v.l. Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV, 10), Lewis Holtby (Hamburger SV, 8), Jan Fiete Aep (Hamburger SV, 15)  jubeln über das Tor. Dresdner Spieler schauen enttäuscht.
Bildrechte: imago/Jan Huebner

Fußball | 2. Bundesliga Spätes Gegentor kostet Dynamo einen Punkt beim HSV

21. Spieltag

Dynamo Dresden hat im Montagsspiel beim Hamburger SV einen verdienten Punkt verpasst. Tragischer Held war dabei Keeper Schubert, dem kurz vor dem Abpfiff ein entscheidender Fehler unterlief, weshalb die Sachsen die Partie mit 0:1 verloren. Für die Schwarz-Gelben war es die dritte Niederlage in Folge.

von Lutz Tauscher & Jens Daniel (Ticker)

v.l. Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV, 10), Lewis Holtby (Hamburger SV, 8), Jan Fiete Aep (Hamburger SV, 15)  jubeln über das Tor. Dresdner Spieler schauen enttäuscht.
Bildrechte: imago/Jan Huebner

Schubert glänzt gegen Narey

Dynamo Dresden, das ohne seinen an einer Bronchitis erkrankten Chefcoach Maik Walpurgis auskommen musste und vom Co-Trainer-Gespann Ovid Hajou und Massimlian Porcello betreut wurde, hatte die erste brenzlige Situation in der 9. Minute zu überstehen. Dabei parierte Keeper Markus Schubert nach einer Ecke einen wuchtigen Kopfball von Khaled Narey.

Chancen für Nikolaou und Lasogga - Glück für Dynamo

Die erste gute Torraumszene verbuchten die Sachsen in der 15. Minute: Nach einem Freistoß bekamen die Hanseaten den Ball nicht entscheidend geklärt – somit kam das Spielgerät zu Jannis Nikolaou, der in Rücklage das Tor aber klar verfehlte. Die nächste gute Aktion der Gastgeber gab es in der 18. Minute, nachdem Pierre-Michel Lasogga eine scharfe Eingabe von Narey nur knapp verpasste.

v.l. Markus Schubert (Dynamo Dresden, 1), Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV, 10).
Markus Schubert im Luftduell mit dem Hamburger Pierre-Michel Lasogga. Bildrechte: imago/Jan Huebner

Der Hamburger Stürmer hatte vier Minuten später eine weitere gute Gelegenheit mit einem Kopfball, doch Schubert störte entscheidend und der Ball ging ins Tor-Aus. In der 32. Minute hatte die SGD Glück, als Narey im Strafraum von Linus Wahlqvist gehalten wurde und zu Boden ging - der Referee ahndete die Aktion aber nicht.

Hamburger SV gegen Dynamo Dresden in Bildern

Weitwinkel-Motiv vom Volksparkstadion
Seit 1994 musste Dynamo Dresden erstmals wieder in einem Pflichspiel im Hamburger Volksparkstadion ran. Bildrechte: imago/Steffen Kuttner
Weitwinkel-Motiv vom Volksparkstadion
Seit 1994 musste Dynamo Dresden erstmals wieder in einem Pflichspiel im Hamburger Volksparkstadion ran. Bildrechte: imago/Steffen Kuttner
Trainer Ovid Hajou (Dresden) beim Spiel zwischen Hamburger SV und Dynamo Dresden.
Auf dem Trainerstuhl der Schwarz-Gelben nahm am Montagabend Co-Trainer Ovid Hajou Platz, da Chefcoach Maik Walpurgis wegen einer Bronchitis nicht mit an die Alster reisen konnte. Bildrechte: imago/Eibner
Pyrotechnik im Dynamo Dresden Fanblock.
Die 8.000 mitgereisten Dynamo-Anhänger zündeten kurz nach dem Anpfiff ihre Pyros. Das dürfte für die Sachsen noch ein Nachspiel haben. Bildrechte: imago/Michael Schwarz
Dresden Fans zünden Pyrotechnik.
Nachdem sich der Nebel verzogen hatte, sahen die 46.924 Zuschauer eine spannende erste Hälfte. Bildrechte: imago/Jan Huebner
Rico Benatelli (Dresden), Lewis Holtby (Hamburger SV) beim Spiel zwischen Hamburger SV und Dynamo Dresden.
Die Dresdner präsentierten sich laufstark und diszipliniert: Hier kommt Rico Benatelli (Dresden) vor dem Hamburger Lewis Holtby an den Ball. Bildrechte: imago/Eibner
v.l. Linus Wahlqvist (Dynamo Dresden, 2), Bakery Jatta (HSV).
Dynamo agierte mit einer Fünfer-Kette und ließ nur wenig zu. Hier macht Linus Wahlqvist dem Hamburger Bakery Jatta das Leben schwer. Bildrechte: imago/Jan Huebner
v.l. Markus Schubert (Dynamo Dresden, 1), Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV, 10).
Kamen die Hamburger wie hier Pierre-Michel Lasogga doch mal durch die Beton-Abwehr, stand Markus Schubert wie ein sicherer Fels in der Brandung. Bildrechte: imago/Jan Huebner
Zweikampf zwichen Linus Wahlqvist und Khaled Narey. In der 32. Minute foulte der Dresdner den Hamburger im Strafraum, doch der Schiri-Pfiff blieb aus.
Zweikampf zwischen Linus Wahlqvist und Khaled Narey. In der 32. Minute foulte der Dresdner den Hamburger im Strafraum, doch zum Glück für Dynamo blieb der Pfiff aus. Bildrechte: imago/Jan Huebner
v.l. Markus Schubert (Dynamo Dresden, 1) verspielt Ball gegen Lewis Holtby (Hamburger SV, 8).
Die spielentscheidende Szene in der 85. Minute .... Bildrechte: imago/Jan Huebner
Lewis Holtby schaut seinem Ball zum 1:0 hinterher.
... Schubert verliert den Ball an Holtby, der zur Hamburger Führung einschießt. Vorausgegangen war ein unnötiger Rückpass von Wahlqvist zu Schubert. Bildrechte: imago/Jan Huebner
v.l. Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV, 10), Lewis Holtby (Hamburger SV, 8), Jan Fiete Aep (Hamburger SV, 15)  jubeln über das Tor. Dresdner Spieler schauen enttäuscht.
Während die Hamburger feiern, können es die Dresdner nicht fassen... Bildrechte: imago/Jan Huebner
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Dresdner Fünfer-Kette steht sicher

Mit zunehmender Spieldauer fand Dynamo immer besser in die Partie. Zwar blieb der HSV spielbestimmend, doch Dresden suchte immer wieder den Weg nach vorn. Allerdings fehlte den Schwarz-Gelben in der Offensive die Genauigkeit. Dafür agierte die Defensive sicher, denn die Fünfer-Kette ließ gegen die Hamburger immer weniger zu. Somit ging es ohne Tore in die Pause.

Koné & Lasogga verpassen Führung

Nach dem Wiederanpfiff hatte Dynamo die erste dicke Chance zur Führung durch Moussa Koné, der in den Strafraum stürmte und aus sechs Metern am glänzend reagierenden HSV-Schlussmann Julian Pollersbeck scheiterte (52.). Auf der Gegenseite musste Schubert in der 55. Minute nach einem Kopfball von Lasogga seine ganze Klasse aufbieten.

Dresden agierte in der Abwehr weiter konzentriert. Der HSV machte es den Gästen aber auch leicht, da die Angriffe zumeist über die Mitte liefen und die Außenbahnen nicht genutzt wurden.

Schubert rettet gegen Holtby

Richtig gefährlich wurde es für Dresden in der 69. Minute: Jatta flankte von der Grundlinie ins Zentrum, wo Lewis Holtby aus Nahdistanz abzog, doch Schubert den Ball mit einer Hand parierte. Im Anschluss erhöhte Hamburg weiter den Druck. Dresden konnte sich nur noch selten befreien.

Holtby trifft nach Schubert-Fehler

In der 84. Minute dann doch die kalte Dusche für Dynamo: Wahlqvist spielte den Ball unnötig zurück zum bis dahin überragenden Schubert, der die Kugel wieder wegschießen wollte und dabei den heranstürmenden Holtby traf, der musste nur noch den Fuß hinhalten und aus neun Metern zur Führung einschieben. Zwar bemühte sich Dresden noch einmal mit vereinten Kräften, doch der ersehnte Ausgleichstreffer fiel nicht.

Lewis Holtby schaut seinem Ball zum 1:0 hinterher.
Der Hamburger Lewis Holtby schaut seinem Ball zum 1:0 hinterher. Bildrechte: imago/Jan Huebner

Stimmen zum Spiel:

Ovid Hajou (Dresden): "Großes Kompliment an das Team. Es war ein sehr leidenschaftlicher und couragierter Auftritt. Leider haben Leistung und Ertrag mal wieder nicht zusammengepasst. Das Tor war ganz bitter. Da mache ich 'Schubi' aber überhaupt keinen Vorwurf. Ich habe mit Maik Walpurgis das gesamte Spiel über in Kontakt gestanden."

Hannes Wolf (Hamburg): "Das war keine gute erste Halbzeit von uns gegen die Dresdner, die richtig gut kicken können. Wir hatten nicht die erwartete Intensität und zudem zwei, drei verheißungsvolle Situation nicht genutzt,. Die zweite Hälfte lief besser. Allerdings kann das Spiel bei der großen Chance von Kone auch kippen. Über die Flügel waren wir trotz alledem nicht bissig genug. Beim Tor war das Glück einfach auf unserer Seite."

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 12. Februar 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2019, 15:33 Uhr

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62 Kommentare

14.02.2019 06:14 Ole2001 62

Geiler Support. Respekt
BWG

13.02.2019 18:10 Schiedsrichter 61

@59 ne ne das war ein Schulfreund , trotzdem gelungener Spaß

13.02.2019 17:53 Bockwurst-Willi 60

Dresden hätte in Hamburg 5 : 0 führen können, beim Abfiff aber 5 : 6 verloren. Beim Jahn wird es nicht besser aussehen. Gut gespielt und trodtzdem verloren. Die Heimstärke von Dynamo kennt ja jeder, und das wird auch bis Regensburg angekommen sein.

13.02.2019 17:16 Klatschpappe Leipzig 59

@53 Schiedsrichter

...und der ist dann Schiedsrichter geworden...

13.02.2019 16:07 Derbysieger MD 58

@57 S....sshausdirk : Gegen wen Merseburg/Süd nicht alles die Reli spielen möchte? Erst in unserem Forum, den Wunsch nach den größten der Welt geäußert , jetzt Dynamo ? Eventuell bei Wismut und Union auch schon gestänkert ? Da alle Ostmannschaften der 2. Liga ,die Klasse halten werden ,musst Du Dir wohl einen anderen Gegner in Eure Lachgasarena wünschen. Und nun wieder ab ins Forum der 3. Liga !!! BWG

13.02.2019 10:23 BrockhausDirk 57

Ich sehe es schon kommen, wenn der HFC in der Reli den Biene Maja Tempel übernimmt und dort den Aufstieg feiern wird.

13.02.2019 08:39 Kunde 56

@38
Koné ist Fußballprofi. Der macht nichts anderes, als Fußball zu spielen. Und bei einem angeblichen Marktwert von 4 Mio sollte man erwarten, das er auch ab und zu mal nen Ball über die Linie bekommt. Das tut er aber nicht. Läßt klarste Gelegenheiten kläglich liegen. Warum?! Weil er kein Knipser ist! Der hat 2-3 mal pro Saison nen guten Tag, dann gelingt fast alles, ansonsten fällt er nur durch Chancen-versieben auf. Ich finde, da darf man den Mann auch mal kritisieren und seine Fähigkeiten hinterfragen!

12.02.2019 21:09 R17 55

Ja, es war Schade! Man muss aber auch einen Fehler erzwingen. Somit geht das 1:0 in Ordnung.

12.02.2019 20:28 Schiedsrichter 54

@38 vielleicht nicht aufs Tor aber drüber dann wäre das halb so gefährlich gewesen

12.02.2019 19:17 Schiedsrichter 53

Kone erinnert mich an meine Jugend ,da hatten wir auch einen der schnell rennen konnte und zahlreiche Chancen versiebt hat

Ansetzungen und Tabelle