Fußball | 2. Bundesliga Aue bleibt auswärts ein Punktelieferant

31. Spieltag

Erzgebirge Aue kann auswärts einfach nicht mehr gewinnen. Am Sonntag unterlagen die "Veilchen" auch bei "Lieblingsgegner" St. Pauli. Erstmals nach zwölf Jahren verloren die Auer wieder am Millerntor. Dabei hatte Aue Chancen zum Sieg ...

St.Paulis Henk Veerman trifft zum 2:0 gegen Torhüter Martin Männel
Bildrechte: PICTURE POINT/Sven Sonntag

Der FC Erzgebirge Aue bleibt auch nach dem Gastspiel beim FC St. Pauli das auswärtsschwächste Team der 2. Liga. Die "Veilchen" verloren am Sonntag am Millerntor 1:2 (0:2). Nach der zwölften Saisonniederlage rutscht Aue in der Tabelle auf Rang neun ab - in der Auswärtstabelle sind die Westsachsen mit nur acht Punkten Schlusslicht. St. Pauli gelang der erste Sieg nach vier sieglosen Spielen in Serie und ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt, die "Kiezkicker" konnten ihren Vorsprung von fünf Punkten auf den Relegationsplatz behaupten.

Die Bilder zum Spiel FC St. Pauli gegen Erzgebirge Aue

Spielerkreis Erzgebirge Aue
mit Selbstbewusstsein ist Erzgebirge Aue zu mSt. Pauli gereist. Hier haben die "Veilchen" in den vergangenen Jahren fast immer etwas holen können. Bildrechte: PICTURE POINT/Sven Sonntag
Spielerkreis Erzgebirge Aue
mit Selbstbewusstsein ist Erzgebirge Aue zu mSt. Pauli gereist. Hier haben die "Veilchen" in den vergangenen Jahren fast immer etwas holen können. Bildrechte: PICTURE POINT/Sven Sonntag
Spielerkreis FC St.Pauli
St. Pauli hat dagegen zuletzt vier Spiele in Folge nicht gewinnen können und ist plötzlich in akuter Abstiegsgefahr. Bildrechte: PICTURE POINT/Sven Sonntag
Leo Östigard und Florian Krüger
Aue begann die Partie gleich offensiv. Allein Krüger hatte in der ersten Halbzeit drei Hochkaräter auf dem Fuß - ließ diese aber ungenutzt. Bildrechte: PICTURE POINT/Sven Sonntag
Dimitrios Diamantakos trifft zum 1:0 für St.Pauli und jubelt
Das Tor machten dagegen die Gastgeber. Diamantakos trifft hier zum 1:0. Bildrechte: PICTURE POINT/Sven Sonntag
St.Paulis Henk Veerman trifft zum 2:0 gegen Torhüter Martin Männel
Und dann sogar das 2:0, Veerman lässt sich die Chance aus Nahdistanz nicht entgehen. Bildrechte: PICTURE POINT/Sven Sonntag
St.Paulis Henk Veerman trifft zum 2:0 und jubelt mit Dimitrios Diamantakos und Luca Zander
Großer Jubel bei den Hamburgern. Bildrechte: PICTURE POINT/Sven Sonntag
Luis Coordes (36, St.Pauli), John Patrick Strau§ / Strauss (24, Aue) und Daniel Buballa (15, Pauli)
Nach einem vergebenen Elfmeter von St. Pauli durch einen vergebenen Foulelfmeter entwickelte sich in der zweiten Hälfte ein packendes Spiel. Bildrechte: PICTURE POINT/ Sven Sonntag
Sšren Gonther (26, Aue) trifft zum 2:1 Anschluss und jubelt mit Philipp Riese (17, Aue).
Und ausgerechnet Sören Gonther, der fünf Jahre bei St. Pauli spielte, erzielte den 1:2-Anschluss für Aue. Bildrechte: PICTURE POINT/ Sven Sonntag
JUbel nach dem Spiel bei Sebastian Ohlsson (43, St.Pauli) und Leo …stigard
Mehr war für Aue aber nicht drin. Mit Abpfiff jubelte St. Pauli - der Kiezklub machte mit dem Sieg einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt. Bildrechte: PICTURE POINT/ Sven Sonntag
 TorhŸter Martin MŠnnel / Maennel (1, Aue) muss wegen einer Schulterverletzung von Physiotherapeutin Marie Koch (Aue) und Teamarzt Stephan Rezmann behandelt werden.
Sorge mit Abpfiff dagegen um FCE-Keeper Männel. Der Auer Schlussmann fiel kurz vor Schluss auf die Schulter und musste behandelt werden. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Bildrechte: PICTURE POINT/ Sven Sonntag
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Aue lässt Chancen liegen

Die erste "Veilchen"-Niederlage am Hamburger Millerntor seit Mai 2008 war unnötig. Aue hatte vor allem in der ersten Halbzeit gute Chancen. Florian Krüger (9./27./38.), Dimitri Nazarov (18.) oder Malcolm Cacutalua (40.) ließen aber beste Chancen liegen. Anders St. Pauli: Die Hamburger begannen nervös und hatten wenig Zugriff aufs Spiel.

Mit der ersten Chance im Spiel ging das Team von Pauli-Coach Jos Luhukay aber in Führung: Nach schöner Vorarbeit von Sebastian Ohlsson traf Dimitrios Diamantakos aus Nahdistanz (22.). Zu diesem Zeitpunkt lag Aue in der Torschussstatistik 7:1 vorn. In eine Auer Druckphase fiel auch das 2:0: Henk Veerman (41.) konnte ebenfalls freistehend vollenden.

St. Pauli vergibt Elfer

Vor der Pause fast noch das 3:0. Die Vorentscheidung ließ Diamantakos aber mit einem schwach geschossenen Foulelfmeter liegen. Der Grieche schoss flach in die Mitte, Aue-Keeper Martin konnte per Fußabwehr klären.

Ex-Hamburger mit dem Anschluss

Nach dem Wechsel tat sich Aue lange schwer, St. Pauli spielte hinten sicherer. Gefahr von Aue ging lediglich von den gefährlich getretenen Freistößen und Ecken von Philipp Riese aus. Nach einer solchen Ecke fiel auch der Anschlusstreffer. Der Ex-Hamburger Sören Gonther köpfte zum 1:2 ein (73.). Den Ausgleich verpasste Aue aber.

Stimmen zum Spiel:

Trainer 3 min
St. Pauli vs. Erzgebirge Aue - Aue-Trainer Dirk Schuster Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten So 14.06.2020 15:25Uhr 02:32 min

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Video

Dirk Schuster (Aue): "Ich glaube, dass wir ein sehr ordentliches Auswärtsspiel gemacht haben, eines der besten der gesamten Saison. Wir waren offensiv sehr aktiv. Jetzt kommt aber das Wichtigste im Fußball: Wo die Entscheidungen fallen, in den Strafräumen, haben wir nicht diese Gier, die unbedingte Willensstärke und die Brutalität gehabt, vor dem Tor die Situationen zu bereinigen und auf der anderen Seite den Ball über die Linie zu drücken. So fahren wir ohne Punkte nach Hause. Das ärgert mich brutal. Heute war für uns bedeutend mehr drin. Bei den Toren haben wir schön mitgeholfen. Nach der Pause haben wir den Anschluss gemacht und auf den Ausgleich gedrängt. Wir waren aber nicht in der Lage, das 2:2 zu erzielen. Das ärgert mich. Die Moral der Mannschaft war aber absolut intakt. Wir haben bis zur letzten Minute alles versucht. Wir hatten 17:9 Torschüsse, so viel wie bei keinem anderen Auswärtsspiel."

Sport

Trainer 2 min
St. Pauli vs. Erzgebirge Aue - FCSP-Trainer Jos Luhukay Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten So 14.06.2020 15:25Uhr 02:24 min

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Jos Luhukay (Hamburg): "Wir sind sehr froh, dass wir endlich wieder einmal einen Sieg gefeiert haben. Die drei Punkte sind ein Signal an die Mannschaft. Wir wollen jetzt am Mittwoch an die Leistung anknüpfen. Es war heute sehr schwer, weil wir immer Probleme hatten, Sicherheit im Defensivverhalten zu haben und als Team kompakter zu stehen. So hatte auch Aue in der ersten Halbzeit seine Chancen. Da hatten wir Glück, dass sie nicht die richtigen Entscheidungen treffen. Der Knackpunkt war, dass wir vor der Halbzeit nicht das 3:0 machen. Sonst wäre die zweite Halbzeit leichter ausgefallen. So blieb es bis zum Ende spannend. Wir haben einen glücklichen Sieg eingefahren. Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir nicht unverdient gewonnen. Wir haben standgehalten und hätten die eine oder andere Chance noch besser nutzen können."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. Juni 2020 | 15:30 Uhr

40 Kommentare

Blauer Hund vor 2 Wochen

Man sollte auch nicht vergessen, dass in Hamburg das Duo Hochscheidt/Krüger auseinandergerissen wurde!
Die hatten im Spiel zuvor das 1:0 erzielt!
Dann zur Halbzeit den Krüger runternehmen, weil er nicht richtig funktioniert hat, großes Kino.
Warum wohl?
Ebenso das Duo Krüger/Testroet ohne Not auseinandergerissen!
Die waren eingespielt, verstehen sich und waren Toremäßig eine Bank.
Warum macht man sowas?
Würfelt oder trinkt man bei der Planung der Aufstellung?
Ich kann es mir nicht anders erklären.

Normalbuerger vor 2 Wochen

Der frühe Klassenerhalt ist sehr erfreulich und eine insgesamt doch sehr beachtliche Leistung. Trotzdem bereiten mir die Auftritte der letzten Monate Kopfzerbrechen für nächste Saison. Sicherlich kann man gegen starke Mannschaften defensiv aufstellen, aber es gibt auch genügen Teams (meiner Meinung nach die Hälfte der Liga), wo das Trainerteam deutlich offensiver aufstellen muss. Wiedd so o nicht im anfangs so erfolgreichen 4-2-3-1 ?? Da wäre auch wieder Platz für Baumgart. Mit 7 Abwehrspielern wird auf Dauer kein Blumentopf gewonnen. Für dieses System brauchst du offensiv denkende und technisch starke Aussenverteidiger . Das sind weder Kempe nich Strauß. Dadurch lahmt das Offensivspiel, weil die drei Vorderen komplett in der Luft hängen. Zulechner ist zur Zeit ein Totalausfall, weiß nicht warum der so oft spielt. Das Trainerteam muss nächste Saison taktisch flexibler aufstellen und guten Leuten wie Baumgart und Paco das Vertrauen zurückgeben . Sonst wird es verdammt eng. Nur die BSG

Ich bins vor 2 Wochen

Ein Glück Auf in die Runde.
Wie sagt man: Ausser Spesen nicht gewesen.
Und das nicht nur einmal in dieser Saison. Chancenverwertungen ist nicht gerade die Stärke unserer Wismut.
Von einem Gegner geschlagen worden, der bis dato total ängstlich auftrat und keinerlei Selbstvertrauen an den Tag gelegt hat. Und ein Trainer bei uns, der uns wieder einmal mit einer Aufstellung überrascht hat, bei der man nur mit dem Kopf schütteln konnte. Anstatt dem Gegner richtig weh zu tun und mit einer Offensiveren Mannschaft aufzulaufen, wird Jan Hochscheidt und Paco(wieder einmal) auf die Bank gesetzt. Und Paco wird weiter demontiert. Vielleicht meint der Trainer sich so etwas leisten zu können. Und die Krönung kommt noch dazu, das Flo nach zwei unnötigen Gegentoren auch noch runter genommen wird. Anstatt der Trainer mal so richtig Offensiv spielen lässt(Paco, Flo, Janni, Dima), gab's wieder mal eine Defensiv-Aufstellung. Anstatt 48 Punkte am Ende der Saison, gibt's leider nur 45 in der Endabrechnung

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