Steve Breitkreuz (12, Aue) foult Borys Tashchy (24, Duisburg) im Strafraum. Der folgende Elfmeter führte zum 1:0 für Duisburg.
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Fußball | 2. Bundesliga Aue dreht Partie bei Schlusslicht Duisburg

6. Spieltag

Auswärts war der FC Erzgebirge Aue zuletzt in der 2. Liga ein gern gesehener Gast. Beim Auftritt in Duisburg sah es zunächst so aus, als würde die Misere weitergehen. Aber in der zweiten Hälfte drehte Aue die Partie.

von Christian Kerber

Steve Breitkreuz (12, Aue) foult Borys Tashchy (24, Duisburg) im Strafraum. Der folgende Elfmeter führte zum 1:0 für Duisburg.
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Der FC Erzgebirge Aue hat im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga "Big Points" gesammelt. Beim Tabellenletzten MSV Duisburg gewannen die Veilchen am Sonntag mit 2:1. Dabei drehte sie einen Rückstand und feierten nach zuvor sechs verlorenen Auswärtspartien in Folge einen Dreier. Auch in Duisburg hatte es zuletzt gleich fünf Pleiten gegeben.

Aue schwimmt - hat aber die erste Chance

Die erste Viertelstunde war geprägt von den Sachsen: Zunächst schwammen sie in der eigenen Abwehr mächtig beim Duisburger Anfangsdruck. Doch die erste Gelegenheit besaß das Team von Daniel Meyer. Und was für eine: Nach einer schnellen Kombination über Jan Hochscheidt und Pascal Testroet stand Clemens Fandrich 16 Metern vor dem Kasten frei – seinen Flachschuss konnte der neue MSV-Stammkeeper Daniel Mesenhöler nur mit Mühe um den Pfosten lenken (9.). Die Gastgeber brauchten bis zu ihrer ersten richtigen Gelegenheit, die gab es dann gleich im Doppelpack von Souza und Boris Tashchy. Jeweils in der 17. Minute. Einmal setzte der Ex-Stuttgarter Tashchy eine Souza-Vorlage von rechts fahrlässig aus sieben Metern drüber. Dann scheiterte er im Nachschuss nach einem Caiuby-Schuss an Aue-Schlussmann Martin Männel, der den Ball zuvor nur abklatschen konnte. Es folgten verbissene Zweikämpfe mit einem negativen Höhepunkt, als Lukas Fröde den Auer Angreifer Emmanuel Iyoha im Mittelfeld von hinten umsenste – da war Rot möglich (25.). Als sich Dennis Kempe vor ihm aufbaute, flog Fröde auch noch theatralisch zu Boden – Gelb auch für Kempe, dessen Vater Thomas einst beim MSV kickte.

Emmanuel Iyoha (9, Aue) und Andreas Wiegel (7, Duisburg).
Aues Emmanuel Iyoha (li.) gegen Andreas Wiegel, der später einen Handelfmeter verursachte. Bildrechte: Picture Point

Erst Latte dann Elfmeter

In der Folge bekamen die Duisburger mehr und mehr Zugriff auf das Spiel. Aues Offensivbemühungen blieben einfach zu harmlos. Bei einem Lattenknaller von Souza aus zwölf Metern hatten die Gäste noch Glück (40.). Eine Minute später gab es aber Foulelfmeter gegen Aue: Verteidiger Steve Breitkreuz zog Tashchy kurz an der Hose – der Angreifer hob spektakulär ab. Den Elfer verwandelte Kevin Wolze zur Halbzeitführung (42.), das ging insgesamt auch in Ordnung.

Tor für den MSV Duisburg. Kevin Wolze (17, Duisburg) erzielt per foulelfmeter das 1:0.
Wolze brachte Duisburg per Elfmeter in Führung. Bildrechte: Picture Point

Schneller Elfmeter zum Ausgleich

Ähnlich wie Duisburg in Halbzeit eins, kam nun Aue wie die Feuerwehr aus der Kabine. Einen Drehschuss von Hochscheidt konnte Mesenhöler noch aus der Ecke holen. Die anschließende Ecke brachte nun einen Elfmeter für den FCE. Der war in der Rubrik "glücklich" einzustufen. Die Ecke flog in den Strafraum, wo Wiegel den Ball bei einem Zweikampf mit Nicolai im Rücken an die Hand bekam. Pascal Testroet verwandelte souverän (49.). Nun sahen die 13.000 Zuschauer vor allem viele verbissene Zweikämpfe und viel Ballgeschiebe. Prickelnde Torraumszenen blieben lange Zeit aus. Die Abwehrreihen hatten das Geschehen weitgehend im Griff.

Tor für Erzgebirge Aue. Pascal Testroet (37, Aue) erzielt per Handelmeter das 1:1.
Der von Dresden gekommene Pascal Testroet verwandelte den Elfter stark - auch wenn MSV-Schlussmann Mesenhöler ins gleiche Eck flog. Bildrechte: Picture Point

Kvesic mit Sonntagsschuss

Erst in der letzten Viertelstunde nahm die Partie wieder mehr Fahrt auf. Vor allem Duisburg, das in fünf Partien erst ein Remis geholt hatte, drängte auf den Siegtreffer. Mehr als Halbchancen gab es für die Zebras aber nicht. Besser machte es bei einem der wenigen Entlastungsangriffe der FC Erzgebirge: Nach Zuspiel von Iyoha konnte sich Joker Mario Kvesic den Ball aus 18 Metern in Ruhe zurechtlegen - und der Offensivakteur zirkelte die Kugel herrlich in den linken Winkel (84.). Es folgten Hektik und Duisburger Flanken, bei denen der Sieg von Aue aber nicht mehr wirklich in Gefahr geriet. Angesichts von 10:22-Torschüssen hatte die Meyer-Elf diesmal auch die Portion Glück. Die Sachsen haben nun sechs Zähler Vorsprung auf Duisburg. Beim Schlusslicht ist nach der erneuten Niederlage nun mehr denn je Alarm.

Jubel bei Emmanuel Iyoha ( FC Erzgebirge Aue ), Christian Tiffert ( FC Erzgebirge Aue ) und Pascal Testroet ( FC Erzgebirge Aue ) nach dem Tor zum 1:1 Ausgleich, Fussball - 2.Bundesliga - MSV Duisburg vs. Fc Erzgebirge Aue
Jubel beim FCE: Hier beim Ausgleich. Bildrechte: imago

Stimmen zum Spiel

Daniel Meyer (Aue): "Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft. Wir sind natürlich alle glücklich über den Sieg. In der ersten Halbzeit war ich allerdings überhaupt nicht zufrieden. Da haben wir viele Fehler gemacht, sehr fahrig gespielt, aber wie wir in der zweiten Halbzeit zurückgekommen sind, das war schon bockstark. Besonders freue ich mich, dass Mario Kvesic den Siegtreffer erzielt hat."

MSV Duisburg vs. FC Erzgebirge Aue, Trainer Daniel Meyer, Erzgebirge Aue.
Aues Trainer Daniel Meyer Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ilia Gruev (Duisburg): "Mit mindestens einem Punkt müssen wir hier aus dem Spiel gehen. Die Niederlage hat meine Mannschaft nicht verdient. Ich schimpfe zwar nie auf Schiedsrichter, aber heute sind wir in vielen Szenen deutlich benachteiligt worden."

Fußball | 2. Bundesliga MSV Duisburg - Erzgebirge Aue - die Bilder zum Spiel

Emmanuel Iyoha (9, Aue) und Andreas Wiegel (7, Duisburg).
Bei eher widrigen Wetterbedingungen entwickelte sich eine kampfbetonte Partie: Aues Emmanuel Iyoha (li.) setzt sich gegen Andreas Wiegel durch. Bildrechte: Picture Point
Emmanuel Iyoha (9, Aue) und Andreas Wiegel (7, Duisburg).
Bei eher widrigen Wetterbedingungen entwickelte sich eine kampfbetonte Partie: Aues Emmanuel Iyoha (li.) setzt sich gegen Andreas Wiegel durch. Bildrechte: Picture Point
Tor für den MSV Duisburg. Kevin Wolze (17, Duisburg) erzielt per foulelfmeter das 1:0.
Kevin Wolze nutzte den Elfmeter. Auch wenn Keeper Martin Männel die Ecke ahnte. Bildrechte: Picture Point
Tor für Erzgebirge Aue. Pascal Testroet (37, Aue) erzielt per Handelmeter das 1:1 und jubelt.
Der kurz nach Saisonstart von Dynamo Dresden gekommene Testroet ist bislang ein belebendes Element beim FC Erzgebirge. Bildrechte: Picture Point
Dustin Bomheuer (4, Duisburg) und Mario Kvesic (16, Aue).
Joker Mario Kvesic (re.) kam, sah und siegte. Sein Fernschuss in den Winkel brachte das 2:1. Hier ist er im Duell mit Duisburgs Dustin Bomheuer. Bildrechte: Picture Point
MSV Duisburg vs. FC Erzgebirge Aue  1:2 (1:0), Der Endstand des Spieles an der Anzeigetafel.
Nach sechs verlorenen Auswärtspartien in der 2. Liga und fünf vergeblichen Anläufen in Duisburg konnte Aue endlich einmal wieder in der Fremde jubeln. Bildrechte: Picture Point
Steve Breitkreuz (12, Aue) foult Borys Tashchy (24, Duisburg) im Strafraum. Der folgende Elfmeter führte zum 1:0 für Duisburg.
Kurz vor der Pause zupfte Steve Breitkurz den Duisburger Boris Tashchy. Der nutzte die Chance und hob mit schmerzverzerrtem Gesicht ab. Bildrechte: Picture Point
Tor für Erzgebirge Aue. Pascal Testroet (37, Aue) erzielt per Handelmeter das 1:1.
Nach einem eher unbeabsichtigen Handspiel kam Aue zum Ausgleich. Pascal Testroet traf ins linke Eck. Bildrechte: Picture Point
MSV Duisburg vs. FC Erzgebirge Aue, Trainer Daniel Meyer, Erzgebirge Aue.
Nach der Pause wechselte Aues Trainer Daniel Meyer keineswegs defensiv ein und aus. Das führte zum Erfolg. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Tor für Erzgebirge Aue. Mario Kvesic (16, Aue) erzielt den Treffer zum 1:2 und jubelt mit Clemens Fandrich (5, Aue) und Nicolai Rapp (18, Aue). ,
Danach feierte die diesmal in Orange gekleideten Veilchen vor ihrer Fankurve. Bildrechte: Picture Point
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Tor für Erzgebirge Aue. Mario Kvesic (16, Aue) erzielt den Treffer zum 1:2 und jubelt mit Clemens Fandrich (5, Aue) und Nicolai Rapp (18, Aue). ,
Danach feierte die diesmal in Orange gekleideten Veilchen vor ihrer Fankurve. Bildrechte: Picture Point

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 23. September 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. September 2018, 17:00 Uhr

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33 Kommentare

25.09.2018 12:11 Neutraler 33

@BSG
Sie meinen sicherlich nächste Saison, denn auch im Jahr 2019 spielt Zwickau noch 3.Liga.
Aber Ihr Gefasel kann eh keiner verstehen der halbwegs Verstand hat.
Es sei denn Sie meinen mit Z Zwönitz, Zempin, Zschopau oder gar Zuffenhausen.
Auch dann ergibt Ihre Aussage keinen Sinn.

25.09.2018 10:42 BSG 32

MAIK, WIE HAT Z EIGENTLICH GESPIELT?
Ihr spielt nächstes Jahr vierte Liga.Verlass dich drauf. Übrigens, Plattenbauten habt ihr mehr als du Haare aufn Kopp.

25.09.2018 10:30 Schachter 31

Kopf hoch, Jungs.
Das wird schon.
Immer schön optimistisch bleiben.
Alles wird gut.
Noch ist nichts verloren.
Das wird schon wieder.
Wir schauen nach vorne.
Nützt doch nichts.
Was solls?
Nicht aufgeben.
Vorwärts immer, rückwärts nimmer.
Überholen ohne einzuholen.
Arzgebirch, wie bist du schie ...
Glück auf!

25.09.2018 08:00 Na so was 30

Hallo Schachter, Glückwunsch zum Sieg. Dann morgen gegen Sandhausen den nächsten Dreier holen und dann kann man mal "ganz kurz" die Beine hochlegen und ein Bierchen trinken. In der 1. Halbserie muß das Ziel sein, soviele Punkte wie möglich zu sammeln. Damit es zum Saisonende nicht wieder "so spannend" wird wie vorige Saison. Das trifft auf alle drei, Dynamo, Schachter und Magdeburg, zu. Bei Union wird es wohl eher um den Platz hinter HSV und Köln gehen. Also, haut rein.
Dynamische Grüße

24.09.2018 20:50 Aldi 29

@24 (Nur mal so): Träum weiter und geh in dein Forum für Amateurmannschaften zurück. Da gehörst du hin. Hier unterhält man sich über Profifußball. Grüße aus dem Schacht. ⚒️

24.09.2018 20:38 Glück auf 28

3Punkte und das nicht unverdient! Besonders schön das Tor vom Mario. Gegen Sandhausen scharf nachlegen!! Zu Schubert und seinen (Fake)Trollen nur soviel, arme Kerle, bedauernswert! Glück auf!!!

24.09.2018 20:10 Maik 27

@24....da geb ich dir Recht....Wer austeilt muss auch mal einstecken können...Das wird BSG nie verstehen.Da reicht es einfach nur vom Plattenbau Rodewisch bis hinter Schlema.So Maik aus dem Schmetterlingsland....Sie sind dran.

24.09.2018 19:39 Kumpel 26

So geht WISMUT AUE - vollkommen verdienter Sieg, jetzt nachlegen.
Bin übrigens voll bei BSG - im Bayern Forum mag man wahrscheinlich den Herrn Schubert nicht, wieso auch, die werden nicht mal wissen wo Auerbach liegt. Die Kommentare von @24 strotzen auch nicht gerade vor Intelligenz - keiner dessen Kommentare.
Ende der Durchsage - Glück Auf

24.09.2018 17:00 Matthias Knorr 25

Der Sieg ist in Ordnung, wenn auch etwas glücklich.
Beide Elfmeter strittig, aber ausgleichende Gerechtigkeit. Zu dem Sportkameraden Gruev: Ein ganz schlechter Verlierer, erinnern wir uns an das Skandalspiel am 22.April dieses Jahres, der MSV bekam nicht nur zwei Elfmeter vom "Unparteiischen" geschenkt sondern es gab massenweise weitere Fehlentscheidungen gegen uns. Danach inBochum und Darmstadt ging es bekanntlich nur noch gg. uns. Wie gesagt, Sportkamerad Gruev sollte sich mal an die PK erinnern was damals sagte... Trotzdem jetzt nur nicht abheben, der Sieg muß richtig eingeordnet werden und dann gg. Sandhaufen richtig ackern und hoffentlich 3 Punkte einfahren.

24.09.2018 15:32 Nur mal so 24

Also ich finde Schubert mach weiter.
Humorloses Volk im Erzgebirge.
@22
B (Besonders) S (Stupides) G (Gelapp):
Ihre Beiträge durch das ganze Forum spotten jeder Beschreibung.
Es grüßt der ungeschlagene Tabellenführer der Regionalliga und kommende Gegner des verstrahlten Dorfes in der nächsten Saison in der 3.Liga.