühe gemacht zu zählen, 2 Nutzer interessieren sich für Chemnitz/Zwickau, hingegen 12 Nutzer ( ihrer unter 21) mitgezählt, wünschen uns Schlechtigkeiten. Wie ist denn das nun mit " meißten User" gemeint?
Ernsthafte Antworten sind erwünscht, alles andere kann unterbleiben.
GlückAuf

06.11.2018 10:34 Nur mal so 42

Es spricht schon Bände wenn die meißten User hier Ihre Sorge um Zwicke und Rußchams ausdrücken.
Man gönnt Ihnen den Abstieg und alles Schlechte.
Nur die eigene Situation, sowie das letzte Spiel wird nicht analysiert.
Euch geht die Muffe.
Genießt Ihr die 2.Liga und die Leonhardts noch.
Wird es bald so nicht mehr geben.
Wünsche dem HSV am WE alles Gute und mögen (und Sie werden das) die euch die Hütte vollhauen.
Danach herrscht wieder Tristesse im verstrahlten Dorf.

06.11.2018 09:31 Peter 41

Ich finde manche Kommentare hier "nicht hilfreich". In dieser 2.Liga kann jeder jeden schlagen und ich gehe davon aus, dass EA (WA) die Klasse hält. Manche Stammspieler sind tatsächlich überbewertet und MM hat auch schon für halbe Herzinfarkte gesorgt in seiner teilweise legeren Spielweise. Ich würde Jendrusch öfter eine Chance geben, ebenso Baumgart und vielleicht mal Pronichev. Am Ende schaffen wir den Klassenerhalt aber mit tausend zwischenzeitlichen gefühlten Toden.... So ist die Wismut eben...

05.11.2018 23:22 Willi 40

Glück Auf Ihr armen Neider. Wir Spielen 2.Liga nicht gegen Haching oder Meuselwitz. Die Schwäne sollten die 3.Liga noch genießen. Nächstes Jahr geht es wieder gegen
Insolvenznitz weil die keine Lizenz für Liga 3 bekommen. GLÜCK Auf.

05.11.2018 22:19 Maik 39

Das hast du gut erkannt AWZ.Wenigstens einer der ne helle Kerze auf der Schachter Torte ist.Danke.

05.11.2018 19:40 AWZ69 38

Was manche hier für einen Schwachsinn abgeben schreit zum Himmel.Niemals fahren wir nach Zwicke.Wir holen schon noch die nötigen Punkte für den Klassenerhalt. Es ist immer wieder geil es diesen Neidern zu zeigen. Was können wir dafür,dass andere unfähig sind. Zum Glück haben wir die Leonhardts und andere fähige Leute im Verein sonst wären wir schon lange tot.GlückAuf

05.11.2018 19:26 ••,- 37

Hollt den Kutschke im Winter dann klappt’s auch mitn Testroet mehr verrate ich nicht

05.11.2018 15:15 na so was 36

Schachter, aufgepasst ! Nicht zu sorglos das nächste Heimspiel gegen den HSV angehen. Falls doch das Spiel verloren wird, HSV ist schließlich 1.BL-Absteiger, nicht sagen, macht nichts! Haut euch rein ! Ein Punkt ist Pflicht, schon allein fürs Selbstvertrauen ! Immer punktemäßig Anschluss zum Mittelfeld halten. Nächste Saison soll es wieder zwei Derbys Schacht - Dynamo geben ! Dynamische Grüße

05.11.2018 11:35 MLink-Berlin 35

War bis auf Dresden ein nicht so erfolgreicher Tag für die mitteldeutschen Teams! ;-(

Kommende Woche auf ein Neues :-)

BWG aus der Mudderstadt

05.11.2018 10:16 Günther Schubert 34

So seit gestern zurück aus dem Urlaub.
Zwei Wochen Teneriffa.
Herrlich.
Hab mir mal die Ergebnisse und Kommentare angesehen.
Naja. Meine Bayern kommen wieder in die Spur.
Da bin ich mir sicher.
Aber was hier in der Region abgeht.
Bloß gut das ich kein Fan irgend einer Mannschaft hier bin.
Soviel Hass auf engstem Raum.
User BSG und Schacht sind wohl mit Abstand die Schlimmsten.
Müssen sehr unzufrieden mit Ihrem Leben sein.
Trotz allem.
Schöne Grüße aus Auerbach im schönen Vogtländischen.