Tor für Erzgebirge Aue. Philipp Zulechner (nicht im Bild, 19, Aue),trifft zum 0:1.
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Fußball | 2. Bundesliga Leidenschaftliche Auer überraschen in Hamburg

30. Spieltag

Erzgebirge Aue hat seine Niederlagen-Serie gestoppt. Am Sonnabend erkämpfte sich das Team von Daniel Meyer dank einer defensiven Meisterleistung beim Aufstiegsaspiranten Hamburger SV einen Zähler.

von Maik Winkler und Thomas Preiß (Hamburg)

Tor für Erzgebirge Aue. Philipp Zulechner (nicht im Bild, 19, Aue),trifft zum 0:1.
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Erzgebirge Aue hat seine Niederlagen-Serie gestoppt. Nach zuletzt vier Spielen ohne Punkt holten die "Veilchen" am Sonnabend mit einem 1:1 beim Hamburger SV wieder einen Zähler. Damit ist Aue vorerst auf Rang 13 mit aktuell sechs Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang, auf dem Magdeburg steht. Der FCM spielt jedoch morgen noch in Regensburg. Hamburg bleibt durch den Punkt Zweiter - zwei Punkte vor dem SC Paderborn.

Aue hält HSV-Druck stand und trifft mit einziger Großchance

Von Beginn an nahmen die Hausherren vor über 52.000 Fans das Heft im Volksparkstadion in die Hand, während Aue sich vorrangig auf Defensiv-Arbeit konzentrierte und auf Konter lauerte. Dies jedoch mit vollem Erfolg: Hochkarätige Chancen ließ Aue nicht zu. Die Torannäherungen der Hamburger blieben insgesamt zu harmlos. Khaled Narey aus zehn Metern zielte über das Gehäuse (7.), auch Douglas Santos (16./vorbei) und Özcan (20./FCE-Keeper Männel hielt) zielten zu ungenau. Nach 33 Minuten stockte den etwa 6.000 mitgereisten Aue-Fans der Atem, als aus dem Gewühl heraus unter anderem Hamburgs Rick van Drongelen aus sechs Metern abzog. Im Verbund konnten Steve Breitkreuz, Fabian Kalig und Dennis Kempe für Aue jedoch den Ball herausschlagen und die Situation klären.

Philipp Zulechner (19, Aue) erzielt den Treffer zum 1:0 und jubelt.
Zulechner brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Bildrechte: Picture Point

Mehr ließ Aue jedoch bis zur Pause nicht zu. Im Gegenteil: Nachdem sich die "Veilchen" in Person von Clemens Fandrich (per Kopf/gehalten) nach 34 Minuten erstmals dem Hamburger Tor annäherten, brachte der zweite Torschuss vor der Pause den gewünschten Erfolg für die Gäste. HSV-Torhüter Julian Pollersbeck griff bei einer Ecke von Philipp Riese daneben, sodass der Ball direkt vor den Füßen von Philipp Zulechner landete. Dieser ließ sich aus sechs Metern nicht lange bitten und knallte den Ball zum 0:1 unter die Latte (43.). Mit diesem Ergebnis ging es für beide Teams in die Kabine – begleitet von einem Pfeifkonzert der Heim-Fans.

Wintzheimer erlöst HSV - mehr lässt Aue nicht zu

Tor für Hamburg. Manuel Wintzheimer (19, Hamburg) trifft zum 1:1 Ausgleich.
Der Moment des Ausgleichs. Wintzheimer trifft zum 1:1. Bildrechte: Picture Point

Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein ähnliches Bild wie vor der Pause. Hamburg entwickelte unentwegt Druck Richtung Auer Tor. Zunächst konnte Breitkreuz eine Eingabe von Bakery Jatta noch klären (49.). Kurz darauf belohnte sich der HSV für die Offensiv-Bemühungen mit dem Ausgleich. Eine Flanke von Narey segelte über Männel und vorbei an Breitzkreuz zu Orel Mangala. Dieser legte zurück auf Manuel Wintzheimer, der aus fünf Metern ungestört zum 1:1 traf (52.).

Auch danach rührte Aue Beton an, um die fünfte Niederlage in Serie zu verhindern, während Hamburg auf das 2:1 drückte, um das fünfte sieglose Spiel in Folge zu verhindern. Der HSV warf alles nach vorn, aber auch die eingewechselten Aaron Hunt per Freistoß aus gut 20 Metern ans Lattenkreuz (86.) sowie Pierre-Michel Lasogga, dem der Ball in der Nachspielzeit aus aussichtsreicher Position versprang, vermochten es nicht, die Auer Abwehr zu knacken. Weil auf der Gegenseite auch die Auer ihre Konter zu ungenau ausspielten, blieb es beim 1:1.

Erzgebirge Aue gegen den VfL Bochum in Bildern

Trainer Daniel Meyer, Erzgebirge Aue
Aues Trainer Daniel Meyer schaut vor der Partie noch etwas skeptisch drein. Bildrechte: Picture Point
Trainer Daniel Meyer, Erzgebirge Aue
Aues Trainer Daniel Meyer schaut vor der Partie noch etwas skeptisch drein. Bildrechte: Picture Point
Fans von Erzgebirge Aue
Die FCE-Fans brennen beim Einlaufen der Teams ein lila-weißes Feuerwerk ab. Bildrechte: Picture Point
Tor für Erzgebirge Aue,  Philipp Zulechner (19, Aue) trifft zum 1:0.
Bereits nach sechs Minuten bringt Philipp Zulechner die "Veilchen" in Führung... Bildrechte: Picture Point
Tor für Erzgebirge Aue, Philipp Zulechner (19, Aue) trifft zum 1:0 und jubelt mit Calogero Rizzuto (20, Aue), Philipp Riese (17, Aue), Steve Breitkreuz (12, Aue) und Fabian Kalig (4, Aue)
...und feiert den Treffer danach mit seinen Mitspielern. Bildrechte: Picture Point
Philipp Zulechner (19, Aue) musste verletzt ausscheiden. rechts; Physiotherapeutin Nadine Dörfel
Nur 16 Minuten nach seinem Tor muss der Österreicher aber schon verletzt ausgewechselt werden. Bildrechte: Picture Point
Die Auer Spieler umarmen sich.
Pascal Testroet erhöht in der 38. Minute auf 2:0 und jubelt danach mit seinen Kollegen. Bildrechte: PICTURE POINT
2.Bundesliga, Aue vs. Bochum, Bohumer beim Torschuss.
Doch danach schafft der VfL erst den Anschluss und in der 76. Minute den Ausgleich durch den kurz zuvor eingewechselten Silvere Ganvoula... Bildrechte: PICTURE POINT
Ein Bochum-Spieler mach einen Salto, der Auer dahinter stützt sich auf seine Knie.
...der sein Tor danach artistisch abfeiert. Bildrechte: PICTURE POINT
Tor für Erzgebirge Aue. Dimitrij Nazarov (10, Aue) trifft per Foulelmeter in der Nachspielzeit zum 3:2 gegen Torhüter Manuel Riemann (1, Bochum). ,
Dimitrij Nazarov verlädt Manuel Riemann beim Elfmeter zum 3:2 in der Nachspielzeit. Bildrechte: PICTURE POINT
Jubel nach dem Tor für Erzgebirge Aue. Dimitrij Nazarov (10, Aue) trifft per Foulelmeter in der Nachspielzeit zum 3:2 gegen Torhüter Manuel Riemann (1, Bochum)
Nach dem 3:2 jubeln die Auer ausgelassen. Bildrechte: Picture Point
Auer Jubel nach Spielschluß. Dimitrij Nazarov (10, Aue)
Dimitrij Nazarov ist zuvor am Elfmeterpunkt eiskalt geblieben. Bildrechte: Picture Point
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Die Stimmen zum Spiel:

Daniel Meyer (Aue): "Es war heute ein kompliziertes Spiel für uns, weil wir viel hinterher gelaufen sind. Allerdings haben wir heute als Mannschaft funktioniert. In der ersten Halbzeit hatten wir das Glück, in Führung zu gehen - aber auch das Pech, dass sich Kempe erneut verletzt hat. In der zweiten Hälfte hatten wir das Glück des Tüchtigen auf unserer Seite."

Hannes Wolf (Hamburg): "Wir sind heute natürlich nicht zufrieden. Wir haben in der ersten Halbzeit sechs bis sieben gute Chancen, nutzten sie aber nicht. Der eine Punkt fühlt sich heute nicht gut an. Wir hatten die Chance, zu gewinnen."

Aktuelle Berichte zur 2. Fußball-Bundesliga

Dirk Schuster
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 20. April 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. April 2019, 17:04 Uhr

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39 Kommentare

22.04.2019 12:45 Glück auf 39

Super die durchweg positiven Kommentare! Jetzt den Schwung aus Hamburg mit nehmen und die 2.Liga für kommende Saison eintüten! Leider haben sich ein paar Wahnsinnige beider Fanlager von ihrer dümmsten Seite gezeigt..... Wer sich so verhält hat nicht das Recht unsere Farben zu Hause, oder auswärts zu vertreten! Stadionverbot auf Lebenszeit!
An alle fairen Fans ein faires Glück auf!!!

22.04.2019 11:16 Riesa SGD 53 38

Dreier gegen Bochum und alles wird gut.
Das Derby bleibt !!!!!!!!

21.04.2019 23:57 Aue 37

Wismut Aue ist mein Leben, dank. dass ich Euch als Verein gefunden habe. Wir sind eine Einheit mit Leidenschaft und Tradition, wir sind Wismut Aue. Danke für so viele Jahre Profisport in Liga 2. Das ist nicht selbstverständlich, was einige Fans leider denken. Vor allem Danke an Helge und Uwe Leonhardt, die das hier ermöglicht haben und verkörpern wer wir sind. Ohne Euch wären wir nicht dort, wo wir jetzt sind.
Ich bin voller Stolz und Ehre die "Wismut-DNA" in mir tragen zu dürfen.

Glück Auf und auf hoffentlich boch viele Jahre 2. Liga, obwohl es immer schwieriger wird zu finanzieren. Aber wir schaffen das.

21.04.2019 22:02 na so was 36

31@Moritz, mit den eigenartigen Spielausgängen schließe ich mich deiner Meinung an. Es ist ja kein Geheimnis, dass Westverein dem anderen Westverein hilft. Alle wissen es, garantiert auch die Oberen von DFB und DFL, aber bei solchen Sachen sind sie blind und taub. Bei den Ostvereinen brauchen sie nicht hinzugucken, da gibt es sowas nicht, am Ende, was wir nicht wissen, freut man sich noch, wenn der andere absteigt. Zum Glück ist unter den Anhängern der Ostvereine mittlerweile vermehrt die Meinung, Aue, Magdeburg, Union, Dynamo müssen oben bleiben, die Truppen sehe ich lieber als Sandhausen, Duisburg, usw. bei Heimspielen. Dynamische Grüße, auch an alle ehrlichen Fans in dieser Kommentatoren - Runde.

21.04.2019 21:12 lothar_B 35

Max Mustermann, ich gebe Ihnen zu 100% recht. Bochum ist wieder ein Schlüsselspiel. Hoffentlich verfällt man nicht wieder ins alte Fahrwasser nach einem guten Spiel

21.04.2019 19:41 saxon 34

Genau su isses @ 27 Schachter...dazu kommt aber noch .....viele Leute aus unserer Region leben im Norden, im Westen, aber auch Süden Deutschlands. Von dem auch her auch die Zuschauerzahlen bei Auswärtsspielen..⚒⚒⚒

21.04.2019 19:05 saxon 33

Wenn du irgend eine Ahnung von der Wismut hättest @ 23..solltest du wissen..., nach der Wende hat die Bergbau Zentrale aus Bochum das Zepter übernommen...die waren in Aue und Gera in Führungspositionen beschäftigt. Und wenn du nicht so engstirnig denken würdest...Steuergelder werden überall in diesem Lande verwendet...und mit Sicherheit auch verschwendet. Hoffe du sitzt oder stehst nächste Woche gegen Bochum im Stadion...und nur die BSG Wismut Aue. ⚒⚒⚒

21.04.2019 18:33 Erzzwerg 32

1:1 3:0 läuft für Sachsen

21.04.2019 18:26 Moritz 31

Hut ab vor der Leistung von Wismut gestern,
aber auch Dynamo heute.
"Durch" sind beide noch lange nicht.
Für unsere Veilchen ist ein Dreier vs. Bochum Pflicht,
ein Spaziergang wird das sicherlich nicht werden.
Mal ne Bemerkung nebenbei:
Ein Schelm, der bei den Spielausgängen Bielefeld vs
FCI sowie Darmstadt vs. Bochum böses denkt.
Wetten das die nächsten vier Spieltage noch einige
"Überraschungen" verzeichnet werden können...

21.04.2019 17:59 Max Mustermann 30

Man sollte vorsichtig sein. Die Situation ist nicht besser geworden. Im Abstiegskampf zählen nur Siege. Von einem "Big Point"
kann keine Rede sein. Nun schon 5 Spiele ohne Sieg, kommt ein weiteres nicht gewonnene Spiel dazu, werden die Abstiegskandidaten über sich hinaus wachsen Das Verhalten einer ganzen Reihe von "Fans" in Hamburg geht überhaupt nicht. Alle Erzgebirge- Fans werden dadurch in Misskredit gebracht.
Glück Auf. Kämpfen,Erz schafft das.