1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden
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Fußball | 2. Bundesliga Irres Remis im Ost-Klassiker zwischen Magdeburg und Dresden

9. Spieltag

Der 80. Clásico des Ostfußballs hatte alles, was den Fußball so genial macht. Nur einer war beim 2:2 zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden untröstlich: Moussa Koné. Der Stürmer avancierte in nur einem Moment vom Helden zum Unglücksraben.

von Sanny Stephan & Andreas Böhm (Magdeburg)

1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden
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Es war die 91. Minute als Vorbereiter und Torschütze Koné zum Elfmeter anlief und das 3:1 für Dynamo Dresden auf dem Fuß hatte. Ein Tor und das Spiel gegen den 1. FC Magdeburg wäre entschieden und junge Senegalese der gefeierte Held. Ohne Anlauf wollte er den Ball cool ins Gehäuse schieben, doch er zielte vorbei. Im Gegenzug schlug Magdeburg zu. Marius Bülter traf. 2:2 statt 3:1. Zwei Minuten für die Ewigkeit im Klassiker!

Verdient war das Remis allemal. Dynamo gewann die erste Halbzeit, Magdeburg die zweite. Ein geniales Spiel fand keinen Sieger und endete mit einem gerechten Remis. "Wenn du in der 91. Minute einen Elfmeter vergibst und in der 92. Minute das 2:2 bekommst, ist das sehr sehr bitter", sagte Dynamo-Trainer Maik Walpurgis nach dem Abpfiff.

Dynamos unmittelbare Vorbereitung auf das Ostduell war holprig. Erst musste der Bus ungeahnte Umwege fahren und kam 20 Minuten später als geplant im Stadion an, dann verletzte sich Jannis Nikolaou beim Aufwärmen. Für ihn rückte Aias Aosman in die Startelf. Auch Magdeburg blieb nicht vom Verletzungspech verschont. Ausgerechnet Ex-Dynamo Romain Brégerie, der von 2011 bis 2014 für die Schwarz-Gelben spielte, musste wegen Wadenproblemen passen.

Dynamo brutal effektiv

 v.l. Moussa Kone (Dresden, 14) Jubel
Moussa Kone (l) dreht nach dem 1:0 zum Jubeln ab. Bildrechte: IMAGO/Jan Huebner

Vor 23.024 Fans erwischte Dynamo den besseren Start. Der pfeilschnelle Koné entwischte nach einem schnell ausgeführten Einwurf den beiden FCM-Verteidigern Steffen Schäfer und Christopher Handke und schob in der siebten Minute zur Führung ein. Dass der Einwurf deutlich weiter vorn ausgeführt wurde, blieb vom Schiedsrichter-Gespann um FIFA-Referee Manuel Gräfe (Berlin) ungeahndet. Dynamo jubelte über das frühe Tor und spielte danach vor 2.300 mitgereisten Fans extrem abgezockt und clever. Seitdem Walpurgis das Zepter schwingt, verteidigen die Dresdner rigoros und schalten nach Ballgewinnen blitzschnell um. Ein solcher mustergültiger Angriff führte zum 2:0. Dabei legte Koné perfekt auf Aosman ab. Der Mann, der eigentlich auf der Bank sitzen sollte, schlenzte die Pille mit links von der Strafraumgrenze ins Eck (23.). Zwei Chancen, zwei Tore. So etwas nennt man effektiv. Dynamo überließ den Magdeburgern danach weitgehend das Feld, packte aber immer zu, wenn es hätte gefährlich werden können. So kamen die bemühten FCM-Kicker durch Philip Türpitz nur zu harmlosen Fernschüssen. Gefährlich wurde es erst kurz vor der Pause, als sich Marcel Costly auf der rechten Seite durchsetzte, mit einem Hammer aus spitzem Winkel aber an Dynamo-Keeper Markus Schubert scheiterte.

FCM kommt bärenstark zurück

Christian Beck (Magdeburg, 11) Kopfball
Christian Beck steigt höher als die Dynamos - in der 2. Hälfte hatte Magdeburg die Oberhand. Bildrechte: imago/Jan Huebner

Magdeburg kam mit einem neuen Spieler und deutlich mehr Schwung zurück. Marius Bülter (für Handke) belebte das Spiel und hatte schon Sekunden nach Wiederanpfiff das 1:2 auf dem Fuß. Herrlich angelupft, pflückte er den Ball mit der Brust herunter, scheiterte per Drehschuss aber an Schubert. Auch beim Schuss von Türpitz war Schubert zur Stelle und schnappte sich den Flatterball. Das Anschlusstor lag in der Luft und fiel in der 60. Minute. Nach einem Freistoß von Nico Hammann fälschte Niklas Kreuzer die Kugel unhaltbar ins eigene Tor ab. Die in der ersten Halbzeit so sicheren Dresdner schwammen plötzlich und schafften kaum Entlastung.

Bei einem der wenigen Konter hatte Koné aber das 3:1 auf dem Kopf. Nach einer Berko-Flanke traf der wuselige Angreifer nur das Lattenkreuz. Insgesamt wirkte Dynamo aber längst nicht mehr so sattelfest. FCM-Coach Härtel setzte alles auf eine Karte. Er brachte mit Felix Lohkemper noch einen Stürmer, doch richtig zwingend wurden die Hausherren in den Schlussminuten nicht mehr. Dynamo schaffte immer mal wieder Entlastungsangriffe, ergatterte Freistöße und einen Elfmeter. Möschl holte den Strafstoß gegen Björn Rother heraus. Koné lief an und versemmelte kläglich. Nach extrem kurzem Anlauf des Schützen flog die Kugel rechts am Tor vorbei. Im Gegenzug schlenzte Bülter, Dennis Erdmann ließ die Pille durch die Beine und Schubert sah verdutzt, wie der Ball im langen Eck einschlug. Es war das erste Tor für Bülter, der aus der Regionalliga zum FCM gewechselt war und im Jubel bald erdrückt wurde.

Fußball | 2. Bundesliga Bildershow vom 80. Clásico des Ostfußballs

Vier Tore, ein verschossener Elfmeter und ganz viel Dramatik in der Nachspielzeit. Das 2:2 zwischen dem 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden in Bildern. Gänsehaut-Momente, für alle die nicht im Stadion sein konnten ...

MDCC-Arena: Die Fans von Magdeburg stimmen sich vor dem Spiel ein.
23.024 Zuschauer hatten das Glück, beim Ost-Klassiker zwischen Magdeburg und Dynamo Dresden im Stadion zu sein. Bildrechte: dpa
MDCC-Arena: Die Fans von Magdeburg stimmen sich vor dem Spiel ein.
23.024 Zuschauer hatten das Glück, beim Ost-Klassiker zwischen Magdeburg und Dynamo Dresden im Stadion zu sein. Bildrechte: dpa
1.FC Magdeburg FCM vs. SG Dynamo Dresden
Den besseren Start erwischten die Schwarz-Gelben: Nach einem schnell ausgeführten Einwurf entwischte Koné seinen Bewachern, traf und setzte zum Jubelsprung an. Bildrechte: IMAGO/Contrast
 v.l. Moussa Kone (Dresden, 14) Jubel
Moussa Koné im Glücksrausch - Haris Duljevic kommt zum Gratulieren. Dynamo führte nach sieben Minuten mit 1:0. Bildrechte: IMAGO/Jan Huebner
Aias Aosman Torschuß Tor zuum 2:0, Dennis Erdmann
Die Szene zum 2:0: Aias Aosman schlenzt den Ball unhaltbar ins Eck. Bildrechte: IMAGO/Contrast
Jens Härtel (Magdeburg, Trainer)
FCM-Trainer Jens Härtel war bedient. 0:2 hinten und das trotz deutlich mehr Ballbesitz. Bildrechte: imago/Jan Huebner
v.l. Philip Türpitz (Magdeburg, 8), Marco Hartmann (Dresden, 6)
Was fehlte war die Durchschlagskraft. Die Magdeburger - hier mit Philip Türpitz - konnten sich gegen die Dynamos (Marco Hartmann) in der ersten Halbzeit einfach nicht gefährlich in Szene setzen. Bildrechte: imago/Jan Huebner
Christian Beck (Magdeburg, 11) Kopfball
Ein Bild mit Symbolcharakter: Christian Beck steigt höher als die Schwarz-Gelben. Magdeburg kam deutlich gefährlicher aus der Kabine, Dynamo wackelte. Bildrechte: imago/Jan Huebner
1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden
Zielstrebig spielte Magdeburg (hier mit Björn Rother gegen Haris Duljevic) nach vorn und belohnte sich mit dem 1:2-Anschluss. Kreuzer fälschte dabei ins eigene Tor ab. Bildrechte: IMAGO/Jan Huebner
1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden
SGD-Trainer Mail Walpurgis schwante Schlimmes: Er trieb seine Mannschaft nach vorn ... Bildrechte: IMAGO/Jan Huebner
1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden
... Koné hatte die dicke Chance auf 3:1 zu erhöhen. Er trat vom Elfmeterpunkt an, scheiterte aber. Sein Anlauf war dabei schon etwas arrogant, unklar, ob Marco Hartmann deshalb ein ernstes Wörtchen mit ihm redete. Bildrechte: IMAGO/Contrast
1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden
Im Gegenzug passierte das Unfassbare: Magdeburgs Bülter schoss seinem Mitspieler Dennis Erdmann durch die Beine und traf zum 2:2-Ausgleich. Bildrechte: IMAGO/Contrast
1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden
Nach seinem ersten Tor im Trikot von Magdeburg drehte Bülter zum Jubeln ab. Bildrechte: IMAGO/Contrast
1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden
Der Stürmer war vor der Saison vom SV Rödinghausen (Regionalliga West) zum 1. FC Magdeburg gewechselt und erlebte seine wohl größte Stunde als Profifußballer. Bildrechte: IMAGO/Jan Huebner
1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden
Für Dynamo fühlte sich die Punkteteilung wie eine Niederlage an. Trotzdem wurden sie von den 2.300 mitgereisten Zuschauern gefeiert. Bildrechte: IMAGO/Jan Huebner
1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden
Der FCM feierte den Punkt mit seinen Fans dagegen wie einen Sieg. Ein denkwürdiges Derby am 6. Oktober 2018 endete leistungsgerecht 2:2. Bildrechte: IMAGO/Jan Huebner
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Das sagten die Trainer

Maik Walpurgis (Dresden): "Dass wir nicht ganz zufrieden sind, erklärt sich von selbst, wenn man in der 90. Minute einen Elfmeter zum 3:1 hat und dann am Ende das 2:2 bekommt. Trotzdem muss ich sagen, dass das Ergebnis für Magdeburg nicht unverdient ist, da sie in der zweiten Halbzeit doch enorm viel Druck gemacht haben. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, sehr seriös verschoben und insgesamt gut gegen den Ball gearbeitet. Nach vorne waren wir zudem sehr effektiv – einmal mit einem schnellen Einwurf zu Moussa Kone, der sich durchsetzen kann und zum zweiten mit einem schönen Doppelpass auf letzter Ebene, den Aias Aosman vollendet. In der Zweiten wollten wir den Druck weiter beibehalten. Gegen den Ball ist uns das aber nicht gelungen. Vom Positionsspiel war das nicht so wie ich mir das vorstelle, wodurch wir den Gegner ins Spiel zurück geholt haben. Leider haben wir die Kontermöglichkeiten nicht genutzt. Am Ende war es kurios und bitter für uns. Das heutige Spiel war großartige Werbung für den Ostfußball, das von der Kulisse getragen wurde und sehr emotional war."

Jens Härtel (Magdeburg): "Wir wussten, dass es schwer wird, wenn du gegen Dynamo erstmal zurückliegst. Im 5-4-1 steht Dynamo sehr kompakt - dann ist es nicht einfach ins letzte Drittel zu kommen. In der ersten Halbzeit haben wir es trotzdem gar nicht so schlecht gemacht. Über die Flügel haben wir uns vier-, fünf Mal mal gut durchkombiniert. Nur die Flanken kamen nicht so, wie wir uns das vorstellen. Wir mussten dabei immer die Balance bewahren, weil Dynamo immer auf die Konter gelauert hat. In der zweiten Halbzeit haben wir dann auf eine Viererkette umgestellt und Türpitz als dritten Mann in das Zentrum gestellt. Zwischen den Linien hatte Dynamo dann keinen Zugriff mehr. Wir haben unglaublichen Druck gemacht und haben uns mit dem Standardtor belohnt. Hinten raus war es dann ein wildes Spiel mit dem besseren Ende für uns. Nach dem verschossenen Elfmeter war das Momentum auf unserer Seite. Der Ausgleich war glücklich, aber nicht unverdient, da wir viel investiert haben."

Aktuelle Berichte zur 2. Fußball-Bundesliga

Trainer Maik Walpurgis (SGD)
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In der vergangenen Zweitliga-Saison hat die SG Dynamo Dresden gleich beide Partien gegen Holstein Kiel verloren. SGD-Trainer Maik Walpurgis sagte: "Es ist eine der besten Mannschaften in dieser Liga."

MDR AKTUELL So 09.12.2018 09:41Uhr 01:20 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 06. Oktober 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Oktober 2018, 12:41 Uhr

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147 Kommentare

09.10.2018 09:07 Schnibbler 147

@ BFC Supporter
wie alt bist du? 14? das klingt nicht nach hörensagen aus der guten alten zeit, aber nicht nach szenewissen. eine hoolgemeinschaft zwischen bfc und mageburg besteht sicher und ist bekannt, aber doch eher sehr sehr lose. 300 mann dürfen angezweifelt werden, nimm ne null weg und dann ist immer noch viel. wahrscheinlich waren maximal die zwei pfeifen die 2016 bei der spielununterbrechung in magdeburg auf dem rasen ihren lappen ausbreitet haben vor ort in block 12.
ich habe auch noch keine magdeburghools bei den hassspielen des bfc z.b. gegen lok gesehen, mehrere hundert schon gleich gar nicht.
die harten brocken vom bfc (die gab es was neidlos anerkannt werden muß) noch aus der wendezeit sind doch eh alle zum eishockey gegangen. der nachwuchs waren ja nur flachzangen, da war ja sogar karl-marx-stadt noch besser. wobei die früher in der wendezeit auch hilfe vom bfc hatten - deswegen sagt keiner dass eine gemeinschaft besteht.
kurzer ausflug in die geschichte

09.10.2018 08:58 Schnibbler 146

gegen ende der kommentare kommen wir wieder dahin wo es hin soll: zur sportlichen fairness und sachlichkeit.
schmähgesänge sind ok und gehören dazu, wer sich bei den begriffen pack auf der einen seite oder bauern auf der anderen beleidigt fühlt sollte sich selbst hinterfragen. zumal gerade die sog. "legende aus elbflorenz" und auch die sog. "größten der welt" schon alleine von den begriffen her über den dingen stehen sollten.
mal was anderes in den raum geworfen: die einen feiern den gewonnenen punkt die anderen trauern um den verlorenen. rückspiel vielleicht auch unentschieden. besser wäre es sgd hätte am we gewonnen und magdeburg ggf. das rückspiel. wäre für beide ein punkt mehr am ende
dynamischer gruß

08.10.2018 20:26 kdm 145

Insgesamt ein gerechtes Unentschieden. Die ersten 30 Minuten waren aus Sicht des FCM grottenschlecht. Hier demonstrierte Dynamo einfach besseren Fußball und lag zu Recht mit zwei Toren in Front. Die taktische Umstellung zur Halbzeit und die mir unerklärliche Zurückhaltung in der Offensive beim Gegner, brachte dann mehr Druck. Zwar ist die Kampfmoral der Truppe hervorragend, doch noch mehr Unentschieden werden nicht für den Klassenerhalt sorgen. Mit Torpedo als Ballverteiler hinter den Spitzen, sollte es JH in den kommenden Spielen erneut versuchen. Dies war recht vielversprechend. Ätzend fand ich das Abfackeln des Dynamo Banners und die primitiven Schmähgesänge gegen unsere Gäste aus Sachsen. In meiner dortigen Verwandschaft gibt es keine Personen, die den Status Pack verdienen. Auf solche Typen in Block U kann ich in Zukunft verzichten!

08.10.2018 18:52 Schiedsrichter 144

Letztendlich hilft der Punkt den Magdeburger mehr ,bleiben dadurch am Mittelfeld dran , so ehrlich muss man sein , lieber ein Elbclassico , als gegen Osnabrück und Konsorten

08.10.2018 17:28 Pombär 143

@136:

Der fairste und einzig richtige Kommentar!!Respekt!!!!

08.10.2018 16:38 Wolle1 142

@136 Markus, ausser dem Teil mit der 90. Minute stimme ich dem zu. Es gab schon viele verschossene Elfer. Und wieviele Spiele wurden sogar noch erst in der Nachspielzeit entschieden? Es gibt keine perfekten Fussballspieler. Und von aussen und vor Allem im Nachhinein kann man viel sagen und besser machen. Aber oft sind es Entscheidungen die in Sekundenbruchteilen gemacht werden muessen. Fussball lebt nun mal von Hoehen und Tiefen.

08.10.2018 12:17 Sr.Raul 141

Ach komm @87 (Kiam), die "Erdmanns" dieser Welt sind doch genau die Typen (Jones, van Bommel, Wouters...) die jeder gern in seiner eigenen Truppe hat. Egal ob Trainer, Funktionär, Fan.

08.10.2018 12:09 Rino 140

Dynamo hat vergangene Saison Ballbesitzfußball gepflegt … das Ergebnis ist bekannt. Für diese Spielweise braucht es ordentlich Qualität, damit der komprimierte Raum zielführend bespielt werden kann. Diese Qualität spreche ich jedem Zweitligisten ab. Tief und kompakt stehen und auf schnelles Umschalten setzen hat den Nachteil, dass der Weg zum gegnerischen Tor weit ist, doch dafür sind die Räume groß. Koné ist zu oft auf sich allein gestellt. Haris ist mit seiner egoistischen Spielinterpretation nicht hilfreich und auf der rechten Seite fehlt ein schneller Spieler … wie z.B. Horvath. Der hat zwar noch nix getroffen, doch er war für mich der Einzige, der sich letzte Saison positiv entwickelt hat. Zudem hat er sich defensiv als zuverlässig erwiesen. So man nur mit einem Stürmer spielt, muss mehr Torgefahr vom Mittelfeld ausgehen. Aus den Standards entspringt zu wenig Gefahr … alles im allem ist noch viel Luft nach oben.

08.10.2018 11:27 Andreas 1.FC Magdeburg 139

War schon ein gutes und spannendes Spiel. Wer mehr will, soll Bayernfan werden.

08.10.2018 10:48 Otto 138

Leute, hört endlich auf den Butzen zu mobben. Der hat am Samstag 89% seiner Zweikämpfe gewonnen und hatte eine Passquote von 79%. Das sind in dieser Liga absolut gute Werte.
Schade fand ich die Kokelaktion im Block U, dadurch ist die Stimmung im Stadion merklich abgesackt. Genau wie bei den Schmähgesängen. Die verstehe ich eh nicht, wo unser Trainer doch ein echter Sachse und obendrein ein guter ist. Diese Sachsen und Wessi Gesänge sind eh nicht mehr zeitgemäß.
Zum Spiel selber wurde hier schon alles gesagt. Aber wir sollten in naher Zukunft auch mal ein paar Siege einfahren. BWG.

Ansetzungen und Tabelle